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04.05.12 Am Scheideweg: stockender Aufschwung oder erneuter Rücksetzer?

Freitag, 04. Mai 2012 | 16:41

von Sven Weisenhaus ...Gestern hatte ich angekündigt zu überprüfen, ob Spätindikatoren wie der Arbeitsmarkt dem Trend der Frühindikatoren, wie z. B. den Stimmungsindikatoren, folgen. "... wenn diese Aussage stimmt, dann müsste angesichts der sehr guten Stimmungsindikatoren (ifo-Index, ZEW-Index) in Deutschland der Arbeitsmarkt hierzulande weiterhin glänzen," schrieb ich gestern.

Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch zum Arbeitsmarkt in Deutschland mitteilte, setzte sich die positive Entwicklung tatsächlich fort. Die bereinigte Erwerbslosenquote lag im März 2012 bei 5,6%.

Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland setzt sich fort

Die Zahl der Erwerbstätigen lag im März um 572.000 Personen (+1,4%) über dem Niveau des Vorjahres. Gegenüber dem Vormonat Februar stieg die Zahl der Erwerbstätigen (unbereinigt) sogar überdurchschnittlich um 102.000 Personen oder 0,2%.

Die Zahl der Erwerbslosen sank im März zum Vorjahresmonat um 418.000 (-15,4%) auf 2,31 Millionen Personen. Gegenüber dem Vormonat verringerte sich die Erwerbslosenzahl um 177.000 Personen oder 7,2%.

(Quelle: Statistisches Bundesamt)

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) gab anlässlich der monatlichen Pressekonferenz folgende Eckdaten für den Monat April 2012 bekannt:

· Arbeitslosenzahl im April: -65.000 auf 2.963.000

· Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -115.000

· Arbeitslosenquote im April: -0,2 Prozentpunkte auf 7,0%

Arbeitsagentur aktueller als das Statistische Bundesamt

Die Daten der Arbeitsagentur sind aktueller (vom April statt der März-Daten vom Statistischen Bundesamt) und finden daher auch in den Medien mehr Beachtung. Wenn Sie also von der Arbeitslosenquote hören, dann sind meist die Daten der BA gemeint.

(Quelle: Informationsangebot der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA))

Spätindikatoren folgen den Frühindikatoren

Es ist also tatsächlich so, dass die Spätindikatoren den Frühindikatoren folgen. An dieser Systematik lässt sich ablesen, in welcher konjunkturellen Phase (Aufschwung, Boom, Abschwung, Depression) man sich gerade befindet.

Am Scheideweg

Beim Blick auf die US-Daten befinden wir uns derzeit auf dem Scheideweg zu stockendem Aufschwung oder erneutem Rücksetzer zum rezessiven Abschwung. Eine gefährliche Situation, denn es ist derzeit kaum zu erkennen, ob sich der Aufwärtstrend in den Indizes fortsetzen kann oder ob die Charts den Konjunkturdaten bald nach unten folgen.

Gewarnt hatte ich Sie bereits und die Entwicklung des DAX der letzten Tage, in dem der Index durch schlechte US-Daten massiv verprügelt wurde, ist nicht mehr so bullisch, wie ich es noch am Montag schilderte. Aber vielleicht bilden wir ja gerade auch lediglich noch das höhere Tief aus, welches ich am Montag noch vermisst habe.

Achten Sie heute besonders auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten der USA um 14:30 Uhr! Diese dürften erneut Kurssprünge auslösen und wiedermal über Wohl und Wehe entscheiden.

Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende
Sven Weisenhaus

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews keine Haftung.
Quelle: http://www.investor-verlag.de

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Kürzlich von 'Silbernews.com' veröffentlicht