
Der eskalierende US‑Iran‑Krieg hat Erschütterungen auf den globalen Energiemärkten ausgelöst und die Straße von Hormus zu einem volatilen Nadelöhr gemacht.
Da etwa ein Fünftel der weltweiten Erdölprodukte gefährdet ist, stiegen Brent-Rohöl-Futures kürzlich an einem einzigen Tag um 24 % – der dramatischste Sprung seit den Lockdowns 2020.
Da die Angebotsunsicherheit anhält, sehen Analysten von Goldman Sachs eine bedeutende Chance im Osten.
Für Anleger, die sich gegen geopolitische Instabilität absichern wollen, zeichnen sich zwei chinesische Energie-Giganten, CNOOC und PetroChina, als erstklassige „Buy“-Kandidaten ab, die vor einem deutlichen Cashflow‑Wachstum stehen.
CNOOC: Das Offshore‑Kraftzentrum, das die Entwicklung anführt
China National Offshore Oil Corporation (CNOOC) ist in guter Position, vom „Risikoaufschlag“ zu profitieren, da die Ölpreise über $115 steigen.
Im Gegensatz zu inländischen Wettbewerbern, die mit den geringen Margen der Raffination jonglieren, liegt CNOOCs Kerngeschäft im reinen Exploration‑ und Produktionsgeschäft (E&P).
Dieser Upstream‑Fokus ermöglicht es dem Unternehmen, von steigenden Ölpreisen nahezu unmittelbar zu profitieren.
Laut Goldman Sachs könnte selbst wenn Brent im Jahresdurchschnitt bei etwa $85 liegt, der Jahres‑Cashflow von CNOOC um mehr als 10 % steigen.
Vor diesem makroökonomischen Hintergrund hält die Investmentbank die CNOOC‑Aktie für „relativ unterbewertet im Vergleich zu Peers in entwickelten Märkten“ wie Exxon und Chevron.
Für Anleger ergibt sich eine Geschichte der Widerstandsfähigkeit – obwohl das US‑Finanzministerium seit 2021 bestimmte Käufe von CNOOC‑Aktien eingeschränkt hat, bleiben die Fundamentaldaten des Unternehmens äußerst solide.
Als größter Ölimporteur der Welt priorisiert China seine nationale Energiesicherheit, und CNOOCs Expertise in der Offshore‑Bohrtechnik bietet einen wichtigen Puffer gegen Versorgungsstörungen aus dem Nahen Osten.
Mit einer schlanken Kostenstruktur und einem „Buy“‑Rating großer Institute ist CNOOC ein starkes Investment für diejenigen, die auf ein anhaltend hohes Preisniveau setzen.
PetroChina: Diversifizierte Stärke in volatilen Zeiten
Während CNOOC auf See dominiert, bietet PetroChina einen umfassenderen, integrierten Ansatz für die Energiekrise.
Als eines der staatlichen „Big Three“ Chinas reicht das Geschäft von der inländischen Förderung bis zu umfangreichen Raffinerie‑ und Vertriebsnetzen. Diese Integration ist entscheidend, da der Iran‑Krieg den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zum Stillstand bringt.
Weil PetroChina einen erheblichen Teil der chinesischen inneren Energieinfrastruktur kontrolliert, ist das Unternehmen einzigartig positioniert, um die „Angebotsunsicherheit“ zu managen, die US‑Rohöl zu seinem größten Wochengewinn in der Geschichte geführt hat.
Goldman Sachs hebt hervor, dass der Free Cashflow von PetroChina im zweistelligen Bereich wachsen dürfte, selbst wenn die Preise sich deutlich unter den aktuellen Spitzen stabilisieren.
Für westliche Portfolios ist entscheidend, dass PetroChina nicht denselben US‑Investitionsbeschränkungen wie CNOOC unterliegt, wodurch es ein leichter zugängliches Vehikel ist, um vom Wachstum des asiatischen Energiesektors zu profitieren.
Während Raffinerien wie Sinopec mit einem „Mechanismus zur Berechnung einer inländischen Produktobergrenze“ kämpfen, der steigende Frachtraten nicht berücksichtigt, bieten PetroChinas umfangreiche Upstream‑Assets eine natürliche Absicherung.
Die Fähigkeit des Unternehmens, den Betrieb aufrechtzuerhalten, trotz Berichten, dass China „die größten staatlichen Ölraffinerien angewiesen hat, die Exporte von Diesel und Benzin auszusetzen“, unterstreicht seine Rolle als Eckpfeiler der nationalen Sicherheit und macht es zu einer „Pflichtaktie“ in dieser geopolitischen Neuausrichtung.
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