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Jetzt anmeldenMittwoch, 15. August 2012 | 19:42
Silber kämpft sich sukzessive nach oben. Das Commitments of Traders, das so bullisch ist, wie seit 10 Jahren nicht mehr, kündigt seit einiger Zeit eine Trendwende an. Die Verlaufstiefs steigen, was zeigt, dass die Rücksetzer sofort von Investoren zurückgekauft werden. Dies unterstreicht den bullischen Charakter der aktuellen Kursentwicklung. Kann sich der Silberpreis über 28,50 US-Dollar auf Tagesbasis kämpfen, werden prozyklische Kauforders am Markt aktiv, die den Preis dann schnell bis auf 30 US-Dollar heben könnten. Gold sollte gleichzeitig die 1.625 USD knacken und ebenso ansteigen. Zwischen 30 und 31 USD warten hingegen schon wieder die nächsten Widerstände – einmal der mittelfristige Abwärtstrend sowie die 200-Tage-Linie. Kann diese Marke auch überwunden werden, dürfte so viel Kaufinteresse entstehen, dass JP Morgan und die US-Regierung den Preis erstmal ansteigen lassen werden, um auf anderen Niveaus wieder einzugreifen. Die nächsten Widerstände liegen dann bei 35,70 USD und danach bei 40 USD, 44 USD und bei 50 USD. Kann die Marke von 31 USD signifikant überschritten werden, so erwarten wir, dass der darauffolgende Anstieg, den Silberpreis binnen weniger Monate wieder zurück auf sein Allzeithoch führen kann, wenn in dieser Zeit QE3 in den USA lanciert wird. Die Marke von 26 USD wurde mehrmals getestet und nur eine exogener Schock kann jetzt noch dazu führen, dass der Preis darunter fällt. Das Chance/Risiko Verhältnis ist daher äußerst gut, weshalb im Augenblick die Ersten bereits einsteigen. Das Gros der Hedgefonds und Investoren wartet jedoch auf prozyklische Signale, um sukzessive auf den dann laufenden Trend aufspringen zu können.
Silber in USD
Silber in Euro
Die Daten der CFTC für Silber stimmen weiterhin äusserst optimistisch. Der letzte spekulativ getriebene Verkauf von Silber brachte die Indikatoren auf ein nie dagewesenes Kaufniveau. Dies lässt vermuten, dass es zu einer Short-Eindeckungsrallye kommen wird, um allein die Übertreibung abzubauen. Die Daten sind so bullisch, wie seit 10 Jahren nicht mehr, da die spekulativen Netto-Long-Positionen seit dem Hoch im letzten Jahr um 80% reduziert wurden. Dass das OI seit einem Monat unverändert ist und die Commercials ihre Short-Position um 40% erhöhten, ist ein eindeutiger Hinweis auf einen Trendwechsel! Im Silber sind die Hedge-Fonds praktisch außen vor, da der Preis schon zu lange unter hoher Volatilität trendlos seitwärts verläuft, weshalb wir die letzten Ansteige bei Silber als nachhaltig sehen.
Markus Blaschzok, Dipl.-Betriebswirt (FH), CFTe, ist seit 2001 Mitglied in der Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Als Verfechter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie verfolgt er einen ganzheitlichen Analyseansatz. Er hält Vorträge zu Themen der Österreichischen Schule, wie beispielsweise den monetär bedingten Konjunkturzyklen als Ursache von Wirtschaftskrisen, sowie der Vermögenssicherung mit Edelmetallen und Rohstoffen. Von 2009 bis 2011 schrieb er als Chef-Analyst bei pro aurum einen wöchentlich erscheinenden Marktkommentar und untersuchte erfolgreich die mittel- bis langfristige Entwicklung der Finanz-, Rohstoff- und insbesondere der Edelmetallmärkte. Weiterhin ist er Autor verschiedener Fachpublikationen und gibt Schulungen in Bereichen der Österrreichischen Schule der Nationalökonomie.
Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews keine Haftung.
Quelle: Markus-Blaschzok.de