
Der Kurs der Rocket Lab-Aktie ist in den vergangenen Wochen gefallen, da Anleger Gewinne nach der spektakulären Rallye vor dem SpaceX-IPO realisieren. RKLB fiel bis auf das zentrale Unterstützungsniveau von $100, selbst nachdem das Unternehmen in den exklusiven Nasdaq‑100‑Index aufgenommen wurde. Dennoch gibt es Gründe, warum die Aktie sich schließlich erholen dürfte.
Technische Signale deuten auf eine Erholung bei Rocket Lab hin
Die RKLB-Aktie ist in diesem Monat deutlich zurückgegangen und bewegte sich von einem Rekordhoch von $151 bis leicht unter $100 am Montag. Dieser Rückgang ereignete sich an dem Tag, an dem sie in den Nasdaq 100 Index aufgenommen wurde, ein Schritt, der ETFs, die dem Index folgen, zum Kauf zwang.
Technische Indikatoren deuten darauf hin, dass Hoffnung auf eine Erholung besteht, trotz der großen Herausforderungen. Zum einen ist die Aktie gefallen und hat Unterstützung am gewichteten 100‑Tage‑Durchschnitt (WMA) gefunden.
Ihr niedrigstes Niveau in dieser Woche liegt zudem an der entscheidenden Unterstützung von $100, am höchsten Swing im Januar und an der Oberseite der Tassen‑und‑Henkel‑Formation. Damit gibt es Anzeichen für ein Break‑and‑Retest‑Muster, das häufig zu einer Fortsetzung führt.
Der Average Directional Index (ADX) ist von 43 auf aktuell 25 gefallen und zeigt weiterhin nach unten. Das ist ein Hinweis darauf, dass die Abwärtsdynamik der Aktie an Schwung verliert.
Es gibt Hinweise darauf, dass sich ein fallender Keil gebildet hat, der normalerweise in einem bullischen Ausbruch mündet. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Aktie in den nächsten Tagen oder Wochen wieder ansteigen könnte, möglicherweise bis zum bisherigen Jahreshoch von $151.

RKLB-Kursgrafik | Quelle: TradingView
Rocket Labs Geschäft läuft auf Hochtouren
Ein weiterer bullischer Katalysator für Rocket Lab ist, dass das Geschäft auf allen Ebenen läuft, während die Nachfrage weiter steigt. Electron, seine kleine Orbitalrakete, verzeichnet weiterhin starke Nachfrage von Regierungen und Unternehmen.
Auch HASTE (Hypersonic Accelerator Suborbital Test Electron), eine Variante von Electron, erfährt starke Nachfrage vom US‑Verteidigungsministerium (DoD), da es die Entwicklung hypersonischer Raketen beschleunigt.
Am wichtigsten ist, dass das Unternehmen weiterhin Aufträge für Neutron annimmt, seine Mittelklasse‑Trägerrakete, die mehr Nutzlast transportieren wird.
Die jüngsten Finanzzahlen zeigten, dass es im ersten Quartal 31 Missionen verzeichnete, wobei das Management einen Wendepunkt bei orbitalen und suborbitalen Starts beobachtet. Das ist wichtig, da das Unternehmen einen 20‑Start‑Auftrag im Wert von $190 Mio. vom DoD erhalten hat. Es ist außerdem zu einem wichtigen Namen im Golden Dome‑Projekt geworden.
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Analysten erwarten, dass das Umsatzwachstum von Rocket Lab noch Raum nach oben hat. Daten von Yahoo Finance zeigen, dass der Jahresumsatz in diesem Jahr um 52 % auf $915 Mio. springen wird. Im nächsten Jahr soll er um 41 % auf $1,29 Mrd. wachsen. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, könnte das Unternehmen in den kommenden Jahren die $5‑Milliarden‑Marke erreichen.
Ein weiterer Katalysator ist der geplante Start von Neutron noch in diesem Jahr, dessen Einsatz voraussichtlich schrittweise zunehmen wird. Die Kombination aus Neutron, Electron und HASTE wird langfristig zu robustem Umsatzwachstum führen.
Mit dem Start von Neutron wird das Unternehmen sich nun verstärkt auf die Verbesserung seiner Profitabilität konzentrieren.
Potenzielle Risiken für die bullishe RKLB‑These
Es gibt jedoch einige Risiken für diese These. Das erste besteht darin, dass es üblich ist, dass Aktien nach der Aufnahme in einen großen Index wie den Nasdaq 100 zurückgehen. Ein gutes Beispiel dafür ist Robinhood, das seit seiner Aufnahme stark gefallen ist.
Ein weiteres Risiko ist, dass die Aktie in die Distributions‑ und Markdown‑Phasen der Wyckoff‑Theorie eintreten könnte. Diese Phasen sind üblicherweise durch starke Kursrückgänge gekennzeichnet.
Darüber hinaus ist Rocket Lab nicht billig, da es mit einem voraussichtlichen Kurs‑Umsatz‑Verhältnis (Forward P/S) von 67 gehandelt wird, wesentlich höher als die meisten Unternehmen. Somit besteht das Risiko eines Bewertungs‑Resets.
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