SpaceX hat seinen IPO-Prospekt eingereicht und zielt auf eine Nasdaq-Notierung unter dem Tickersymbol SPCX mit einer Bewertungsuntergrenze von $1.8 trillion und einer Kapitalaufnahme von $75 billion ab, was das „größte“ öffentliche Angebot der Geschichte bedeuten würde.

Und obwohl das ein seismischer Moment für die Raumfahrtbranche ist, ist für Inhaber von Virgin Galactic (SPCE)-Aktien wichtiger zu analysieren, was mit dem kleineren, härteren Wettbewerber passiert, sobald der Gigant den Markt betritt.

Der SpaceX-IPO hebt die Virgin Galactic-Aktie – vorerst

Das ist eine Dynamik, die an der Wall Street selten klar ausgesprochen wird: Wenn ein Branchentitan an die Börse geht, steigen die Aktien kleinerer Akteure desselben Sektors in Erwartung dessen.

Genau das ist in den letzten Handelssitzungen mit SPCE-Aktien zu beobachten.

Da SpaceX noch nicht gelistet ist, kaufen Investoren liquide Proxy-Titel, darunter Intuitive Machines, Rocket Lab und Virgin Galactic.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt SPCE mehr als 150 % über seinem Jahrestief – gestützt durch den IPO-Halo von SpaceX und die Beilegung von zwei langjährigen derivativen Aktionärsklagen.

Einfach ausgedrückt: Die Dynamik ist echt – sie könnte jedoch von begrenzter Dauer sein.

Was mit SPCE-Aktien passiert, sobald SpaceX live geht

Interessanterweise kann der gleiche Katalysator, der die Virgin Galactic-Aktie in jüngster Zeit angeschoben hat, bis Ende Juni zur größten Gegenkraft werden.

Sobald SpaceX notiert ist, dürfte Kapital aus Stellvertretertiteln wie SPCE abziehen und direkt in SpaceX fließen – womit der IPO-Halo schließlich zu einem bärischen Katalysator würde.

Die Fundamentaldaten verstärken dieses Rotationsrisiko sogar noch.

Starlink, die Satelliten-Internet-Einheit des Giganten, bedient nun 10.3 million users in 164 Ländern, generiert $3.26 billion Umsatz pro Quartal und wirft alle drei Monate $1.19 billion operativen Gewinn ab.

Das ist eine Größenordnung und Profitabilität, die Virgin Galactic schlicht nicht erreichen kann.

SPCE verzeichnete für Q1 einen Nettoverlust von $65 million und bereitet sich weiterhin auf Flugtests seines neuen Delta-Klasse-Raumschiffs im dritten Quartal vor, mit etwa 650 Ticketreservierungen in den Büchern.

Wenn Investoren die Wahl haben zwischen einem raketenbetriebenen Unternehmen mit $1.8 trillion Umsatzpotenzial und einem Weltraumtourismus-Startup mit Vorverkäufen, das noch sein erstes nächstgeneratives Fahrzeug zusammenbaut, fällt die Rechnung nicht zugunsten des Letzteren aus.

Wie man sich gegenüber Virgin Galactic vor dem SpaceX-IPO positioniert

Virgin Galactic ist ein umsatzloses, mit hohem Cash-Burn operierendes Luft- und Raumfahrtunternehmen, das in seinem Jahresbericht 2025 einen Hinweis auf Fortbestehensunsicherheit ausgewiesen hat.

Das ist kein Warnsignal, das man einfach übergehen sollte – es ist das Unternehmen selbst, das darauf hinweist, dass die Risiken existenziell sind. Dennoch gibt es einen realen Katalysator am Horizont.

Wie bereits erwähnt, soll SPCE im Q3 mit Flugtests seines ersten Delta-Klasse-Raumschiffs beginnen, die raketengetriebene Raumfahrt ist für das vierte Quartal anvisiert.

Tickets sind außerdem wieder zum Preis von $750,000 pro Sitz im Verkauf.

Wenn das Delta-Programm seine Meilensteine erreicht und das an der NYSE gelistete Unternehmen beginnt, tatsächliche Umsätze zu erzielen, ändert sich die Investmentthese erheblich.

Gleichzeitig, da SpaceX kurz davorsteht, enormes institutionelles Kapital zu absorbieren, steht die SPCE-Aktie vor einem „heftigen Kampf“ um die Aufmerksamkeit der Investoren.

Das ist ein spekulatives Investment ausschließlich für risikotolerante Anleger – kein Überzeugungskauf für Vorsichtige.

The post Was der SpaceX-IPO wirklich für Virgin Galactic bedeutet appeared first on Invezz