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Forexausblick - KW 16

Sonntag, 17. April 2011 | 19:56

Die Entwicklung der letzten Woche

Hier ist von Ruhe und Besonnenheit an den Märkten nicht viel zu sehen. Gold und Silber erreichen immer neue Höhen und die Gefahr eines Rückschlages oder besser gesagt einer Kurskorrektur wird immer größer. Als Goldman Sachs eine Warnung vor einer Korrektur im Goldmarkt am Anfang der letzten Woche von sich gab, ging es ersteinmal nach unten mit den Preisen. Böse Geister meinen ja, dies war gewollt, denn so konnten die Profis zu tieferen Preisen einsteigen. Denn das Umfeld spricht immer noch für die große Sicherheit vom Gold! Erinnern wir uns - Griechenland, hier soll eine Umschuldung stattfinden oder anders gesagt, die Griechen schaffen es nicht, ihre Schulden zurück zu zahlen! Drei Gründe kann es dafür geben - Ersten die Schulden sind zu hoch, Zweitens die Griechen ihr Ausgabenverhalten nicht geändert und die Einnahmen sind zu gering oder Drittens und daran glaube ja ich - die beiden Punkte treffen hier zusammen. Egal die Unsicherheit in der EU mit Portugal, Spanien, Irland und Griechenland bleibt weiter hoch. Dazu kommt dann noch der schwache USD, der die Anleger ins Gold treibt. Euro und USD und damit sind wir beim eigentlichen Thema, sehen wir uns nun an, wie sich die Märkte entwickelt in der letzten Woche entwickelt haben.

Bei den Währungen haben der AUD, der USD und der EUR eine schwache Woche erwischt. Der Yen und der Schweizer Franken waren die Gewinner. Der Euro konnte nur gegenüber dem GBP zulegen, bei allen anderen Währungen sah es einfach nur schlecht aus.So waren die Gewinner bei den Währungen der Yen und der Schweizer Franken! Weit an der Spitze liegt aber Cocoa mit einem Plus von fast 9 Prozent, das Silber hat erstaunliche 5 Prozent gewinnen können. Kein Wunder also, dass es beim Silber die ersten Verkaufsignale gibt, doch dies ist ein anderes Thema!

Wie sehen nun die Positionen der Marktteilnehmer bei den Währungen aus, dazu wieder der Blick in den COT Report!

COT Report - Währungen

Fangen wir mit den privaten Anlegern den Small Specs an (und bleiben dort auch). Sie sind extren Bullish für das GBP, den CAD, den CHF und extrem Bearish im JPY! Das sind klare Kontraindikatoren für diese Märkte, der JPY sollte demzufolge nicht bearish sondern bullish sein. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Commercials ebenfalls eine extreme Gegenposition eingenommen haben - aktuell trifft dies im CAD und CHF zu.

Die eigentlichen Trendtreiber sind nicht die Privaten und nicht die Commercials - dies sind die Fonds. Wirklich bullish sind diese aber nur im AUD und dort sind auch die Commercials extrem bearish. Ich denke mal, an dieser Stelle habe ich Sie jetzt komplett verwirrt - kein Problem, wir sehen uns auch jetzt die Charts an und fangen mit dem AUD an.

AUD/USD - G6A

Der AUD hat es geschafft die starke Widerstandszone nach oben zu durchbrechen, nun gilt die alte Regel, der alte Widerstand wird zur Unterstützung. Wie kann es hier nun weiter gehen, die einzige Gruppe die noch Geld hat, sind die Privaten, bei den Fonds geht das Kapital langsam aus, wenn also hier nicht die Privaten in den Markt investieren, dann sollte es hier zu einer Kurskorrektur kommen. Doch der Aufwärtstrend ist noch intakt, so ist diese Korrektur dann das Signal für einen Neueinstieg in den AUD.

GBP/USD - G6B

Vom letzten Tief aus gesehen, hat das GBP einen Aufwärtstrend, zwar sehr volatil aber intakt! Nun haben wir haber seit Wochen eine Seitwärtsbewegung, so richtig geht es nicht mehr weiter und dies zeigen auch die Positionen der Profis an - sie sind eher neutral. Sollte nun der extreme Optimismus der Privaten nicht belohnt werden, stelen sie ihre Longpositionen glatt und damit geht es hier nach unten. Für ein starkes GBP ist es hier notwendig, dass die Fonds als Käufer auftreten, aktuell halten sie sich aber zurück.

Dieser Markt ist alles andere als Bullish!

USD/CAD - G6C

Der Chart ist extrem und genauso verhalten sich hier die Positionen der Marktteilnehmer! Die Commercials halten den CAD für extrem überbewertet. Dem gegenüber stehen die Privaten, die hier die Chance ihres Lebens wohl sehen und extrem Bullish für den CAD sind. Damit haben wir hier eine Pattsituation. Was für eine Trendfortsetzung des CAD spricht, sind die Fonds, denn sie haben noch genug Kapital, um den CAD voran zu treiben!

Der CAD ist eine sehr eingenartige Situation, ich würde auf eine Fortsetzung des Trends für den CAD setzen, doch recht nah mit dem Stop-Loss arbeiten. Die Gefahr, das hier die Fonds wie in der letzten Woche Longpositionen im CAD glatt stellen, ist sehr groß! Damit würde der USD wieder in die breite Zone zurücklaufen können. Der Dienstag ist im USD/CAD sehr bullish - hier waren in den letzten 52 Wochen 62 Prozent aller Schlusskurse im Plus. In den letzten 10 Jahren waren der Montag und der Dienstag für den USD bullish. Wenn ich also hier short gehen möchte und damit auf eine Trendfortsetzung im CAD setze, dann nur ab Mittwoch.

USD/CHF - G6S

Die Insider sind sich einig - der Schweizer Franken ist deutlich überbewertet und wird nur auf Grund der hohen Unsicherheit so extrem bewertet. Wenn wir uns hier die Positionen der Privaten genau ansehen, dann fällt auf, das die Positionen der Fonds um 21 Prozent geringer sind, als die der Privaten! Anders gesagt, hier drücken klar die privaten Anleger den Franken nach oben. Der Grund ist deutlich, EUR und USD stellen nicht wirklich eine hohe Sicherheit dar und im CAD und GBP sind sie schon investiert.

Der private Investor bevorzugt folgende Anlagen: Gold, Silber, CHF, CAD und das GBP

Das macht auch Sinn, doch auf der anderen Seite ist hier nicht das große Kapital zu finden und auch nicht die "starken und ruhigen Hände"! Je ausgeprägter die Positionen werden, um so mehr macht es Sinn, sich gegen den Trend zu stellen!

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Woche!

Mike C. Kock

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Kürzlich von 'Mike C. Kock' veröffentlicht