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Dow auf 52-Wochenhoch; Rohöl auf 9-Monatshoch; wird Athener Fass ohne Boden erneut gefüllt? Nikkei auf 6,5 Monatshoch; größtes Japan Handelsbilanzdefizit sein 33 Jahren; Chinas Notenbank kürzt Mindestreserven

Montag, 20. Februar 2012 | 13:20

20.02.2012
 
 
 

Nachdem die europäischen Führer unverantwortlicherweise hinsichtlich des Bail-Out Griechenlands (es galt: No Bail Out) Zustimmung signalisierten, kletterte der Dow mit +0,35% (12.949) an der Wall Street auf ein 52-Wochenhoch. Wir erinnern uns. Im Mai 2008 lag der Dow bei 13.000 Punkten. Der S&P 500 folgte mit +0,23% (1.361), der Technologieindex gab als Einziger mit -0,27% (2.951) nach. Dabei waren Konsum- und Finanzaktien die größten Gewinner, während Healthcare und Versorger hinterher hinkten. Intel war im Dow mit +2% der größte Gewinner im Dow. Alcoa war mit -1,3% einer der größten Verlierer. Der Ketchuphersteller H.J. Heinz stieg nach besser als erwarteten Umsätzen und Gewinnen um +4,6%. General Mills gab mit einem unerwartet niedrigen Gewinn um -3,6% nach. Nach Veröffentlichung seiner enttäuschenden Quartalszahlen wurde Gilead Sciences mit -14% abgestraft. Gold verlor leicht um -0,1% auf 1.724,50 Dollar je Unze. Rohöl stieg mit +0,9% oder 103,24 Dollar je Barrel auf den höchsten Stand seit neun Monaten.

In Frankfurt war man angesichts der bevorstehenden Entscheidung über die 130 Mrd. Euro schwere Griechenlandhilfe positiv gestimmt. Warum weiß der Henker. Gerade die Strukturprobleme Griechenlands zeigen, dass die mit dem Eintritt in die EU erhaltenen Kredite und mehr Geld nicht Teil der Lösung, sondern Ursache des Problems war und ist. Zudem wachelt Portugal. Dennoch: Dax, Tec Dax und C Dax legten um +1,42% (6.848), +0,72% (778,36) und +1,38% (603,42) zu. Im Dax war HeidelbergCement mit +5,94% vor der Deutsche Post AG mit +4,22% der größte Gewinner. Deutsche Börse und Fresenius Medical Care zählten mit -2,05% bzw. -2,03% zu den größten Verlierern. Im Tec Dax schoben sich Aixtron und Solarworld mit +6,42% und +4,84% an die Spitze. Stratec Biomedical setzte mit -2,85% den Schlusspunkt.

In Tokyo eröffnete der Nikkei freundlich und stieg mit +1,08% (9.485) auf ein Sechseinhalb-Monatshoch. Der endlich wieder und erneut schwächere Yen sorgte dafür, dass die Exportwerte aufatmen konnten und können. Dazu wirkte die Kürzung der Mindestreserven durch die Notenbank Chinas, die für mehr Liquidität bei den Banken sorgt, belebend. Auf der anderen Seite war das mit 1,48 Billionen Yen größte Handelsbilanzdefizit Japans seit 33 Jahren. Bei den Branchen lagen Eisen und Stahl, Gummiprodukte und Seetransporte vorn. Bau, Lufttransport und Fischerei und Forsten lagen ganz hinten. Bei den Einzelwerten legten Sony (+1,9%), Toyota Motor und Honda Motor zu. Circle K Sunkus stiegen nach einem Kaufangebot der Muttergesellschaft Uny Co. um +9%. Der Möbelhändler Otsuka Kagu legte aufgrund eines guten Ausblicks um +16,6% zu. Stahlhersteller wie Nippon Steel, JFE Holdings und Sumitomo Metal Industries hüpften angesichts der Hoffnung auf eine anziehende China Konjunktur um +6,1%, +7,6% und +6% in die Höhe. Auch Omron konnte dem mit +5,3% etwas abgewinnen. Mitsubishi Corp. profitierte von den höheren Rohölpreisen mit +5,7%. Selbst Tepco legte um +4% zu. Hingegen gab Gree Inc. um -6,1% nach. Grund war ein Fehler in einem seiner Onlinespiele.

Der Rest Asiens startete ebenfalls optimistisch und mit Kursgewinnen in die Woche. Dass Asiens größte Wirtschaft mit der Kürzung der Mindestreserve um 50 Basispunkte Signale für Wachstum gab, kam überall gut an. Australiens ASX200 legte um +1,0% zu. Südkoreas Kospi legte um +0,7% zu. Und Neuseelands NZX50 addierte +0,8% hinzu.

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Kürzlich von 'Globalyze' veröffentlicht