
Der Nikkei 225 Index blieb am Montag auf einem Rekordhoch und setzte damit die Rally fort, die Ende März begann, als er bei $50,613 gehandelt wurde. Er notierte bei ¥62,677, während Händler diese Woche auf wichtige Ereignisse blickten. Dieser Artikel beleuchtet einige der wichtigsten Katalysatoren, die japanische Aktien diese Woche bewegen könnten.
Nikkei 225 Index reagiert auf Ergebnisberichte japanischer Banken
Der Nikkei 225 Index legte diesen Monat zu, nachdem einige der größten japanischen Unternehmen ihre Ergebnisse veröffentlichten. Zu den wichtigsten gehörten Unternehmen wie Sony, Nintendo, Nippon Telegraph und Japan Tobacco.
Diese Woche wird entscheidend sein, da die größten Banken des Landes ihre Zahlen veröffentlichen. Diese Zahlen erscheinen, während sich viele von ihnen auf Rekordhöhen befinden, gestützt durch die vergleichsweise hohen Zinsen.
Sumitomo Mitsui Financial wird diese Woche als erste große Bank ihre Ergebnisse veröffentlichen. Es folgen Spitzenhäuser wie Mitsubishi UFJ Financial und Mizuho Financial, die ihre Zahlen am Freitag vorlegen werden.
Neben diesen Banken werden auch andere große japanische Unternehmen ihre Zahlen veröffentlichen. Am bemerkenswertesten ist Softbank, das am Mittwoch berichtet. Die Softbank-Aktie ist in den vergangenen Monaten stark gestiegen aufgrund ihrer Stellung in der KI-Branche, in der sie zu einem der wichtigsten Namen geworden ist, unter anderem durch Beteiligungen an OpenAI.
Weitere große japanische Unternehmen, die zu beobachten sind, sind Takeda, Mitsubishi Estate, Nippon Steel, Panasonic, Mitsubishi Heavy Industries und Sumitomo Electric.
Japanische Aktien reagieren auf das Protokoll der Bank of Japan
Ein weiterer wichtiger Katalysator für den Nikkei 225 Index wird von der Bank of Japan kommen, die das Protokoll der letzten Sitzung veröffentlichen wird. Wie weithin erwartet, entschied die Notenbank in dieser Sitzung, die Zinssätze unverändert zu lassen.
Das Protokoll, das am Dienstag erscheint, wird mehr Informationen dazu liefern, was in diesem Jahr zu erwarten ist, da die Inflation steigt. Aktuelle Daten zeigten, dass der Headline-Verbraucherpreisindex (CPI) im März auf 1,5% von zuvor 1,3% gestiegen ist, da die Energiepreise anstiegen.
Daher ist es wahrscheinlich, dass die Notenbank, wie vom IWF empfohlen, später in diesem Jahr eine Zinserhöhung in Betracht ziehen wird. Das kommende Protokoll wird dazu mehr Aufschluss geben.
Zudem werden die Märkte auf wichtige makroökonomische Daten reagieren, darunter private Konsumausgaben und die Leistungsbilanz.
Aktuelle Entwicklungen im Konflikt USA–Iran
Japanische Aktien reagieren sehr sensibel auf den andauernden US‑Iran‑Konflikt, der nun in den 70. Tag geht. Dieser Krieg hat die Rohölpreise nach oben getrieben, wobei Brent und West Texas Intermediate auf über $100 gestiegen sind.
Neueste Meldung: Iran hat seine Antwort auf die von den USA vorgelegten Vorschläge eingereicht. In einer Erklärung, nachdem die USA sie erhalten hatten, sagte Donald Trump, ihm gefalle die Antwort nicht. Das deutete darauf hin, dass Iran mit maximalistischen Forderungen reagiert habe, die die USA nicht akzeptieren werden.
In einer weiteren Erklärung wies Israels Benjamin Netanyahu darauf hin, dass der Iran‑Konflikt noch nicht beendet sei. Dementsprechend besteht die Möglichkeit, dass die beiden Länder in den kommenden Tagen Angriffe starten, um den Iran zu Verhandlungen zu bewegen.
Eine solche Entwicklung wäre bärisch für den Nikkei 225 Index, da sie die Rohölpreise deutlich weiter nach oben treiben würde.
Trump‑Xi‑Gipfel
Unterdessen reist Präsident Donald Trump diese Woche nach Peking zu einem der am aufmerksamsten verfolgten Gipfeltreffen. Händler werden den Gipfel und die Vereinbarungen der beiden Staatschefs genau beobachten.
Trump wird Xi Jinping voraussichtlich dazu drängen, den Druck auf Iran zu erhöhen, damit die Straße von Hormuz wieder geöffnet wird. Er wird zudem Verpflichtungen in Bezug auf Seltene‑Erden‑Materialien einfordern. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass die beiden die laufenden China‑Japan‑Beziehungen diskutieren, die sich in den letzten Monaten verschlechtert haben.
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