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Jetzt anmeldenSonntag, 06. Mai 2012 | 16:49
Die Grippe der europäischen Einheitswährung dürfte in eine Euro-Seuche ausarten. Investoren können den Euro abschreiben und sollten stattdessen in Gold & Silber investieren. Es wäre keine Überraschung, sollte der Tausch von Euros in Gold künftig unter dem Namen „Hollande-Trade“ bekannt werden
Peter Schiff, Europacmetals.com, 04.05.2012
Laut der Europäischen Zentralbank hält die italienische Bankenbranche zurzeit mehr Staatsschulden als die Banken anderer europäischer Wirtschaften: Fast EUR 324 Milliarden an heiklen Anleihen. Die spanische Bankenbranche ist bei Staatsanleihen ebenfalls massiv überinvestiert und hält zurzeit EUR 263 Milliarden davon.
Dieser Anleihe-Kaufrausch wurde durch den „Sarkozy-Trade“ ausgelöst. Der „Sarkozy Trade“ ist nichts weiter als wildes Gelddrucken der Europäischen Zentralbank, von dem sich der französische Präsident Nicolas Sarkozy eine Entspannung des eigenen Staatsschuldenproblems erhoffte.
Dank des Wahlkampfes von Sarkozy bekommt aktuell jede Bank so viele Euros, wie sie haben möchte, und zwar über eine Laufzeit von drei Jahren zum Niedrigzins von 1%. Die Banken wandeln diese Gelder dann umgehend in Staatsanleihen um. An den italienischen und spanischen Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit, die zurzeit über 5,5% rentieren, verdienen sie dann 4,5% fürs Nichtstun. Ob das Geschäft langfristig ein Erfolg ist, hängt jedoch davon ab, was nach den ersten drei Jahren passiert.
Und genauso wie es bei den USA der Fall ist, können auch die europäischen Regierungen nicht mehr darauf zählen, dass alle Staatsanleihen, die sie ausgeben möchten, von den Investoren gekauft werden. Daher druckt die EZB Euros, um Staatsanleihen zu kaufen – und zwar ziemlich offenkundig, indem die Gelder über den Bankensektor in den Anleihesektor geschleust werden.
Sarkozy vs. Hollande
Der oben beschriebene „Sarkozy-Trade“ wird in Frankreich aber sogar noch als konservative Politik erachtet, weshalb die Investoren nicht auf irgendwelche Verbesserungen hoffen sollten, sollte der Kandidat der Sozialisten, Francois Hollande, am Sonntag die Präsidentschaftswahlen gewinnen.
Hollande hat versprochen, die Austeritätsmaßnahmen zu lockern und die EZB noch stärker zur Geldentwertung anzuhalten. Das ist genauso wie in den USA, wo Obama auch keine Alternativen zur Politik unter Bush anbieten konnte – bis auf die Verdopplung der Staatsausgaben natürlich.
Und obwohl in Spanien jüngst eine Mitte-Rechts-Regierung gewählt wurde, wird damit gerechnet, dass der überwiegende Teil Europas dem Linksruck Frankreichs folgen wird – und sei es nur, weil es sich bei den meisten Amtsinhabern um austeritäts-freundliche moderate Mitte-Rechts-Politiker handelt und den Wählerschaften bezüglich der Reformen langsam der Geduldsfaden reißt...................................
Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews.at keine Haftung.
Quelle: Propagandafront.de