How Irish police accessed a lost bitcoin wallet once thought unreachable

Irische Behörden haben wieder Zugriff auf ein Bitcoin-Wallet erhalten, das lange als dauerhaft gesperrt galt – ein seltener Fall, der Annahmen über verlorene Privatschlüssel in Frage stellt.

Das Criminal Assets Bureau bestätigte, dass es ein Wallet mit 500 Bitcoin beschlagnahmt habe, das nun mehr als $35 million wert ist.

Die Mittel standen in Verbindung mit einem verurteilten Drogenhändler und waren über Jahre unzugänglich, nachdem davon ausgegangen worden war, dass die Zugangscodes verloren seien.

Die Wiedererlangung wurde vom European Cybercrime Centre von Europol unterstützt, das technische Expertise bereitstellte und die grenzüberschreitende Koordination übernahm.

Role of Europol support

Das Criminal Assets Bureau erklärte, es habe mit Unterstützung von Europol auf das Wallet zugegriffen; Europol habe operative Treffen in seinem Hauptquartier in Den Haag abgehalten.

Die Agentur stellte den Ermittlern und Analysten zudem fortgeschrittene technische Expertise und Entschlüsselungsressourcen zur Verfügung.

Die Behörden beschrieben den Vorgang als hochspezialisiert, erforderlich sei eine enge Abstimmung zwischen Strafverfolgung und Cyber-Experten.

Solche Fälle erfordern typischerweise detaillierte forensische Arbeit, insbesondere wenn Zugangsdaten nicht mehr verfügbar sind.

Origin of lost Bitcoin holdings

Das wiedererlangte Wallet ist Teil eines größeren Bestands, der mit Clifton Collins in Verbindung steht; Collins wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt, weil er Cannabis anbaute und verkaufte.

Berichten der Irish Times zufolge kaufte Collins zwischen Ende 2011 und Anfang 2012 rund 6.000 Bitcoin mit Erlösen aus seinem Drogenhandel.

Er lagerte die Privatschlüssel auf einem einzelnen A4-Blatt, das im Aluminiumdeckel eines Angelrutenetuis in seiner Mietwohnung versteckt war.

Nach seiner Verhaftung im Jahr 2017 wurde die Wohnung vom Vermieter geräumt und die Gegenstände entsorgt.

Collins sagte später, das Angelrutenetui sei gestohlen worden, bevor dies geschah.

Das Verschwinden der Schlüssel führte dazu, dass die Mittel zunächst als dauerhaft unzugänglich galten.

Blockchain data and wallet movement

Am Dienstag meldete die Blockchain-Intelligence-Plattform Arkham Aktivität von einem Wallet mit der Bezeichnung „Clifton Collins: Lost Keys.“

Das Wallet transferierte 500 Bitcoin an Coinbase Prime und verzeichnete damit seine erste Bewegung seit mehr als einem Jahrzehnt.

Daten von Arkham zeigen, dass Collins mit 14 Adressen verbunden ist, deren kombinierte Bestände rund 5.500 Bitcoin betragen und mit über $391 million bewertet werden.

Die jüngste Überweisung deutet darauf hin, dass zumindest ein Teil dieser Bestände nun zugänglich ist.

Die Bewegung unterstreicht zudem, wie die Transparenz der Blockchain Analysten erlaubt, Aktivitäten zu verfolgen, selbst wenn der direkte Zugang zu Wallets verloren ging.

Rare case of crypto recovery

In den meisten Fällen führt der Verlust eines Bitcoin-Privatschlüssels aufgrund der Konstruktion der Public-Key-Kryptographie zu einem dauerhaften Verlust der Mittel.

Ohne die richtigen Zugangsdaten ist ein Zugriff nicht möglich, und eine Wiederherstellung gilt allgemein als nicht machbar.

Dieser Fall sticht hervor, weil die Behörden die Kontrolle über Vermögenswerte zurückgewinnen konnten, die zuvor als unerreichbar galten.

Er zeigt, wie Fortschritte in technischen Fähigkeiten und grenzüberschreitende Kooperation die Herangehensweise der Strafverfolgung bei Kryptowährungs-Ermittlungen prägen.

Laut The Guardian wurde Collins 2017 nach einer Polizeidurchsuchung seines Autos und dem Auffinden von Cannabis festgenommen.

Trotz Bemühungen, seine Bestände auf mehrere Wallets zu verteilen, ist ein Teil der Vermögenswerte nun erfolgreich zugänglich gemacht und beschlagnahmt worden.

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