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Liebe Leserin, lieber Leser,
die Stichworte der vergangenen Woche waren Wikileaks, Wetten-Dass und Eurobonds. Nur zwei davon besitzen Nachrichtenwert. Die Euro-Zone gerät mehr und mehr in Streit darüber, wer an welchen Stellen und warum für die Konstruktionsfehler bezahlt. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker und Italiens Finanzminister Giulio Tremonti machen sich vehement für Eurobonds stark. Deutschland lehnt diese Sippenhaft für Misch-Masch-Anleihen naturgemäß ab, womit sich Merkel den Vorwurf geistiger Eingeschränktheit gefallen lassen musste. Bisher ist es so, dass die Euro-Länder jeweils ihre eigenen Staatsanleihen begeben, Krisenländer wie Irland, Spanien oder Portugal müssen dafür ein Vielfaches des deutschen Zinssatzes bezahlen. Bei gemeinsamen Eurobonds haften die stärkeren Staaten für alle anderen mit – im Prinzip wie bei der gesetzlichen Krankenversicherung, die natürlich nur denen gefällt, die sie reichlich in Anspruch nehmen (oder dies vorhaben)! Auch in den USA geht die Reise, mal wieder, in die falsche Richtung. Die unter Bush jr. beschlossenen Steuererleichterungen wurden um zwei Jahre verlängert. Nicht einmal höhere Steuern für Einkommen über 250.000 US-Dollar (!) ließen sich durchsetzen. Das Gesamtpaket kostet einen dreistelligen Milliardenbetrag. Ist das der "Change", den die neue Administration mit ins Amt bringen wollte? Davon hat sich in den ersten beiden Obama-Jahren rein gar nichts materialisiert. Anleger haben daher weiterhin sehr gute Gründe, dem heimischen deutschen Markt den Vorzug zu geben – sogar ohne Patriotismus-Label.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Lesen, Ihr Team des Performaxx-Anlegerbriefs
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