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Jetzt anmeldenMittwoch, 30. Mai 2012 | 19:47
Die Rohstoffmärkte haben heute einen breiten Sell Off erlebt, der sich über Energierohstoffe, Edelmetalle und Industriemetalle erstreckte. Während die Ölpreise die größten Verluste hinnehmen mussten, verzeichnen Silber und Gold leichte Kursgewinne, die Industriemetalle geben jedoch deutlich ab.
Die Korrektur ist dabei unter anderem auf die anhaltende Aufwertung des US-Dollars zurückzuführen, der gegenüber dem Euro zeitweise weniger als 1,24 USD kostete. Die Stärke des US-Dollar erklärt die Schwäche an den Rohstoffmärkten. Die Investoren ziehen Kapital aus risikoreichen Assets ab und schichten diese in US-Dollar um. Derzeit werden auch Anlagen in Euro als risikoreich betrachtet, was die Gemeinschaftswährung zusätzlich schwächt. Zudem ist die Stimmung in der europäischen Wirtschaft im Mai deutlich schlechter gewesen als erwartet wurde. In den USA ist der Absatz von bestehenden Häusern auf den tiefsten Stand seit vier Monaten gesunken.
Aber auch China belastet die Kurse, nachdem Hoffnungen auf ein umfangreiches Stimulusprogramm nach dem Vorbild jenes Programms aus 2009 zerschlagen wurden. Berater der Regierung in Peking sagten, dass ein solches Programm nicht notwendig und auch nicht zielführend sei. Damit gehen auch erst einmal die Spekulationen um eine höhere Rohstoffnachfrage in China zurück. Dennoch könnte das gesunkene Preisniveau die Nachfrage in den kommenden Wochen wieder steigen lassen, Analysten rechnen jedoch damit, dass dazu noch ein weiterer Rücksetzer erforderlich sein könnte.
Das aktuelle Preisniveau bei Kupfer und auch Aluminium veranlasst die Produzenten dazu...