
Der Wettlauf um die Vorherrschaft im Halbleiterbereich hat eine unerwartete Wendung genommen. Prominente Akteure unterstützen zunehmend Intel (INTC) gegenüber dem Erzkonkurrenten Advanced Micro Devices (AMD).
Der erfahrene Investor Paul Pelosi – Ehemann der ehemaligen Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi – gab kürzlich eine mehrere Millionen Dollar schwere Position in INTC über langfristige Kaufoptionen bekannt.
Und der ehemalige Hedgefonds-Manager Jim Cramer hat die Intel-Aktie ebenfalls zu seiner Top‑Wahl für KI‑Chips im Jahr 2026 erklärt. Diese hochkarätigen Empfehlungen kommen nach dem bemerkenswerten Jahresplus von 220 % für das Unternehmen.
Warum die Intel-Aktie gegenüber AMD attraktiver sein könnte
Der entscheidende Unterschied, der INTC zu einer überzeugenderen langfristigen Wette als AMD macht, liegt in der Doppelrolle als Chip-Designer und als Auftragsfertiger.
Während AMD vollständig nach dem fablosen Modell agiert – und damit durch seine nahezu vollständige Abhängigkeit von Taiwan Semiconductor (TSMC) stark geopolitischen Risiken ausgesetzt ist – baut Intel eine ‚lokalisierte‘ Lieferkette auf.
Angetrieben von umfangreichen staatlichen Subventionen und strategischen Investitionen von Konzernen wie Nvidia und SoftBank, skaliert Intel Foundry seine fortschrittlichen 18A‑Knoten im Inland rasch.
Diese Positionierung macht Intel Corp zu einer wichtigen souveränen Foundry – sie bietet ein geopolitisches Sicherheitsnetz und mehrjährige Umsatzpipelines, die reinen Designern wie AMD vollständig fehlen.
INTC-Aktien eröffnen einen anderen Zugang zum KI-Geschäft
AMD hat sich stark darauf konzentriert, Nvidia in der hart umkämpften GPU‑Sparte für künstliche Intelligenz zu verfolgen, doch Intel nutzt einen strukturellen Markttrend: die Verschiebung der Branche vom KI‑Modelltraining hin zur Ausführung, bekannt als Inferenz.
Da Unternehmens‑KI‑Workloads sich in Richtung kontinuierlicher Orchestrierung, agentischer Software und Edge‑Kundengeräte bewegen, sind leistungsfähige Zentralprozessoren (CPUs) zu entscheidenden Engpassfaktoren geworden.
Intel hält eine dominante Marktstellung im globalen Server‑ und PC‑CPU‑Markt.
Gestützt auf bedeutende Architekturgewinne – unter anderem die Auswahl seiner Xeon‑Prozessoren zum Hosting von Nvidias Flaggschiff‑Hardware – sind Intel‑Aktien außerordentlich gut positioniert, um erhebliche, margenstarke Ausgaben für Inferenz‑Infrastruktur abzuschöpfen.
Wie hoch kann Intel 2026 realistisch steigen?
Das gesagt, erleben INTC‑Aktien heute einen heftigen Ausverkauf – zeitweise rund 8 % im Minus zum Zeitpunkt der Niederschrift, parallel zu einem breiteren Tech‑Rückgang.
Die Schwäche ist jedoch strukturell, nicht fundamental, und wird durch mechanische, institutionelle Neugewichtungen zum Quartalsende und kurzfristiges Gewinnmitnehmen nach dem gestrigen Tech‑Anstieg getrieben.
Für langfristige Investoren stellt dieses temporäre Tief eine klassische Kaufgelegenheit dar, um ein zentrales KI‑Infrastrukturasset mit Abschlag zu erwerben.
Mit umfangreichen Unternehmens‑Architektur‑Upgrades, einer schnellen Skalierung agentischer KI‑Deployments und der bevorstehenden Kommerzialisierung des innovativen 18A‑P‑Prozessknotens des Unternehmens erlaubt der Kauf des heutigen Tiefs Privatanlegern, die Positionierung führender Institutionen zu einem attraktiveren Einstiegspreis zu spiegeln.
Zu beachten: Analysten von Cantor Fitzgerald haben ihr Kursziel für Intel Corp kürzlich auf 150 $ angehoben, was ein potenzielles Aufwärtspotenzial von weiteren 17 % gegenüber dem aktuellen Niveau signalisiert.
Die Aktie bleibt jedoch ungeeignet für einkommensorientierte Anleger, da sie derzeit keine Dividende zahlt.
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