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Die Aktienmärkte vor dem Sprung - saisonale Betrachtung - 2011 KW 42

Montag, 17. Oktober 2011 | 18:07

Ich möchte heute einen Blick auf den Zustand der Aktienmärkte werfen. Geht es nach oben oder haben wir nur eine ganz normale "Bärenmarktrallye" - wie es ein bekannter Börsenbrief heute beschrieb. Wie alles aber im Leben - gibt es auch hier kein klares "ja" oder "nein". Deswegen mache ich einen ganz großen Bogen und betrachte den Aktienmarkt auf extrem lange Sicht seit 1881. Dies sollte reichen, um uns ein besseres Gefühl für die jetzige Entwicklung uns zu geben.

Das Konzept der Saisonalität ist neu und doch verwenden es nicht sehr viele Trader in ihren Analysen. Was sehr schade ist, denn so verpassen Sie sehr gute Chancen. Ich verwende es regelmäßig. Um den Wochenausblick wirklich effektiv zu erstellen, dann ist es wichtig, diese Analysetechnik mitzuverwenden. Auf der einen Seite werden so schmerzliche Verluste verhindert und auf der anderen Seite erhöhen wir die Chancen auf große Gewinne erheblich. Kommen wir nun aber zum Aktienmarkt und seiner Entwicklung.

Zuerst möchte ich die 10 Jahres Zyklen seit 1881 betrachten und besonders auf die Performance der einzelnen Jahre wert legen. Also wie hat das 1er Jahr 1881, 1891, 1901 und so weiter abgeschnitten, wie das 2er oder 4er Jahr. Sehen wir uns dazu folgende Übersicht an.

Die erste Spalte zeigt uns die 13 verschiedene 10 Jahres Zyklen der Aktienmärkte seit 1881 bis 2010 an. Oben finden wir die Bezeichnung für das jeweilige Jahr. Unten die Anzahl der Plus und Minus Jahre. Die letzte Zeile gibt uns die prozentuale Veränderung dieser Jahre wieder.

Was auffällt - das beste Jahr ist das 5er Jahr. Seit 1885 war kein 5er Jahr im Minus! Danach folgen das 8er und das 9er Jahr. Wirklich schlechte Jahre sind in den Aktienmärkten die 7er und 0er Jahre. Dabei ist der Performance Unterschied zwischen dem 0er und dem 5er Jahr mit 331 Prozent beträchlich! Aktuell haben wir ein 1er Jahr und dies ist im Minus, doch wie geht es nun weiter? Zwei Minusjahr in Folge hatten wir 2001 und 2002 und 1931 und 1932. Drei Verlustjahre in Folge sind auch keine Seltenheit, doch fangen diese meisten mit einer "0" an. Nur nach dieser Übersicht, könnnen wir leicht optimistisch nach vorne blicken. Doch wie sieht es genauer aus? Wir haben nur drei Monate vor uns, wie sieht dort die weitere Entwicklung aus und dafür sehen wir uns auch die Vergangenheit an. Da Gewinne für uns kein Problem sind, sondern eher die Verluste, so analysieren wir doch einfach die 30 größten Verlustmonate. Der schlechteste Monat war der September 1931 mit 29,94 Prozent Minus. An Position 30 befindet sich der Februar 2009 mit einem Verlust von 10,99 Prozent. Alle diese Monate geben uns also das normale Gefahrenpotential für den Aktienmarkt wieder.

Sehen wir uns die schlechtesten Monate in so einem Aktienjahr an.

Ganz deutlich ragen der September und Oktober negativ aus den Monaten hervor. Allein diese beiden Monate haben einen Verlust von über 200 Prozent "erreicht". Dagegen ist der Mai noch relativ harmlos. Da wir jetzt mitten im Oktober sind, liegen vor uns vier relative ruhige Monate. Sollten wir diese nutzen?

Wenn wir jetzt an dieser Stelle schon mal ein kleines Zwischenfazit ziehen, dann sieht es für die Aktienmärkte bis Dezember 2016 gut aus. Zwar haben wir nur einige schwache Jahre vor uns, doch das beste Jahr 2015 liegt schon in reichweite. Doch dies nützt uns nicht sehr viel für jetzt. Um das jetzige Umfeld zu analysieren ist es sinnvoll, sich die Positionen der Commercials oder auch der Insider anzusehen. Ich habe dafür den Wochenausblick entwickelt. Er zeigt mir am Wochenende, den fundamentalen und technischen Zustand meiner wichtigsten Märkte an. Wie dieser genau erstellt wird - würde jetzt den Rahmen sprengen, doch er ist Bestandteil meines MPK Coaching Programmes. Sehen wir uns doch viel mehr an, wie er in den Monaten September und Oktober 2011 funktioniert hat. Dies sind bekanntlich die gefährlichsten Monate im Jahr und eine Longposition sollte dann sehr gut begründet sein.

Die linke Seite - blaue Balken - zeigt das Bewertungssystem an und die rechte Seite - rote Linie - die Entwicklung des S&P500. An den beiden Hochpunkten waren die Marksituation im S&P500 klar Bearish. Der Aufbau einer Longposition hätte zu starken Verlusten geführt. Damals lag der S&P500 noch bei über 1.340 Punkten. Erst unter der Marke von 1.200 Punkte kehrten die Commercials wieder auf die Kaufseite der Aktienmärkte zurück! Sie haben kurz den Markt nach oben gedrückt, um dann letztendlich bei 1.126 Punkten das Tief im S&P500 abzubilden. Wie sieht es aktuell aus? Sehen wir uns dazu nur die Zahlen aus dem COT Report der letzten KW 41 an.

Die beiden Futureskontrakte im S&P500 finden wir ganz unten. Den S&P mini habe ich an den großen S&P angepasst und somit können wir erkennen, dass die Commercials eine extrem bullishe Position für die Aktienmärkte aufgebaut haben. So bullish waren die Commercials seit 2008 nicht mehr! Die Insider sind Bullish und wir privaten Trader aber extrem Bearish. Wer da wohl wirklich falsch liegt - muss ich wohl nicht beantworten.

Fazit: Alles zeigt nach oben, die Jahresendrally kann beginnen und das optimale Zeitfenster ist Mitte Oktober bis Ende März 2012.

Nun haben wir uns "nur" den S&P500 angesehen, wie sieht es beim DAX 30 aus? Dafür ganz schnell nur den passenden Chart!

DAX30 - saisonale Verlauf!

Die grüne Linie ist der Durchschnitt aller positiven Jahre - die rote Linie aller negativen Jahre - die schwarze Linie der allgemeine Verlauf und die blaue Linie der aktuelle Veraluf im DAX. Das wir 2011 kein positives Jahr haben - ist kein Geheimnis und trotzdem sehen wir, es geht nun nach oben! Sowohl im saisonalen Durchschnitt als auch im aktuellen DAX Verlauf. Der DAX ist BULLISH!

Ich denke, Sie haben nun ein besseres Gefühl für die weitere Entwicklung der Aktienmärkte für sich gewinnen können, wenn Sie mehr über dieses Thema erlernen wollen, dann melden Sie sich im MPK Coaching Programm an.

Viel Erfolg!

Mike C. Kock

www.Mike-Kock.de

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Kürzlich von 'Mike C. Kock' veröffentlicht