
Der XRP‑Kurs verzeichnete heute, am 3. Juni, einen starken bärischen Ausbruch und setzt damit den Abwärtstrend fort, der am 14. Mai begann, als er bei $1.5486 sein Zwischenhoch erreichte. Er fiel unter eine entscheidende Unterstützungsmarke und erreichte den niedrigsten Stand seit Februar dieses Jahres. Damit ist er seit seinem Höchststand im Vorjahr um mehr als 66 % gefallen.
XRP‑Kurs stürzt trotz laufender ETF‑Zuflüsse ab
Der anhaltende Kursverfall von XRP findet trotz der Nachfrage nach Ripple‑ETFs und der sich verbessernden Ökosystemdaten statt. Diese ETFs haben am Dienstag zwar keine Mittel hinzugefügt, verzeichnen insgesamt aber eine positive Entwicklung.
Spot‑XRP‑ETFs haben im Mai über $131 Mio. an Vermögenswerten hinzugefügt und damit die beste Performance dieses Jahres erzielt. Das war ein deutlicher Anstieg gegenüber den $81 Mio., die einen Tag zuvor hinzugekommen waren.
Insgesamt verzeichnen Spot‑Bitcoin‑ETFs kumulative Zuflüsse von $1,43 Mrd., angeführt von Emittenten wie Bitwise, Canary und Franklin Templeton. Im Kontrast dazu haben Spot‑Bitcoin‑ und Ethereum‑ETFs in diesem Jahr Milliarden an Vermögenswerten verloren. Bitcoin‑ETFs verloren im Mai über $2,4 Mrd., während Ethereum $540 Mio. einbüßte.
Bemerkenswert ist, dass der laufende Kursrückgang von XRP stattfindet, obwohl die Fundamentaldaten robust bleiben. So hat Ripple Labs in diesem Jahr mehrere wichtige Lizenzen erworben, unter anderem aus dem Vereinigten Königreich, Australien und der Europäischen Union.
Ripple erreichte außerdem Anfang dieses Jahres eine Bewertung von $50 Mrd. Das waren $10 Mrd. mehr als die Bewertung, die das Unternehmen hatte, als Citadel Ende letzten Jahres investierte.
Der Ripple USD (RLUSD)‑Stablecoin entwickelt sich ebenfalls gut; das verwaltete Vermögen (AUM) stieg auf über $1,8 Mrd. Aktuelle Daten zeigen, dass das Volumen der Münze in den letzten 30 Tagen auf über $22 Mrd. sprang. Das deutet darauf hin, dass ihre Nutzbarkeit in diesem Jahr zunimmt — ein Trend, der sich nach der Unterzeichnung des CLARITY Act fortsetzen dürfte.
Warum Ripple in diesem Jahr fällt
Der Hauptgrund, warum der XRP‑Kurs trotz des sich verbessernden Ökosystems fällt, ist die gesunkene Nachfrage nach Kryptoassets. Tatsächlich ist die Marktkapitalisierung aller Coins von über $4 Billionen im letzten Jahr auf $2,3 Billionen heute gesunken. Bitcoin und die meisten Altcoins verloren alle zweistellige Prozentsätze.
Der XRP‑Kurs fällt in diesem Jahr auch aufgrund der fortlaufenden Rotation hin zu Unternehmen und Assets mit KI‑Bezug. Ein näherer Blick auf die stärksten Gewinner im S&P 500 Index zeigt, dass sie alle im KI‑Bereich tätig sind. Dazu gehören Unternehmen wie Sandisk, Micron, Intel und Western Digital.
Infolgedessen haben Investoren in diesem Jahr Milliarden in diese Assets gepumpt. Die gesamten ETF‑Zuflüsse im Mai lagen bei über $200 Mrd., wobei Vanguards VOO einer Bewertung von nahe $1 Billion näherkommt.
Neben KI‑Unternehmen verschieben Investoren ihr Kapital auch in Raumfahrtunternehmen im Vorfeld des SpaceX‑Börsengangs. So haben führende Space‑ETFs wie UFO und NASA in diesem Jahr Milliarden an Wert hinzugewonnen.
Technische Analyse des Ripple‑Kurses

XRP‑Preisdiagramm | Quelle: TradingView
Der Tageschart zeigt, dass der XRP‑Kurs sich in diesem Jahr innerhalb einer engen Spanne bewegt hat. Er hielt seit Februar letzten Jahres die entscheidenden Unterstützungs‑ und Widerstandsniveaus bei $1.2740 bzw. $1.5486.
XRP vollzog einen starken bärischen Ausbruch unter die untere Begrenzung des Kanals. Der Kurs liegt zudem unter allen gleitenden Durchschnitten, während der Relative‑Stärke‑Index (RSI) unterhalb des überverkauften Niveaus verharrt.
Daher ist das wahrscheinlichste Szenario, dass die Münze weiter fällt und möglicherweise noch in diesem Jahr unter $1 rutscht.
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