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Jetzt anmeldenMittwoch, 10. August 2011 | 11:10
Wie von mir erwartet und bereits mehrmals geschrieben, ist kurz vor dem offiziellen Staatsbankrott der USA eine Einigung zwischen den Parteien erzielt worden. Die Schuldengrenze wird damit erhöht und alle sind glücklich. So denken zumindest die US-Politiker.
Aber ist es wirklich so? Ist damit die Krise abgewendet? Was haben wir damit wirklich erreicht?
Eigentlich wurde mit dem Kompromiss überhaupt nichts erreicht. Ganz im Gegenteil, das Spiel der Parteien um die Macht hat nur zu einem geführt: jetzt weiß jeder rund um die Welt - Die USA ist Pleite!
Und damit ist das Spiel um den Untergang der USA am Kapitalmarkt eröffnet. Ich glaube kaum, dass es einem Politiker in den USA bewusst ist, was mit dieser monatelangen Diskussion um die Schuldengrenzenerhöhung angerichtet wurde. In Europa hat man versucht, die Schuldenkrise der Länder so weit wie möglich zu vertuschen, damit möglichst keiner etwas davon mitbekommt. In den USA streitet man dagegen in aller Öffentlichkeit darüber, dass man pleite ist. Das grenzt eigentlich schon an „Dummheit“ – aber es hat sich ja schon öfters in der Geschichte gezeigt, dass Politiker nicht zu den größten Denkern ihrer Zeit gehören. Ich will ja hier nicht eine Pauschalverurteilung vornehmen, aber schauen Sie sich doch nur um, was da so alles von sich gegeben wird. Aber egal, die Eröffnung um den finalen Endkampf des Geldsystems wurde eingeläutet (die Märkte haben „geklingelt“).
Wir wissen also, dass die USA und auch fast jeder westliche Staat, pleite ist. Das ist ein Fakt, den wir so hinnehmen können, bis es zu wirklich dramatischen Änderungen und Strukturreformen kommt.
Fakt ist auch, dass die Politiker alles versuchen werden, das Spiel am Laufen zu halten, sodass Sie nicht diejenigen sind, bei denen die letzte große Blase platzt.
Mit diesen zwei Ansätzen können wir versuchen abzuleiten, was passieren könnte:
Wir sind also im dreieckigen Spannungsfeld zwischen einer nachlassenden Wirtschaft, die eigentlich für sinkende Aktienmärkte sprechen würde auf der einen Ecke, dem viel zu billigen Geld das von den Notenbanken rund um die Welt in den Markt gepumpt und auch veranlagt werden muss in einer weiteren Ecke und mit der Erkenntnis, dass fast alle wichtigen westlichen Staaten pleite sind und somit eine große Reform ansteht bzw. dass Staatsanleihen keine Alternative mehr darstellen, in der dritten Ecke.
Ich bleibe daher dabei, der einzige wirkliche Schutz gegen die finale Krise, die uns bevorsteht, ist:
DIVERSIFIKATION
Diversifikation ist KING! Wir wissen einfach nicht, auf welche Ideen unsere Lenker und Denker noch kommen werden. Welche Regulierungen und Verbote (zB. Gold) es noch geben wird. Eines ist aber natürlich auch klar, die Politiker werden versuchen, dass alle von dieser Neuordnung betroffen sind und daher werden Schlupflöcher kontinuierlich gestopft und geschlossen. Seinen Sie bitte vorsichtig was Ihre Diversifikation betrifft. Es nützt Ihnen nur wenig, wenn Sie Gold und auch Goldaktien besitzen. Wenn zB. Gold verboten und der Zugang zum Aktienmarkt gesperrt wird, dann haben Sie auch nichts. Erst nach der Neuordnung wissen wir, welches Instrument das Beste gewesen wäre. Hier ein paar Ideen für verschiedene Diversifikationen:
Rohstoffe – allen voran Gold und Silber (Münzen)
Rohstoffaktien
Aktien von Industrie und Grundnahrungsmittelhersteller
Immobilien (vor allem die eigenen Wohnimmobilie)
Historische Autos
Uhren
Schmuck
Bilder
usw.
Wichtig ist, dass Sie nicht zu einseitig aufgestellt sind. Jeder wird in der finalen Blase Geld verlieren, aber ein paar Dinge dieser Liste werden Sie zu den Gewinnern zählen lassen und damit haben Sie die besten Voraussetzungen für den Neustart des Systems. Bitte vergessen Sie nicht, die Welt dreht sich weiter!
Ich möchte zum Schluss noch einmal auf mein Buch von 2008 verweisen – „Finanzkrise 2008 – Wie es dazu kam und mit welchen Folgen wir rechnen müssen“. Sie können dieses gratis nachlesen unter folgendem Link: www.ir-world.com/finanzkrise2008/newsletter.html
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Joachim Brunner
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