Newsletter Anmeldung

Investor Expresso

Abonnieren Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter! Somit entgehen Ihnen keine Nachrichten von den 4 wichtigsten Agenturen und von über 20 Börsenbriefen.

Jetzt anmelden

Aktuelle Börsenbriefe

Meldungen von

Dow Jones euro adhoc
HUGIN IRW Press

Der Ölpreis und die Notenbanken

Donnerstag, 08. März 2012 | 16:12

Miriam Kraus - Redaktion Investor Verlag

Wenn Sie sich noch einmal die Grafik im 1.Teil ansehen, dann wird Ihnen bestimmt als erstes der Ausbruch nach unten, zu Beginn des vergangenen Jahres (bis April 2011) auffallen. Damals fiel das Dow/Ölpreis-Ratio bis auf 110 und markiert damit sicher auch eine fröhliche Übertreibung im Ölpreis.

Nur...interessanterweise haben die Ölpreise aktuell schon wieder fast das Preisniveau vom April des vergangenen Jahres erreicht. Trotzdem steht das Dow/Ölpreis-Verhältnis heute höher.

Dafür gibt es nun zwei Erklärungen, die auch eine Interpretation der aktuellen Lage zulassen:

entweder die Übertreibung im Ölpreis ist aktuell gar nicht so hoch wie angenommen

oder es besteht eine Übertreibung in allen Asset-Klassen

Die wahrscheinlichste Antwort ist vermutlich eine Kombination aus beidem. Der ständige Anstieg von Liquidität, muss sich auch in der Entwicklung der Asset-Klassen wiederfinden und weil die Phase der lockeren Geldpolitik noch längst nicht beendet ist, bzw. in Europa und China erst wieder angefangen hat und sich sicher fortsetzen wird, wird dieser Nachfragefaktor aus der Preisentwicklung auch nicht einfach verschwinden.

Das heißt aber nicht, dass nach der letzten Rallye-Phase nicht auch eine Korrektur (wie groß oder klein auch immer) angebracht wäre.

Das heißt aber auch, dass es ab irgend einem Preislevel eine gute Unterstützung geben sollte, die dann im Ölpreis vor allem die Nachfragefaktoren beinhaltet.

Auf welchem Preislevel diese Unterstützung liegt?

Nun, ich halte es da einmal mit dem saudischen Ölminister Ali Al-Naimi, der da sagte, dass Saudi-Arabien durchaus ein Preisziel bei 100 USD pro Barrel anstrebt. Und dass die Kontrollmacht der OPEC über die Ölpreise, insbesondere auch im angespannten Angebotsumfeld, wieder steigt, muss ich ja eigentlich nicht extra erwähnen.

Der weitere springende Punkt ist: mit diesem Preislevel, das vor Jahren noch zu einem Ölpreis-Schock geführt hätte, hat der Markt mittlerweile keine nennenswerten Probleme mehr. Soll heißen, auf diesem Preislevel kommt es sicher nicht zu einem Nachfrageeinbruch aufgrund gestiegener Preise, wie das letzte Jahr beweist.

(...den Notenbanken sei Dank...;-))

So long liebe Leser...so viel für heute....morgen gibt's an dieser Stelle wieder die Optionsstrategien...und ich verabschiede mich für heute und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend...liebe Grüße und bis morgen...

Ihre Miriam Kraus

Artikel weiterlesen

Kürzlich von 'GOLDINVEST.de' veröffentlicht