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Jetzt anmeldenMontag, 25. Juli 2011 | 13:00
Als ich die Worte „Die Griechenlandlösung ist da“ am 30. Juni geschrieben habe, war bereits klar, dass die Politik damit nur eines gewonnen hat, nämlich Zeit. Dass aber nur wenige Wochen später bereits die nächste Krise ins Haus steht, war doch ein wenig überraschend. Aber der Markt war einfach nicht mit der Lösung zufrieden, die ihm vor ein paar Wochen präsentiert wurde und dementsprechend hoch war auch der Druck auf die Märkte.
Die gestern beschlossene Lösung, die neben einer „Umschuldung“ auch eine sanfte Form von „Haircut“ in Form einer „freiwilligen“ Bankenbeteiligung beinhaltet, sollte doch jetzt länger halten. Sehr wichtig ist auch, dass der „Eurorettungsfonds“ EFSF auch Anleihen der hochverschuldeten Länder kaufen darf. Damit soll dieser EFSF zu einem europäischen IWF ausgebaut werden. Natürlich wird der Markt damit manipuliert, dass durch diese zusätzliche Nachfrage die Zinsen am Sekundärmarkt deutlich fallen werden. Was langfristig natürlich auch die Inflation anheizen wird. Im Prinzip ist dass das Gleiche, was die FED mit seinem QE1 und QE2 Programm gemacht hat.
Fazit: Der jetzige Beschluss wird den Markt länger stützen als die vor wenigen Wochen beschlossene Maßnahme. Wenn auch jetzt noch die USA ihre Schuldenobergrenze erhöht, könnte der Börsensommer doch noch gerettet werden. Dass aber auch diese Maßnahmen das Problem nicht lösen, ist auch klar. Dazu ist die Strukturreform viel zu wenig weit gediegen und der Druck auf die Staaten, ihren Haushalt zu sanieren, lässt massiv nach.
Trotzdem sollten die Märkte kurzfristig profitieren – langfristig haben wir das Problem wieder einmal nur verschleppt bzw. an der Oberfläche beschönigt.
Gold reagiert moderat – der Euro tendiert zur Stärke
Überrascht war ich eher von der moderaten Reaktion des Goldpreises. Ich hätte eigentlich damit gerechnet, dass dieser massiver nachgeben wird. Damit scheint auch klar zu sein, dass die breite Masse der Anleger dem „Braten in Form der Griechenlandlösung“ noch nicht richtig traut. Der Euro machte dazu im Gegensatz einen Sprung nach oben, vor allem gegenüber dem US$, aber auch gegen den Schweizer Franken konnte er deutlich zulegen. Das wird vor allem die Schweizer Industrie freuen.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und freue mich schon auf gute Kurse in der nächsten Woche.
Ihr
Joachim Brunner
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Achtung: Dieser Börsenbrief stellt nur die persönliche Meinung von Joachim Brunner dar und ist auf keinen Fall mit einer Finanzanalyse gleichzustellen. Bevor Sie irgendwelche Investments tätigen, ist eine professionelle Beratung durch ihre Bank unumgänglich
Joachim Brunner ist Berater des First Junior Zertifikates (WKN LS1JEX) und des Fonds PI global one (WKN 0A0636) und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Portfolio Invest in Salzburg. Es ist daher möglich, dass sich die in diesem Artikel beschriebenen Aktien im Fonds/Depot bzw. dem dazugehörigen Index befinden.
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