Wirecard-Aktie: Herrscht hier das Chaos?

Wirecard kämpft derzeit um nicht weniger als das Überlegen. Letzteres will der Insolvenzverwalter durch einen Verkauf des Kerngeschäfts sichern, die Verhandlungen dazu sind mittlerweile allerdings sehr zäh geworden. Das wirkte sich auch auf die Aktie des Zahlungsdienstleisters aus, wenngleich diese seit der Insolvenzankündigung ohnehin schon tief im Kurskeller notiert. Aktuell wird die Lage nicht besser. Stattdessen wurde heftige Kritik am Insolvenzverwalter aus den Reihen der verbliebenen Angestellten laut. Die fühlen sich im Stich gelassen und bescheinigen dem namhaften Michael Jaffé ein unprofessionelles Vorgehen.

Deutlicher geht es kaum

Gegenüber dem „Handelsblatt“ fand eine Angestellter von Wirecard deutliche Worte für die aktuelle Situation. Insolvenzverwalter Jaffé habe in den letzten Monaten nie das Gespräch mit den Mitarbeitern gesucht und es gab weder eine Betriebsversammlung noch Videokonferenzen. Dadurch entstehe bei den Mitarbeitern der Eindruck, dass diese dem Insolvenzverwalter schlicht egal seien. Aus offensichtlichen Gründen wollte der Mitarbeiter des Zahlungsdienstleisters anonym bleiben und seinen Namen lieber nicht in einer Zeitung lesen.

Die Mitarbeiter tappen im Dunkeln

Ebenfalls nicht gut an kommt bei den Mitarbeitern das Kommunikationsverhalten, welches derzeit an den Tag gelegt wird. So gibt es Berichte, wonach die Wirecard-Angestellten lediglich aus der Presse über den laufenden Verkaufsprozess auf dem Laufenden gehalten werden und von Seiten der Insolvenzverwaltung darüber überhaupt nichts erfahren. Außerdem wird angekreidet, dass frühzeitig viele Spezialisten entlassen worden seien, die nun wieder händeringend gesucht werden. Sollten die Vorwürfe auch nur teilweise den Tatsachen entsprechen, wäre das schon fast eine Bankrott-Erklärung für die Insolvenzverwaltung.

Das hilft nicht weiter

Wenngleich die Auswirkungen auf die Wirecard-Aktie gering sein dürften, so sind derartige Neuigkeiten auch nicht unbedingt etwas, was den anhaltenden Abwärtstrend in irgendeiner Weise bremsen oder gar aufhalten würde. Am Mittwoch blickten die wenigen verbliebenen Anleger mal wieder auf rote Vorzeichen, als es für Wirecard um 1,8 Prozent abwärts ging. Mittlerweile werden die Anteile des Zahlungsdienstleisters zu je nur noch 0,60 Euro gehandelt mit einem klaren Kurs in Richtung Bedeutungslosigkeit.

[Finanztrends]

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