
Der Schwab US Dividend Equity ETF (SCHD) ist vom anhaltenden Bullenmarkt an der Börse zurückgeblieben.
Der SCHD-ETF wurde am Mittwoch bei $31.65 gehandelt, einige Punkte unter dem Allzeithoch.
In den letzten 30 Tagen ist er um 3,77 % gestiegen, während der S&P 500 Index um 11 % zulegt und sich nahe seinem Allzeithoch bewegt.
SCHD-ETF hinkt wegen des KI-Booms hinterher
Der Hauptgrund für die anhaltende Underperformance des etablierten SCHD-ETFs gegenüber dem breiteren Aktienmarkt ist seine geringe Exponierung gegenüber der aktuellen KI-Branche.
Daten auf der Fondsseite zeigen, dass die Top-Unternehmen im Fonds aus den Sektoren Konsumgüter, Gesundheitswesen, Energie, Industrie und Finanzwerte stammen.
Zu den Top-Titeln im Fonds gehören Texas Instruments, Qualcomm, UnitedHealth, Chevron, Coca-Cola, ConocoPhillips und PepsiCo.
Wie wir Anfang des Jahres erlebt haben, schlägt sich der Fonds normalerweise gut, wenn der Technologiesektor hinterherhinkt, da dies zu einer Rotation von Wachstums- zu Value-Titeln führt.
Andererseits werden die meisten der laufenden Zugewinne im S&P 500 Index vom KI-Boom getrieben, der zum Anker der US-Wirtschaft geworden ist.
Wie im vergangenen Jahr sind Speicherchip-Unternehmen auch in diesem Jahr die Spitzengewinner am Aktienmarkt, da die Nachfrage auf einem erhöhten Niveau bleibt.
Der Speicherchip-Mangel hat die Preise nach oben getrieben, was ihre Gewinne ankurbelt.
Zu den diesjährigen Spitzengewinnern gehören Namen wie Sandisk, Western Digital, Micron und Seagate Technology.
Sandisk ist in diesem Jahr um nahezu 500 % gestiegen und liegt in den letzten 12 Monaten um 4,045 % im Plus.
Neben Speicherunternehmen gehören auch Technologieunternehmen wie Intel, Lumentum, Vertiv, Teradyne, ON Semiconductor und Dell zu den größten Gewinnern.
Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass der SCHD-ETF voraussichtlich weiterhin hinter dem breiten Markt zurückbleiben wird, solange der KI-Ausgabenboom an Fahrt gewinnt.
Argumente für den Schwab US Dividend ETF
Trotz der anhaltenden Underperformance des SCHD-ETFs sehen Analysten ihn als sinnvolle Komponente in einem ausgewogenen Portfolio.
Zum einen liegt der SCHD-ETF in diesem Jahr weiterhin um 11,7 % im Plus, verglichen mit 7,7 % beim S&P 500 Index.
Das liegt daran, dass einige Top-KI-Unternehmen, insbesondere NVIDIA, sowie Unternehmen aus der Softwarebranche im ersten Jahresabschnitt unter Druck standen.
Analysten sehen im SCHD-ETF eine Absicherung, vor allem für den Fall, dass der KI-Boom nachlässt — was derzeit jedoch unwahrscheinlich erscheint.
Gleichzeitig ist der Fonds im Vergleich zum breiten Markt leicht unterbewertet.
Er hat ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18.3, etwas niedriger als das des S&P 500 mit 22.
Sein Preis-zu-Free-Cashflow-Verhältnis von 10.3 liegt ebenfalls unter dem des Gesamtmarkts. Zudem weist er eine Eigenkapitalrendite (ROE) von 27 % auf.
SCHD-Aktie zeigt starke technische Indikatoren

Chart der SCHD-Aktie | Quelle: TradingView
Der Tages-Chart zeigt, dass der SCHD-ETF über starke technische Indikatoren verfügt, die kurzfristig zu einer deutlichen Aufwärtsbewegung führen könnten.
Er liegt weiterhin über den 50- und 100-tägigen exponentiellen gleitenden Durchschnitten (EMA).
Zudem hat sich eine Tasse-mit-Henkel-Formation ausgebildet, ein verbreitetes bullisches Fortsetzungssignal.
Die obere Seite der Tasse wurde bereits erneut getestet, was das Break-and-Retest-Muster bestätigt.
Daher ist das wahrscheinlichste Szenario, dass der Fonds in den kommenden Wochen stark anzieht und möglicherweise das wichtige Widerstandsniveau bei $35 erreicht.
The post Warum der SCHD-ETF hinter S&P 500 und Nasdaq 100 zurückbleibt appeared first on Invezz