
Super Micro Computer Inc (SMCI) setzt Zugewinne fort, nachdem der KI-Server-Hersteller erklärte, er habe aktiv mit taiwanesischen Behörden zusammengearbeitet, um eine illegale Schmuggelaktion abzufangen.
In seiner Pressemitteilung schrieb das Unternehmen, es habe den Strafverfolgungsbehörden geholfen, drei Verdächtige festzunehmen und 50 täuschend erworbene Server zu beschlagnahmen, die für den eingeschränkten chinesischen Markt bestimmt waren.
Ein Verkauf an einen „authorisierten Wiederverkäufer“ folgte einem Prüfverfahren, das die geltenden staatlichen Anforderungen übertraf, wodurch die Verantwortung eindeutig auf nachgelagerte 3rd-Parteien gelegt wurde, fügte das Unternehmen hinzu.
Inklusive der heutigen Gewinne hat sich die SMCI-Aktie in etwas mehr als zwei Monaten mehr als verdoppelt.
Bedeutung der Bekanntgabe für die Supermicro-Aktie
Monatelang kämpfte Supermicro gegen ein schädliches Wahrnehmungsproblem: Das Unternehmen galt als von einer systemischen Kultur der Nachlässigkeit bei Exportkontrollen geprägt.
Im März nannte eine Anklageschrift drei Personen mit enger Verbindung zu SMCI, darunter ein Vorstandsmitglied und ein in Taiwan ansässiger Vertriebsleiter, die angeblich zusammengearbeitet hätten, um Nvidia-basierte KI-Server nach China zu leiten, ohne die erforderlichen US-Exportlizenzen einzuholen.
Diese Anklageschrift ließ die SMCI-Aktien einbrechen und löste eine Welle von Wertpapier-Sammelklagen aus. Die heutige Mitteilung kontert diese Darstellung jedoch direkt.
Durch die proaktive Kooperation mit taiwanesischen Behörden und die Veröffentlichung der Festnahmen zeigt SMCI, dass es jetzt Teil der Lösung ist – nicht des Problems.
Das ist ein subtiler, aber strategisch wichtiger Unterschied, der für institutionelle Investoren, Regulierungsbehörden und vor allem für Nvidia von enormer Bedeutung ist, da die fortgesetzte Partnerschaft zentral für Supermicros gesamtes Geschäftsmodell ist.
Warum SMCI-Aktien 2026 weiterhin kaufenswert sind
Abgesehen von der heutigen Compliance‑Meldung festigt sich das fundamentale Bild bei Super Micro Computer.
Im zuletzt berichteten Quartal meldete SMCI $10.2 billion Umsatz, eine sequenzielle Steigerung der Bruttomarge um 360 Basispunkte auf 9.9%, und bereinigte Gewinne je Aktie von $0.84 – ein Anstieg von beeindruckenden 171% gegenüber dem Vorjahr.
Das Management prognostizierte für das Gesamtjahr mindestens $39 million Umsatz und bekräftigte damit, dass SMCI weiterhin gut positioniert ist, vom enormen Ausbau der KI-Infrastruktur bei Hyperscalern und Neocloud-Kunden zu profitieren.
Außerdem notieren Supermicro-Aktien derzeit bei etwa dem 17‑fachen der erwarteten Gewinne (17x), womit sie deutlich günstiger bewertet sind als der Erzrivale Dell Technologies.
Wie Wall Street empfiehlt, Supermicro zu handeln
Zusammenfassend ist Supermicro mit Sitz in San Jose noch nicht vollständig „sauber“.
Die Klagen sind weiterhin anhängig, die umfassendere Untersuchung zu Exportkontrollen ist nicht abgeschlossen, und die Bruttomargen – wenn auch im Aufwärtstrend – sind für ein Unternehmen, das in einem wettbewerbsintensiven KI-Server-Markt gegen Dell, HPE und direkte OEMs operiert, weiterhin dünn.
Dennoch ernannte SMCI kürzlich Matthew Thauberger zum neuen Chief Revenue Officer und Vik Malyala zum neuen Chief Business Officer, was den bewussten Versuch widerspiegelt, die kommerziellen Abläufe zu „professionalisieren“ und zu „diversifizieren“.
Und obwohl das Konsens-Rating für die Supermicro-Aktie derzeit nur bei „halten“ liegt, reichen die Kursziele aktuell bis zu $50, was von hier aus weiteres Aufwärtspotenzial von rund 20% signalisiert.
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