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Jetzt anmeldenFreitag, 05. August 2011 | 15:50
Die Aktienmärkte sind auf Tauchfahrt aber das Gold will nicht nach oben. Heute möchte ich auf diese beiden Märkte eingehen. War der Absturz im S&P500 vorher sehbar oder kam er völlig überraschend? Wie weit geht nur der S&P500 nach unten und wie wird das Gold darauf reagieren?
Sehen wir uns nur einmal den saisonalen Verlauf der letzten Wochen und Monate im S&P500 an.
Seit 2008 schafft es der S&P500 sich ungefähr im Gleichklang mit der Saisonalität zu bewegen. Immer wenn diese ein saisonales Hoch bildete, gingen die Kurse entweder nach unten oder zur Seite. Das letzte Hoch hatten wir anfang Mai, danach haben wir weder in der Kursen noch in der Saisonalität ein neues Hoch gesehen.
Doch wir wissen auch, nicht immer haben wir in beiden Verläufen eine enge Korrelation, es gibt auch starke Abweichungen, doch dafür gibt es dann auch sehr oft reale Begründungen. Um hier einen Filter einzubauen, verwende ich den ADX in Verbindung mit einem Oszillator auf Wochenbasis. Hier der Chart dazu:
Wir sehen unten den ADX ein einem Abwärtstrend und der Oszillator bildet ein neues Zwischenhoch, welches aber tiefer ist, als das letzte Hoch! Dies ist das Short-Setup für mich. Nun verwende ich als Bestätigung das Tief dieses Bars, wird es durchbrochen, so haben wir ein Short-Entry. Das erste Signal gab es bei 1.325 und das zweite Signale bei 1.278 Punkte. Benutzt man den Oszillator auch wieder als Exit, so konnte der erste Trade bei 1275 Punkten geschlossen werden. Die zweite Position ist noch offen.
Stellt sich die Frage - wie weit geht es nun nach unten. Im folgenden Chart sehen Sie den S&P500 auf Tagesbasis mit der Saisonalität und den möglichen Kurszielen.
Halten wir zuerst die ungefähre Länge der "Schwächephase" im S&P500 fest - bis Anfang Oktober 2011, danach sollte sich ein Einstieg wieder lohnen. Doch als mögliche Kursziele bis dahin sehe ich zuerst den Bereich der 50% Korrektur. Dafür verwende ich das Tief bei 1002 Punkten und das Hoch bei 1374 Punkte. Damit ergibt sich eine Korrektur bis in den Bereich von 1188 Punkte. Verwende ich aber den letzten größeren Anstieg - vom Juni bis Juli 2011 - dann kann es sogar noch tiefer gehen. Der Bereich von 1150 bis 1100 wäre dann wahrscheinlich.
Ich persönlich tendiere für eine erste Bodenbildung im Bereich von 1180 Punkte. Gute Anhaltspunkte finden wir aber auch im VIX Index und im ROC Indikator. Beide sind aber noch weit davon entfernt, einen Boden anzuzeigen, Sie sehen es hier im Chart.
Fazit: Bis Oktober würde ich keine neuen Longpositionen aufbauen, doch eine Kurskorrektur nach oben für ein Entry nach unten nutzen!
Gold ist ja eine besondere Anlage und wird gerade in den heutigen Tagen verstärkt nachgefragt. Neue Allzeitshochs sind fast normal aber leider auch die hohe Volatilität in den letzten Wochen. Im letzten COT Bericht konnt man sehr gut erkennen, dass die Commercials mit ihren Aktiviuäten in allen wichtigen Zeitfenstern zum Gold bearish sind.Doch dies reichte noch nicht aus, ein Warnsignal zu generieren.
Im folgenden Chart sehen Sie alle wichtigen Signale im Gold Markt auf Wochenbasis.
Mit Hilfe der Positionen des COT Reports konnten fast alle markanten Tiefs auch als Einstiege erkannt werden. Für eine Shortposition verwende ich aber auch noch einen zweiten Indikator, welcher auf die Volatilität sich bezieht. Interessant wird es dann immer, wenn dieses Signal mit einem saisonalen Hoch oder Zwischenhoch korrespondiert! Sie sehen es im Chart.
Danach gingen die Kurse vom Gold immer nach unten. Halten wir fest - Gold befindet sich extrem weit oben im Volatilitäts-Band. Eine Rückkehr oder Kurskorrektur erscheint mehr als Logisch zum jetzigen Zeitpunkt.
Dabei haben wir als mögliches Kursziel durchaus den Bereich unter 1600 USD im Auge. Dies wäre dann eine klassische 50% Korrektur. Passend dazu ist auch der 30 Tage Moving Average, der sich auch in diesem Bereich befindet.
Fazit: Jetzt in Gold neu einsteigen macht kein Sinn, eine Gewinnmitnahme aber ja. Kurse um die 1580 USD sind dann wieder Einstiegskurse!
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
Mike C. Kock
www.Mike-Kock.de
P.S.: Diese beiden Techniken sind Bestandteil meines Coachingprogramms, welches im September 2011 startet und über 12 Wochen geht.
Die Teilnehmer sind auf maximal 5 beschränkt. Einmal die Woche findet ein Online Seminar statt mit allen Teilnehmern und dazu dann noch extra ein Einzelcoaching ebenfalls einmal die Woche.
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