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HUGIN IRW Press

Verlierer werden zu Gewinner

Samstag, 11. Februar 2012 | 16:07

Die Verlierer des Vorjahres sind oft die Gewinner des Folgejahren in Emerging Markets. Die ist ein Leitsatz, den Sie auch immer auf meinen Ostbörsen-Seminaren und Vorträgen eingetrichtert bekommen – das nächste findet wieder im Mai in Frankfurt/M statt. Im letzen Jahr brach die Börse Kairo aufgrund des „arabischen Frühling“ und der damit einhergehenden Produktionsausfälle ein. In diesem Jahr zählt die Börse Kairo aber mit einem Plus von 22,4% zu den Top-Performern an den Weltbörsen. Es gibt zwar immer noch Tote bei Auseinandersetzungen wie zuletzt bei einem Fußballspiel, die Wirtschaft scheint sich aber allmählich wieder zu erholen. Zudem sind die Aktien in Ägypten jetzt spottbillig. Die Aktienkurse halbierten sich im letzten Jahr aufgrund des Bürgerkriegs und dem Machtvakuum in 2012, das bisher nur das Militär ausfüllte. Es bleibt jetzt die spannende Frage, ob und wie sich Ägypten demokratisch weiterentwickelt und wer das Machtvakuum füllen wird.

Argentinien stand im letzten Jahr kurz vor eine Default der Anleihen. Die Aktien brachen im letzten Jahr ein. Jetzt konnten die Aktien in Argentinien aber im Januar um 19, 2% zulegen und belegen damit Platz 2 in der Performancerangliste der Weltbörse in 2012.

An dritter Stelle liegt schon die Moskauer Börse mit einem Plus von 13,7% im Januar (und jetzt sogar +15%). Im letzten Jahr war der RTS-Index noch mit über 20%. Aufgrund der eklatanten Unterbewertung sind russische Aktien aber besonders chancenreich, worauf ich Sie auch im monatlich erscheinenden Newsletter EAST STOCK TRENDS hingewiesen habe (Probe –Abo mit 3 Ausgaben per E-mail kostet nur 15 €, bitte jetzt bestellen). Im Jahr waren Stahlaktien mit einem Plus von über 20% besonders gefragt, wobei auch er auch Konsum- und Ölaktien überzeugten.

Die zentralosteuropäischen Börsen konnten im Januar auch alle im zweistelligen Prozentbereich zulegen. Unter den Exotenbörsen in Osteuropa ragte Kasachstan mit einem Plus von 17% hervor, wobei hier besonders Rohstoffwerte nachgefragt waren. Die Aktien aus Kasachstan zählten im letzten Jahr mit einem Minus von 40% noch zu den Top-Verlierern. Auch hier gibt es noch weiteres Erholungspotential.

Auch die Budapester Börse konnte trotz der sehr eigenwilligen, nationalistisch agierenden ungarischen Regierung um 13,5% im Januar zulegen, weil vor allem die Standardwerte MOL Magyar (Öl) und die Sparkasse OTP Bank wegen ihrer Unterbewertung stark nachgefragt waren.

Österreich ist fast zu Hälfte mit Osteuropa verbunden und von daher ist der ATX mittelbar fast ein Osteuropa-Index. Auch der ATX-Index stieg im Januar um 13,3%, nachdem er im letzten Jahr noch zu den Top-Verlieren zählte. Besonders stark konnten sich die Immobilienaktien in Osteuropa erholen. Das CCE Real Estate-Zertifikat der RBS konnte im Januar schon um 24,73% zulegen, Im letzten Jahr war es mit einer Kurshalbierung noch der Top-Verlierer. Auch hier wird also gerade ein Top-Verlierer zu einem Top-Gewinner.

Die Aktien in Griechenland halbierten sich im letzten Jahr, waren jetzt im Januar aber sprunghaft um 12,8% angestiegen. Einige Banken wie die Alpha Bank, wo Katar eingestiegen ist, konnten im Kurs sogar um über 30% zulegen. Hier wird ganz offensichtlich auf eine Einigung mit den westlichen Banken wegen des Schuldenschnitts spekuliert und auch auf die Einigung mit der Troika wegen des nächsten Kredits im Volumen von 130 Mrd €, was aber noch nicht ganz in trockenen Tüchern ist.

Die Börse Istanbul aus der Türkei war im letzten Jahr mit -40% noch einer der Top-Verlierer, im Januar mit einem Plus von 11,5% aber einer der TOP-Gewinner. Im letzten Jahr flossen noch 50 Mrd USD aus dem Emerging Markets ab, in diesem Jahr verzeichneten die Emerging Markets aber schon wieder Kapitalzuflüsse. Auch alle BRIC-Börsen, die letzten Jahr enttäuschen, zählten in diesem Jahr zu dem Gewinnern (Brasilien +11,9%, Moskau -13%, Indien +10,5%, China +5%).

Der DAX schnitt im letzen Jahr mit – 20% wesentlich schlechter ab als der Dow Jones Industrial Index, aber in diesem Jahr überzeugt er im Hoch mit +14%. Am Freitag gab er allerdings aufgrund der noch nicht gelösten Griechenland-Problematik um 1,41% auf 6692 Indexpunkte nach. Aber auch in diesem Fall wird ein Top-Verlierer aus 2011 zu einem Top-Gewinner in 2012.

Viele Privatanleger waren zu Jahresbeginn noch sehr zurückhaltend und trautem dem Braten nicht. Sie sahen nur die Risiken, nicht aber die großen Erholungschancen. Die Gewinner waren die mutigen Institutionellen Anleger, die schnell die Seite wechseln. Mit dem Börsenstart können wir alle sehr zufrieden sein, denn die Schuldenproblematik in Südeuropa wird uns alle noch weiter beschäftigen. Nach Griechenland wird demnächst der nächster Wackelkandidat Portugal auf die nächste Belastungsprobe gestellt.

Sie sollten nach dem steilen Kursanstieg jetzt besonders die Markttechnik beachten, die ich Ihnen recht ausführlich im neuen EAST STOCK TRENDS beschreibe, der gerade erschienen ist. Wie Sie sich jetzt konkret verhalten sollen und auch welche Aktien in Osteuropa aussichtsreich sind, können Sie nachlesen, wenn Sie jetzt ein Probe Abo- des monatlich erscheinenden Börsenbriefes EAST STOCK TRNDS (3 Ausgaben per e-mail für nur 15 €) unter www.eaststock.de bestellen. Der nächste EST erscheint nächste Woche mit allen aktuellen News zu den Welt- und Ostbörsen. Dort können Sie auch einen ausführlichen Ausblick nachlesen mit konkreten Empfehlungen.

Da die Märkte sehr volatil sind, sollten Sie im Moment mehr trading-orientiert agieren. Welche Aktien Sie jetzt kaufen oder verkaufen sollten, können Sie der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min) entnehmen. Verpassen Sie jetzt die guten Trading-Chancen nicht!

TV+Radio-Hinweise: Andreas Männicke wird am 13. 2012 Februar im DAF (www.anleger-fernsehen.de) von Brigitte Bauer über die Chancen in Russland vor der Wahl befragt. Andreas Männicke wurde am 23. und 28. Dezember 2011 von der Deutsche Welle und am 21. Dezember 2011 in NTV/Telebörse über die Investmentchancen in Russland im nächsten Jahr befragt. Sie können die Interviews jetzt unter www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen. Aktuelle Markteinschätzen erhalten Sie täglich auf der Ostbörsen-Hotline unter Tel 09001-8614001(1,86 €/Min) und im monatlich erscheinenden Börsenbrief EAST STOCK TRENDS (Probe-Abo: 3 Ausgaben für nur 15 €; bestellen Sie jetzt unter www.eaststock.de).

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Kürzlich von 'Andreas Männicke' veröffentlicht