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Jetzt anmeldenMontag, 19. März 2012 | 06:51
Unter dem Titel „Japan steht vor einer Jahrhundertrallye!“ hatten wir Sie vor knapp einem Jahr auf diesen vergessenen Markt aufmerksam gemacht. Damals traten die Ausmaße der Dreifachkatastrophe, mit der die japanische Volkswirtschaft noch heute kämpft, gerade zu Tage.
Ende März 2011 stellten wir folgende Langfrist-Thesen zum japanischen Markt auf:
1. DER YEN IST MASSIV ÜBERBEWERTET UND WIRD DEUTLICH ABWERTEN!
2. JAPANS RENTENMARKT KIPPT - DIE ZINSWENDE SETZT EIN
3. JAPANISCHE AKTIEN SIND HISTORISCH SEHR GÜNSTIG
Unser damaliges Fazit „Im japanischen Aktienmarkt warten historische Kaufgelegenheiten!“ hat noch heute bestand: Um den Wiederaufbau weiter Landstriche zu stemmen, reagiert das Land mit einer rekordhohen Neuverschuldung. Die Kreditlast erreicht bereits das Doppelte der Wirtschaftsleistung. Investoren wenden sich deshalb seit einigen Wochen vom Yen ab, der gegenüber Euro und US-Dollar eine langfristige Trendwende vollzieht - ein wichtiges Indiz für eine Zeitenwende am japanischen Kapitalmarkt.
Das Ergebnis: Ein steigender Nikkei-Index, denn mit schwächerem Yen nimmt die internationale Wettbewerbsfähigkeit japanischer Unternehmen signifikant zu, die Exporte wachsen…
Und: Mit astronomischen Schuldenständen dürfte Japan schon bald in den Fokus der Ratingriesen geraten, was Japans Rentenmarkt zusetzen würde. Hier wird der Staat selbst zu einem immer größeren Käufer: Zuletzt hatte Japans Notenbank den Kauf von Anleihen im Wert von umgerechnet 100 Mrd. Euro angekündigt, um die Finanzierung von Staat und Unternehmen zu erleichtern - das ist „Quantitative Easing“ (QE) vom Feinsten. Obendrein hat man sich ein Inflationsziel von 1% gesetzt. Mit der expansiven Geldpolitik könnten auch die Tage der Deflation, die Japans Wirtschaft in einem Kreislauf aus fallenden Preisen und stockenden Investitionen hält, endlich gezählt sein.
Das Ergebnis: Ein steigender Nikkei-Index, dank QE und Rückkehr der Inflation.
Unsere Prognose: In den kommenden Quartalen werden zunächst die einheimischen Investoren sukzessive von Anleihen in Aktien umschichten, was den Tokioter Index leicht auf 20.000 Punkte verdoppeln sollte. Bereits ein Nikkei über 18.000 Punkten - dort liegen die Hochpunkte der Rallye von 2007/08 - wäre DAS Signal für die Rückkehr ausländischer Gelder. Dies würde die Rallye zusätzlich beschleunigen. Wir sind uns nach wie vor sicher, dass sich der japanische Aktienmarkt auf 10-Jahres-Sicht vervielfachen wird.
Vor einem Jahr hatten wir unseren Lesern deshalb neben einigen ETF- und Fondsideen auch drei konkrete Blue-Chip-Favoriten aus Japan genannt:
Liegen wir mit unserem Ausblick für Japan richtig, ist im „Land der aufgehenden Sonne“ auf lange Sicht noch deutlich mehr drin. Ausländische Japan-Investoren müssen jedoch stets das Währungsrisiko beachten, denn ein schwächerer Yen würde einen gewissen Teil der Renditen wieder aufzehren!
Mit den besten Grüßen
Ihr Frank Szillat und die Redaktion von www.capital-manager.net
THEMEN der aktuellen Ausgabe:
Seite 1 Marktgeschehen: Japan ein Jahr nach Fukushima – ist die Jahrhundertrallye gestartet?
Seite 3 Nicht mehr „in“? Gold und HUI auf Talfahrt
Seite 4 Orex Minerals: Top-Bohrnews von Barsele
Seite 5 Orsu Metals: Langsam aber sicher interessant
Seite 6 Rückblick / Ausblick: Midway Gold, Diamond Foods, ThaiBev, Brazil Resources & Stanley Gibbons
Seite 9 Capital-Manager-Portfolio
Zur aktuellen Ausgabe:
http://capital-manager.net/downloads/190312-Capital-Manager-Japan_ein_Jahr_nach_Fukushima.pdf
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