
Die führenden FTSE 100-Aktien, darunter BAE Systems, Babcock International und IAG, steigen heute, obwohl der Index in einer engen Handelsspanne verharrt und sich auf dem höchsten Stand seit März dieses Jahres befindet.
IAG-Aktien steigen nach EasyJet-Übernahme und sinkenden Kerosinpreisen
IAG, die Muttergesellschaft von British Airways, LEVEL und Aer Lingus, steigt, nachdem EasyJet einer Übernahme durch Castlelake zugestimmt hat, einem US-Unternehmen.
Die Übernahme signalisiert, dass Investoren in der Luftfahrtbranche Wert sehen, Analysten sagen eine Welle von Fusionen und Übernahmen (M&A) in Europa voraus. Es ist üblich, dass Unternehmen eines Sektors bei so großen Deals zulegen.
Die Aktie ist auch wegen sinkender Kerosinpreise stark gestiegen, was die Margen in diesem Jahr verbessern dürfte. Die Brent- und WTI-Rohöl-Benchmarks sind seit ihrem Höchststand um über 40% gefallen, Analysten sehen ein mögliches Überangebot in der Branche.
Der Ausverkauf am Energiemarkt setzte sich am Montag fort, einen Tag nachdem sich die OPEC+-Mitglieder erneut für eine Produktionssteigerung ausgesprochen hatten. Infolgedessen zeigen IATA-Daten, dass die Kerosinpreise im Vergleich zum letzten Monat um 7.8% gesunken sind. IAG ist seit seinem Tief dieses Jahres um 45% gestiegen.
Blick nach vorn: Die IAG-Aktie dürfte auf die Quartalszahlen von Delta Air Lines in dieser Woche reagieren, die Aufschluss über die Lage der Luftfahrtbranche geben werden. Es wird erwartet, dass das Unternehmen einen Umsatzanstieg, aber einen deutlichen Gewinnrückgang meldet.
BAE Systems-Aktien steigen vor NATO-Treffen
Die BAE Systems-Aktie hat sich in den vergangenen Wochen erholt und ist von einem Jahres-Tief bei 1,582p auf derzeit 2,021p gestiegen. Diese Gegenbewegung erfolgte nach der Ausbildung eines Doppelboden-Musters, einem typischen Umkehrsignal.
Die Aktie steigt zudem vor dem viel beachteten NATO-Treffen, bei dem erwartet wird, dass Donald Trump die Länder auffordern wird, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen.
Es gibt Anzeichen, dass dies bereits passiert. In Italien berichteten lokale Medien, die Regierung plane, diese Ausgaben anzuheben, was Leonardo, den größten Rüstungsauftragnehmer des Landes, beflügelte.
In Deutschland plant die Regierung, ihre Kreditaufnahme in diesem Jahr auf über 200 Milliarden Euro zu erhöhen, wobei ein Teil dieser Mittel voraussichtlich in die Verteidigung fließen wird.
Gleichzeitig gibt es Anzeichen für wieder zunehmende M&A-Aktivität in der Region. In einer heutigen Erklärung teilte Thales mit, dass es eine 35.5%-Beteiligung an Exail Technologies erwirbt, mit dem Ziel, die gesamte Beteiligung zu übernehmen. Ziel ist es, das Unterwassergeschäft zu skalieren und die Fähigkeiten bei Trägheitsnavigationssystemen auszubauen.
St. James Place steigt nach Expansion in Asien
Die Aktien von St. James Place, dem größten britischen Vermögensverwalter, stiegen zum fünften Mal in Folge und erreichten den höchsten Stand seit Februar dieses Jahres. Diese Rallye, die wir hier, folgte auf die Ausbildung eines fallenden Keilmusters.
Die Aktie klettert außerdem nach der Ankündigung, ihre Vermögenslösungen in Asien und dem Nahen Osten auszubauen. UBS-Analysten hoben ihr Kursziel an und stellten fest, dass Marktanteilsgewinne helfen werden, Ängste vor Disruptionen durch KI auszugleichen.
In Großbritannien zeichnet sich ein Trend ab, bei dem Aktien, die aufgrund von KI-Disruptionsängsten eingebrochen waren, nun wieder stark zulegen. So hat RELX seit dem Jahrestief um über 20% zugelegt, während die London Stock Exchange um 22% gestiegen ist.
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