
Netflix (NASDAQ: NFLX) bleibt im Fokus, nachdem der Konkurrent Paramount Skydance (NASDAQ: PSKY) ein aggressives Gebot von 108,4 Milliarden US-Dollar für die Vermögenswerte von Warner Bros. Discovery (NASDAQ: WBD) abgegeben hat.
Netflix hatte zuvor zugestimmt, 83 Milliarden Dollar für die Film- und Streaming-Vermögenswerte von WBD zu zahlen.
Aber wird sie jetzt die Messlatte höher setzen, um mit Paramount härter zu konkurrieren? Nur die Zeit wird es zeigen.
Mitten im Bieterwettstreit sagt der ehemalige MTV-Präsident Michael Wolf jedoch, dass der Kauf dieser Vermögenswerte für NFLX nicht optional sei, wie viele glauben – es sei tatsächlich ein “Muss” für den Streaming-Riesen.
Zum Zeitpunkt des Schreibens liegt die Netflix-Aktie fast 30 % im Minus gegenüber ihrem bisherigen Jahreshoch.
Warum Netflix WBD-Vermögenswerte erwerben muss
Im Gespräch mit CNBC hob Wolf die Bedeutung globaler Franchises hervor, da er die Ansicht sei, dass Netflix die WBD-Vermögenswerte übernehmen müsse, um seine Dominanz im Streaming-Bereich zu festigen.
“Um im Streaming erfolgreich zu sein, braucht man globale Franchises, die wirklich überall funktionieren.”
Netflix’ Ruf basiert auf Originalprogrammen, doch im Vergleich zu etablierten Studios fehlt ihm die Tiefe universell anerkannter Franchises, die sich über Märkte hinweg bewegen können.
WBD bringt ikonische Marken und Blockbuster-Franchises mit, die weltweit als beliebt gelten.
Diese Franchises ziehen nicht nur Abonnenten an, sondern schaffen auch kulturelle Momente, die die Markenloyalität stärken.
Kurz gesagt: Bekannte, großbudgetierte Franchises positionieren NFLX so, dass es mit Kurzformat-Videos und Gaming konkurrieren kann, und der Kauf von WBD-Assets würde bedeuten, diese Pipeline an resonanten Inhalten zu sichern, die den Wettbewerbsvorteil stärken.
Netflix hinkt beim Programmvolumen hinterher
Laut Wolf braucht Netflix “große Programmvolumen”, um die dominierende Kraft im Streaming zu bleiben.
NFLX bietet derzeit insgesamt nur 7.000 Titel an, verglichen mit 25.000 auf Amazon und 70.000 auf Fox Tubi.
Die 4.000 auf HBO Max unter sein Dach zu bringen, ist daher nicht optional, sondern für Netflix eine Notwendigkeit.
Es wird seinen Katalog erweitern und helfen, mit Konkurrenten Schritt zu halten, die ihr Angebot schnell ausbauen.
Tatsächlich läuft ohne WBD das an der Nasdaq notierte Unternehmen Gefahr, in Bezug auf die Gesamtbreite der Inhalte auf seiner Plattform übertroffen zu werden.
Alles in allem kann Netflix Inc. durch die Übernahme der Vermögenswerte von Warner Bros. Discovery die Lücke schließen und sicherstellen, dass es weiterhin die bevorzugte Plattform für erweiterte Seherlebnisse bleibt.
Warum Netflix es sich nicht leisten kann zu warten
In “Squawk Box” stimmte Wolf zu, dass “Netflix vorerst der Standard” im Streaming ist – aber auch die Rivalen stehen nicht still.
Amazon und YouTube investieren stark in Live-Sport, während Peacock und Paramount bereits Sportrechte besitzen, die Netflix fehlen.
Die Ressourcen von WBD werden die Sportlücke nicht lösen, aber sie werden Netflix’ Position im Bereich der geskripteten Unterhaltung stärken.
Wolf wies die Ansicht zurück, dass Netflix Inc. lediglich durch regulatorische Verzögerungen Zeit kaufe, und betonte stattdessen, dass die Überschneidung zwischen Netflix- und HBO-Abonnenten relativ gering sei – nur etwa 30 %.
Das bedeutet, dass die Übernahme seine Reichweite erweitern würde, anstatt seine Basis zu kannibalisieren.
In seinen Worten: “Das Unternehmen, das schnell zum Monopol wird, ist YouTube”, nicht Netflix.
Für Netflix bedeutet die Sicherung von WBD, seine Dominanz im Langform-Storytelling zukunftssicher zu machen und sicherzustellen, dass WBD der Elefant im Raum bleibt, auch wenn die Wettbewerber diversifizieren.
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