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Gold - Analysten haben keine Sorge

Freitag, 02. März 2012 | 15:10

Der Goldcrash in der Wochenmitte ist noch längst nicht vergessen. Doch Analysten sind überzeugt, dass der Trend weiter aufwärts geht.

Gute Prognosen für Gold und Silber Foto: everystockphoto.com

Rund 5 Prozent hat die Unze Gold am Mittwoch nachgegeben. Das war der höchste Tagesverlust seit Mitte Dezember. Vor allem FED-Chef Ben Bernanke wird eine Mitschuld am Preisverfall zugeschoben. Er hat in einer Rede vor dem US Kongress nicht angedeutet, dass er den Markt weiter mit Geld fluten will.

Dieser Prozess des „quantitative easing" trägt zwar einen Anteil am steigenden Goldpreis, für Analysten ist er jedoch nicht der wichtigste Aspekt bei der Entwicklung des Kurses. Sie verweisen jedoch zugleich darauf, dass die Goldrallye seit den Finanzmarktaktionen der FED Ende 2008 einen besonderen Lauf bekommen hat. Seit diesem Zeitpunkt hat sich der Goldpreis rund verdoppelt.

Wichtiger für die meisten Analysten ist in diesen Tagen jedoch das Verhältnis von Zinsen zur Inflation. Dabei kommt dem Bekenntnis der FED, die Zinsen bis 2014 niedrig zu lassen, eine besondere Bedeutung zu. Denn bei insgesamt negativen Zinsen, die bei Zinsen nahe 0 Prozent und einer Inflation von 2 bis 3 Prozent de facto zu verzeichnen sind, werden Anleger ins Gold gelockt.

Die Statistiken zeigen, dass in zwölf der 20 reichsten Nationen der Welt die Zinsen derzeit insgesamt im negativen Bereich liegen. Vor allem die stark mit der Ausgabe neuen Geldes beschäftigten USA und Großbritannien liegen in dieser Auflistung weit vorne. Die US-Zinsen belaufen sich demnach real bei -2,75 Prozent. Die Zinsen der G7-Gruppe liegen nach diesem Berechnungsmuster bei -1,76 Prozent. Umgelegt auf die G20 kommt man noch auf ein reales Zinsniveau von -0,26 Prozent. Ohne die G7-Länder errechnet sich in dieser Gruppe ein Zinsniveau von +0,44 Prozent.

Somit sind Experten für die Zukunft des Goldpreises weiter bullish eingestellt. Ein Manager bei BlackRock hält baldige Kurse von 1.900 Dollar für denkbar. Selbst 2.000 Dollar sind nach seiner Ansicht in Reichweite. Auch bei der Deutschen Bank betont man die besondere Bedeutung der Zinsen. Diese seien wichtiger als die Kapitalspritzen der Zentralbanken. Jene hätten nur für zusätzlichen Rückenwind gesorgt. Für BNP Paribas ist ebenfalls klar, dass die Goldrallye weitergehen wird. Der Aufwärtstrend setzt sich demnach bis auf weiteres fort.

Neben der Kombination aus niedrigen Zinsen und höherer Inflation gibt es noch weitere Treiber für den Goldkurs. Dazu zählen einerseits die Käufe der Zentralbanken, andererseits wächst die Nachfrage in den Schwellenländern immer stärker an. Das Edelmetall bleibt somit unverändert begehrt und kostbar.

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Kürzlich von 'GOLDINVEST.de' veröffentlicht