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Jetzt anmeldenMontag, 27. September 2010 | 09:01
A = AUD, B = GBP, C = CAD, E = EUR, J = JPY, S =CHF
Keine Währung zeigt im Moment eine Extremposition der Marktteilnehmer an - alles ist noch im gesunden Bereich und somit können die Trends einfach weiter gehen. Die größte Veränderung sehen wir nur im JPY, dort hat die japanische Notenbank durch ihre Stützungskäufe einiges bewegt, doch ob dies ausreicht, werden erst die nächsten Wochen zeigen. Aktuell ist der JPY einfach zu stark, um die Wirtschaft voran zu bringen. Da haben es die Europäer leichter mit ihrem Euro - auf Jahresblick liegt er immer noch im Minus, dies zeigt die folgende Tabelle.
Der Euro liegt noch über 6 Prozent zum Jahresstart zurück. Erst seit den letzten Wochen konnte er wieder an Stärke gewinnen. So war er in der letzten Woche auf Platz eins, gefolgt vom CHF und dem AUD. Doch AUD, CHF oder auch der JPY stehen fast vor Allzeithochs - wie folgende Grafik aufdeckt!
Alle diese Währungen (außer der US Dollar Index) sind gegen den USD gerichtet - somit zeiegn sich hier drei entscheidene Aspekte:
Nachholbedarf haben da nur der EUR und das GBP. Beim GBP kam in der letzten Woche der Ausbruch nach oben, für einen Einstieg sollte man nun aber erst einmal wieder den Rücksetzer abwarten. Im EUR ist aktuell ein sehr hoher ADX im kurzfristigen Zeitfenster zu sehen - dies zeigt auch eine Situation an, wo Abwarten die bessere Alternative darstellt.
Für den CHF oder aber auch im JPY sehe ich die weitere Entwicklung nicht ganz so positiv - denn Fundamental haben diese beiden Nationen keine Rohstoffe im Rücken, so wie im AUD oder im CAD. Sondern benötigen diese sogar noch. Steigen Gold und Silber weiter, dann werden die Rohstoffwährungen weiter steigen. Kurzfristig bleibt wohl der CHF die Fluchtwährung Nr. 1 - doch langfristig kann dies für die schweizer Wirtschaft nicht positiv sein, auch wenn dadurch der Anstieg der Rohstoffpreise auf USD Basis etwas gemildert wird. Dabei befinden sich die Schweizer in einer ungünstigen Ausgangslage - die EU ist mit ihren schwachen Euro ist nicht daran interessiert, den Euro wieder nach oben zu bringen, dies würde den aktuellen wirtschaftlichen Aufschwung abbremsen. Doch nun hat auch die Schweizer Notenbank in der letzten Woche vor einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums der Schweiz gewarnt - damit kam der erste Warnschuß. Noch haben bei der letzten Umfrage in der Schweiz von über 200 Firmen mehr als die Hälfte angegeben, dass die Franken Aufwertung nicht spürbar das geschäft beeinflußt - doch wie lange noch?!
Es bleibt weiter spannend in den Währungen!
Mike C. Kock
www.Mike-Kock.de