
Der S&P 500 Index stieg letzte Woche auf ein Rekordhoch und setzte damit einen Aufwärtstrend fort, der am 30. März begann, als er auf $6,315 abstürzte. Er stieg auf ein Allzeithoch von $7,398 und fügte Billionen Dollar an Wert hinzu.
Dieser Artikel zur Rallye untersucht potenzielle Katalysatoren für den Index und seine ETFs wie VOO, SPY und SPYM.
S&P 500 Index reagiert auf wichtige Unternehmensgewinne
Unternehmensgewinne sind die wichtigsten Treiber der derzeitigen Rallye des S&P 500 Index.
Daten von FactSet zeigen, dass das durchschnittliche Gewinnwachstum der 89 % der S&P-500-Unternehmen, die ihre Zahlen veröffentlicht haben, 27,7 % beträgt.
Das ist eine hohe Zahl und mehr als doppelt so hoch wie die Erwartungen der Analysten.
Die meisten Unternehmen verzeichneten starkes Gewinnwachstum, wobei Spitzenbanken wie Goldman Sachs und Morgan Stanley durch Handelsaktivitäten Rückenwind erhielten.
Viele Unternehmen verzeichnen außerdem einen deutlichen KI‑Schub in ihren Gewinnberichten.
Während einige große US-Unternehmen diese Woche ihre Zahlen veröffentlichen, werden die Auswirkungen auf den S&P 500 Index voraussichtlich relativ begrenzt sein.
Hauptsächlich zu beobachten ist diese Woche Applied Materials, ein Unternehmen mit einem Marktwert von $369 Milliarden, das seine Zahlen am Donnerstag veröffentlicht.
Ross Stores, Bath and Body Works, Under Armour, Aramark und Zebra Technologies werden ebenfalls berichten.
In der nächsten Woche werden weitere große und folgenreiche Unternehmen ihre Quartalszahlen veröffentlichen. NVIDIA, das größte Indexunternehmen, veröffentlicht seine Zahlen am Mittwoch, während Walmart am folgenden Tag berichtet.
Weitere wichtige Beobachtungen in der nächsten Woche sind Deere, Workday, Zoom, Cisco, TJX, Analog Devices und Home Depot.
US-Verbraucherpreisindex (CPI)-Daten
Ein weiterer wichtiger Katalysator für den S&P 500 Index und seine ETFs wird der anstehende US-Verbraucherpreisindex (CPI) sein, der diese Woche am Dienstag veröffentlicht wird.
Diese Zahlen erscheinen, während die Energiepreise erhöht bleiben, wobei der durchschnittliche Benzinpreis auf $4.25 gestiegen ist.
Analysten warnen, dass die Preise angesichts erhöhter Lagerabbauten und mit dem Herannahen der Fahrsaison weiter steigen werden.
Gleichzeitig könnte die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft in teilnehmenden Staaten Druck auf verschiedene Preise ausüben. Lebensmittel, Flugpreise und andere Posten dürften im Zeitverlauf weiter anziehen.
Wall-Street-Analysten erwarten, dass der anstehende Bericht zeigt, dass der Gesamtverbraucherpreisindex im April auf 3,6 % gestiegen ist gegenüber 3,3 % im März.
Das ist ein Zeichen dafür, dass diese Zahlen sich weiter vom 2,0 %-Ziel der Federal Reserve entfernen.
Der Bericht erscheint wenige Tage nachdem die USA einen stärker als erwartet ausgefallenen Beschäftigungsbericht veröffentlichten.
Laut dem Bureau of Labor Statistics wurden im April über 115.000 Arbeitsplätze geschaffen, während die Arbeitslosenquote unverändert bei 4,3 % blieb.
US‑Iran‑Krieg: Aktuelles
Die ETFs SPY, VOO und SPYM werden diese Woche auch auf alle Details zum US‑Iran‑Krieg reagieren. Letzte Woche übergaben die USA Iran einen einseitigen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus.
Dieser Vorschlag sieht vor, dass die USA ihre Blockade der Straße im Gegenzug dafür aufheben, dass Iran seine Sperrmaßnahmen beendet.
Am Freitag sagte Trump, er erwarte Irans Antwort „heute Abend“. Iran hat jedoch noch nicht geantwortet, ein Zeichen dafür, dass Beamte und die IRGC mehr wollen.
Analysten gehen davon aus, dass Iran es nicht eilig hat, den Krieg zu beenden. Zum einen haben US‑Geheimdienstberichte festgestellt, dass Iran seine Offensivfähigkeiten beibehält, während die US‑Bestände deutlich zurückgegangen sind.
Es gibt außerdem Berichte, dass Trump das Interesse am Krieg verloren habe und über Irans Zurückhaltung, ihn zu beenden, verärgert sei.
Jede neue Meldung zum Krieg wird Auswirkungen auf den Aktienmarkt haben. Allerdings sind die Auswirkungen inzwischen vergleichsweise gedämpft, ein Hinweis darauf, dass Investoren weitgehend darüber hinweggekommen sind.
So reagiert der Aktienmarkt, wenn ein schwarzer Schwan eintritt.
Beispielsweise stürzte der US‑Aktienmarkt zu Beginn der COVID‑19‑Pandemie und des Russland‑Ukraine‑Kriegs zunächst stark ab und erholte sich dann deutlich, als die Anleger die neue Normalität annahmen.
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