Der Aktienkurs von Super Micro Computer stieg am Mittwoch um mehr als 15% nachdem das Unternehmen starke Finanzzahlen veröffentlicht hatte, die zeigten, dass das Geschäft im dritten Quartal weiter auf vollen Touren lief. Er sprang auf $32, den höchsten Stand seit dem 17. März, und schloss damit die Kurslücke, die nach einer großen Klage gegen den Gründer entstand.

Super Micro Computer‑Aktie zieht nach den Quartalszahlen an

Der SMCI‑Kurs stieg, nachdem das Serverunternehmen seine Zahlen veröffentlicht hatte, die zeigten, dass das Geschäft im dritten Quartal weiterhin gut lief.

Die Bilanz zeigte, dass der Umsatz im dritten Quartal um 123% auf über $10.2 billion sprang, da die Nachfrage von Unternehmen der künstlichen Intelligenz (AI) stark anstieg. Dieses Wachstum könnte sich beschleunigen, wenn Top‑Konzerne wie Microsoft, Google und Meta Platforms ihre Pläne für höhere Investitionsausgaben veröffentlichen.

Der Nettogewinn stieg auf $483 million, nach $401 million im gleichen Quartal des Vorjahres. In einer Stellungnahme sagte der CEO:

„Unsere Margen‑Erholung und das rasante Wachstum unseres DCBBS‑Geschäfts zeigen, dass unser Unternehmen weiterhin robust ist. Mit der Erweiterung unserer neuen US‑Produktionsstätten im Silicon Valley sind wir außerordentlich gut positioniert, um der massiven Nachfrage gerecht zu werden.“

Die Prognose des Unternehmens deutet darauf hin, dass das Wachstum in den kommenden Quartalen anziehen wird. Man erwartet, dass der Umsatz im vierten Quartal zwischen $11 billion und $12.5 billion liegen wird. Diese Schätzung lag über dem durchschnittlichen Konsens von $11.31 billion.

Diese Zahlen folgen einige Monate nachdem die Aktie zweistellig einbrach, nachdem der Mitgründer beschuldigt wurde, Server im Wert von $2.5 billion mit NVIDIA‑Chips nach China umgeleitet zu haben. Die USA haben NVIDIA den Verkauf seiner Chips an den chinesischen Markt untersagt.

Als Reaktion darauf gab Supermicro bekannt, den Betroffenen in den Verwaltungsurlaub versetzt und die Beziehungen zu weiteren in dem Bericht genannten Personen beendet zu haben. Die Klage richtete sich nicht gegen das Unternehmen selbst und warf ihm kein Fehlverhalten vor.

Supermicro stand bereits früher im Fokus, am prominentesten 2024, als Hindenburg Research dem Unternehmen Bilanzmanipulation, Selbstbedienung, Umgehung von Sanktionen und andere Vergehen vorwarf.

Das Unternehmen wies diese Vorwürfe zurück und leitete eine unabhängige Prüfung unter Leitung von Secretariat Advisors ein, die keine Belege für Fehlverhalten des Managements fand.

Eine weitere große Sorge der Investoren ist der Wettbewerbsdruck: Im Server‑Markt hat die Konkurrenz zugenommen, mit etablierten Playern wie Dell und HP Enterprise.

Technische Analyse des SMCI‑Kurses 

Super Micro Computer

Supermicro‑Aktie | Quelle: TradingView 

Die Tages‑Chart zeigt, dass der SMCI‑Kurs am 19. März dieses Jahres eingebrochen ist, nachdem der Mitgründer von US‑Behörden verklagt wurde.

Anschließend begann er sich wieder zurückzuarbeiten, als Käufer versuchten, die Lücke zu schließen — was nun gelungen ist. Die Aktie bewegte sich über den 50‑tägigen gewichteten gleitenden Durchschnitt (WMA), was den bullischen Ausblick bestätigt.

Der Relative Strength Index (RSI) ist angestiegen und hat den wichtigen Neutralpunkt bei 50 überschritten. Daher dürfte der Aufwärtstrend diese Woche anhalten; das nächste wichtige Ziel liegt bei $35, dem Höchststand im Februar. Ein Ausbruch darüber würde auf weitere Kursgewinne hindeuten, potenziell bis $40.

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