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Jetzt anmeldenMontag, 26. September 2011 | 09:14
Wie letzte Woche geschrieben, bin ich derzeit in Kanada, wo ich unsere Depotwerte besuche und versuche, neue interessante Firmen zu finden. Als ersten Zwischenstand kann ich Ihnen berichten, dass es wirklich ein paar gute neue Unternehmen hier gibt, die bei uns noch gar nicht bekannt sind. Ich werde Ihnen wahrscheinlich einige davon in den nächsten Tagen/Wochen vorstellen, auch wenn der Markt derzeit alles andere als gut ist.
Ich fürchte auch, dass sich das in der nächsten Zeit nicht wirklich bessern wird. Denn wie man heute gesehen hat, sind die Mittel der Notenbanken eher stumpf geworden, was aber leider eine natürliche Reaktion ist. Denn wenn die Zinsen einmal nahe bei 0 % sind, kann kaum mehr stimuliert werden. Da nützt es auch nichts, dass die Notenbank jetzt auf 6 bis 30 Jahre Anleihen umschichten will. Das Zinsniveau ist einfach schon viel zu niedrig.
Auch ein QE3 (Quantitative Easing – also das Aufkaufen von weiteren Staatsanleihen) würde daran nichts ändern, das Zinsniveau ist einfach schon viel zu niedrig! Die FED und der US-Präsident müssen zur direkten Stimulierung der Wirtschaft übergreifen. Obama hat zwar ein Programm vorgeschlagen, aber ob das durch den Senat geht, ist mehr als fraglich.
Sehr interessant ist auch, die Entwicklung bei den europäischen Banken zu beobachten. Das Siemens 500 Mio. Euro bei den französischen Banken abgezogen und bei der EZB geparkt hat, spricht Bände. Scheinbar ist das eine neue Art von „Bankrun“ bei dem nicht die einzelnen Anleger die Bank stürmen, sondern die Großkonzerne und Firmen das Geld abziehen und versuchen, ihr Geld in Sicherheit zu bringen.
In diesem Zusammenhang ist auch die IWF-Meldung von gestern zu sehen. Bei der Vorstellung des „Global Financial Stability Reports“ in Washington geht man von einem Risiko bei den europäischen Banken von 300 Mrd. Euro aus. Dieses Risiko wird vor allem mit den von den Banken gekauften Staatsanleihen von Griechenland, Spanien, Italien usw., begründet (siehe dazu http://derstandard.at/1316390198444/IWF-Banken-drohen-300-Milliarden-Euro-Verluste ).
Das heißt, der IWF geht eigentlich davon aus, dass die Staatsanleihen massiv abgewertet werden müssen, was nichts anderes bedeutet als dass der IWF mit dem Staatsbankrott dieser Länder rechnet.
Ist doch interesant oder? – Denn immerhin wird doch offiziell davon gesprochen, dass ein Staatsbankrott unmöglich ist!
Wie bereits mehrmals geschrieben, kommt es derzeit zu einer massiven Beschleunigung der Abwärtsspirale, der nur durch eine Hochinflationsphase oder Währungsreform entkommen werden kann. Beides führt zu einer Entschuldung der Staaten und erst dann können wir wieder mit einem stabilen Umfeld rechnen.
Für uns bedeutet das, dass wir nach wie vor sehr flexibel auf die Gegebenheit des Marktes reagieren müssen, wobei bei unserer Sachwertstrategie unter anderem Aktien, und hier vor allem Aktien von Substanz und Rohstoffunternehmen, zu den Gewinnern zählen sollten.
Warum Gold derzeit nicht zu den Gewinnern zählt, kann ich Ihnen nicht sagen. Natürlich muss Gold einmal den massiven Anstieg der letzten Monate verkraften. Sicher ist es auch möglich, dass, wie in anderen Medien berichtet wird, der Goldpreis nach unten manipuliert wird. Aber im Endeffekt müsste der Goldpreis weiter steigen.
Daher nützen Sie noch die Chance der weiteren Diversifizierung.
Kurs auf und Grüße aus Vancouver
Ihr
Joachim Brunner
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Achtung: Dieser Börsenbrief stellt nur die persönliche Meinung von Joachim Brunner dar und ist auf keinen Fall mit einer Finanzanalyse gleichzustellen. Bevor Sie irgendwelche Investments tätigen, ist eine professionelle Beratung durch ihre Bank unumgänglich.
Joachim Brunner ist Berater des First Junior Zertifikates (WKN LS1JEX) und des Fonds PI global one (WKN 0A0636) und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Portfolio Invest in Salzburg. Es ist daher möglich, dass sich die in diesem Artikel beschriebenen Aktien im Fonds/Depot bzw. dem dazugehörigen Index befinden.
Ein weiterer Interessenskonflikt könnte dahin auch gegeben sein, da die beschriebenen Unternehmen möglicherweise auch Kunden der internationalen Nachrichtenagentur IRW-Press sein könnten, die sich im Eigentum der Herausgeberin (IR-WORLD.com Finanzkommunikation GmbH) befindet.
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