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Wochenausblick Währungen - KW 21

Montag, 23. Mai 2011 | 08:04

Die Schlagzeilen von Wochenende waren nicht gerade ohneGewicht und Sorge, gerade wenn es um den Euro geht. Laut einer Schweizer Zeitung ( http://www.20min.ch/finance/dossier/eurokrise/story/21563581 ) hat Griechenland nur noch Geld bis zum 18. Juli 2011, danach droht die Zahlungsunfähigkeit. Das Land lebt nahe am Abgrund eines Bürgerkrieges und ein Besserung ist aktuell nicht in Sicht. Portugal hat seit Samstag Nacht vom IWF 26 Milliarden Euro Hilfe zugesagt bekommen. In Spanien demonstieren seit Tagen die Jugentlichen für bessere und gerechtere Lebensbedingungen. Hier ist fast jeder zweite Jugentliche ohne Arbeit und damit ohne Perspektive. Italien soll abgestuft werden! Was braucht die EU eigentlich noch an Problemen?

Das Gold jetzt auch physisch an der Börse in Hong Kong seit letzter Woche gehandelt werden kann, wußten Sie bestimmt schon. Damit wird der Druck auf US Börsen verstärkt und was nun noch fehlt, ist ein frei konvertierbarer Yuan.

"Xiang Songzuo, stellvertretender Direktor des Instituts für Internationale Währungen an der chinesischen Volksuniversität, sagte am Freitag gegenüber China Daily mit Verweis auf Quellen aus der Zentralbank, dass China innerhalb einer Zeitspanne von drei bis fünf Jahren die vollständige Konvertibilität des Yuans erreichen könnte. Die meisten anderen Experten waren zuvor stets davon ausgegangen, dass ein solcher Schritt noch über ein Jahrzehnt entfernt sei. Die chinesische Zentralbank wollte sich am Freitag dazu nicht äußern."

Nebenbei die Weltbank rechnet damit erst ab 2025 und dann immer noch zusammen mit dem USD. Ich habe da meine Zweifel - den die USA sind ebenfall total überschuldet und buntes Papier zu bedrucken kann keine Lösung sein, für diese Srt von Problemen.

Wochenrückblick KW 20

Bei den Währungen hat deutlich der JPY verloren, am meisten gegenüber den NZD und den AUD. Alle anderen Währungen bewegten sich in normalen Bandbreiten, wenn man die komplette Woche als eine Einheit betrachtet. Der Einbruch im EUR/USD am Freitag mit einem Verlust von 0,89 Prozent sah zwar schlimm aus, doch in den letzten drei Wochen ging es hektischer im Euro zu. Da lag die Spitze bei 389 Pips Kursspanne an einem Tag und die zwei Fretage davor zeigten zumindest Kursspannen um die 270 Pips.

Bei den Rohstoffen haben die Getreidemärkte vor allem Mais und Weizen zweistellig zulegen können. Auch wenn Gold und Silber etwas entäuschen, Sie halten sich gut und es gibt keine Anzeichen dafür, das hier ein Trendwechel stattfindet. Eher das Gegenteil, sie werden bald wieder zurück kommen!

COT Report - Währungen

Es gab drei interessante Bewegungen in den Währungen der letzten Woche - GBP, EUR und CHF!

GBP/USD

Die Commercials haben hier massiv gekauft und aktuell haben wir eine spannende Situation vor uns. Die Hedge Funds und die Commercials sind netto SHORT und die privaten Investoren sind die Bullen im Markt. Zum Glück ist keine Gruppe extrem stark positioniert und genau dies macht den Reiz aus - wir haben eine Pattsituation.

Noch haben wir einen langfristigen Aufwärtstrend, doch kurzfristig geht es nach unten. Zur Zeit befindet sich das GBP oberhalb einer starken Unterstützungszone 1,6050. Hält diese nicht, dann wird das alte Tief bei 1,5345 getestet.

Schweizer Franken - USD/CHF

Das diese Währung stark überbewertet ist, ist wohl jedem bekannt, doch auf der anderen Seite, welche Alternativen gibt es dazu? Nicht wirklich viele - wir haben den AUD und dann noch Norwegen. Das war es dann aber auch schon. SO lange es zu keiner Entspannung an den Währungsmärkten kommt, so lange hat auch der CHF darunter zu leiden.

Wir haben ein klaren Abwärtstrend und alle drei Hauptgruppen sind im extremen Bereich mit ihren Positionen. Da gibt es auch kein Wenn und Aber! Der Trend ist intakt, er ist aber in den letzten 12 Wochen volatiler geworden und ich gehe davon aus, dass diese Tendenz weiter anhalten wird. Es geht weiter mit dem USD nach unten aber mit starken Volatilitätsausbrüchen.

EUR - EUR/USD

Der Euro war nach dem GBP die zweite Währung, wo die Commercials massiv gekauft haben und somit den Euro stützen. Nach unten kann es zwar bei 1,3850 gehen, doch erst bei tieferen Kursen ist mit einem Trendwechsel zu rechnen. Dies würde aber bedeuten, dass der USD auf breiter Front an Stärke gewinnen kann. Doch wie soll dies bei seinen wirtschaftlichen Problemen gehen, doch nur dann, wenn in der EU die Probleme mit Griechenland, Spanien, Portugal und Italien sich weiter verschärfen. (ich gehe davon aus, dass genau dies passieren wird)

Der Euro ist so wie das GBP in einer Pattsituation - langfrristig noch im Aufwärtstrend, doch die Gefahr einer Trendwende ist akut und auch in Sicht, dazu mus nur das Tief bei 1,4064 rausgenommen werden und wir haben frei Fahrt nach unten!

Das war es zum Wochenausblick - komme ich jetzt zum heutigen Montag!

Montag - Tagesüberblick

Die Kirstallkugel vom ForexBull zeigt einen klaren Favoriten für heute - das GBP ist Bearsih in allen vier Währungspaaren. Ob er damit aber heute gehandelt werden kann, sehen wir erst in der nächsten Übersicht - dem Signalgeber (ein neues Tool - noch in der Testphase).

Signale für Montag

Wir haben für heute gleich vier Währungspaare, dabei sind drei mit dem GBP. Leider sind außer im GBP/USD in den anderen Paare die Patternformationen noch recht jung. Dies bedeutet, sie traten noch nicht so oft in Erscheinung. Sehen wir uns das eine Paar an.

GBP/USD - Bearish - Wochenstatistik

Der Montag ist ganz deutlich extrem bearish - sowahl in den letzten 52 Wochen, als auch über die komplette Zeitreihe. Ein Shorteinstieg würde also heute Sinn machen, dabei liegt die mögliche Kursspanne bei 115 Pips, was auch nicht so wenig ist.

Wie ich schon sagte, der Nachteil dieser Patternformation ist heute, dass sie nur 31 mal bisher auftrat. Der Rest passt sehr gut! Im kleinen Chartfenster sehen wir, dass der aktuelle Kurs schon in die Porgnoserichtung zeigt. Ein Rücksetzer würde uns die Chance geben, hier eine Shortposition aufzubauen. Da der Handel in London erst um 9 Uhr eröffnet, haben wir damit noch etwas Zeit. Es kommen aber dazu auch noch wichtige Wirtschaftsdaten heraus.

Wirtschafstdaten

Für den Euro Raum haben wir heute den Einkaufsmanagerindex anliegen.Das Hauptaugenmerkmal liegt natürlich dabei auf Deutschland - den "Zahlmeister der EU".

Deutscher Dienstleistung-Einkaufsmanagerindex (PMI) misst das Aktivitätslevel der Erwerbsmanager im Leistungssektor. Jede Lesung über 50 weist auf eine Erweiterung, während eine Lesung unter 50 auf eine Verkleinerung hinweist. Es gibt einen Hinweis über die Gesundheit des Leistungssektors in Deutschland. Händler beobachten diese Umfrage sehr genau, da Erwerbsmanager normalerweise frühen Zugang zu Daten über die Leistung ihrer Firma haben, was ein leitender Indikator der Gesamtleistung der Wirtschaft sein kann. Eine höhere als Erwartete Lesung sollte als positiv/bullisch für den EUR angesehen werden, während eine niedrigere als Erwartete Lesung als negativ/bärisch für den EUR gesehen werden.

Da unser Währungspaar GBP/USD eine sehr hohe Korrelation zum EUR/USD hat, wird diese Zahl einen starken Einfluss auf unser Entry haben. Hier ist demzufolge Vorsicht angesagt!

Viel Erfolg!

Mike C. Kock

www.Mike-Kock.de

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Kürzlich von 'Mike C. Kock' veröffentlicht