
Apple Inc (NASDAQ: AAPL) startete heute Morgen im Plus, nachdem der einflussreiche Investor Warren Buffett in einem Interview mit CNBC zugab, er habe seine Beteiligung am iPhone-Hersteller etwas „zu früh“ verkauft.
Sein Eingeständnis berechtigt langfristige Anleger jedoch nicht automatisch dazu, heute AAPL massiv zu kaufen.
Tatsächlich warnte Buffett selbst davor, die Aktie im aktuellen Marktumfeld zu kaufen.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt die Apple-Aktie mehr als 10 % unter ihrem Jahreshoch Anfang Februar.
Warum Buffett die Apple-Aktie 2026 nicht attraktiv findet
Auch wenn AAPL-Aktien deutlich unter ihrem jüngsten Höchststand notieren, bleibt Buffett diszipliniert und betont, dass das aktuelle Kursniveau nicht die von ihm geforderte „Sicherheitsmarge“ bietet.
Bei einem für die Zukunft erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa „30x“ erachtet der legendäre Investor Apple in einem Markt, in dem sowohl der Dow Jones als auch der Nasdaq in eine Korrektur gerutscht sind, nicht als günstig.
Im Gespräch mit Becky Quick von CNBC, betonte er, dass AAPL Berkshires größte Beteiligung mit etwa $62 billion sei – er jedoch unruhig wurde, als ihr Anteil begann, nahezu alle anderen Vermögenswerte im Portfolio des Konglomerats zusammengenommen zu übertreffen.
Wann wäre ein Kauf von AAPL-Aktien angebracht?
Buffett hat die Tür für Apple-Aktien nicht zugeschlagen; tatsächlich wartet er auf eine ideale Kaufgelegenheit.
Am Dienstag erklärte der Vorsitzende von Berkshire Hathaway, es sei „nicht ausgeschlossen“, dass die Aktie auf ein Niveau fallen könne, bei dem das Konglomerat „viel davon kaufen“ würde.
Laut Marktexperten könnten anhaltende geopolitische Turbulenzen im Nahen Osten und der daraus resultierende Anstieg der Energiekosten der Auslöser sein, der AAPL nach unten treibt.
Wenn der Inflationsdruck anhält und die Konsumausgaben für hochwertige Hardware abkühlen, könnte Apples Multiple weiter sinken.
Buffetts Äußerungen deuten darauf hin, dass er möglicherweise einen Kursbereich ins Visier nimmt, in dem der Relative-Stärke-Index (14-Tage) von Apple „überverkaufte Bedingungen“ signalisiert – eine fundamentale Diskrepanz zwischen dem langfristigen Wert des Unternehmens und seinem kurzfristigen Kurs.
Die Buffett-Strategie: So geht man bei Apple Inc. vor
Für Anleger, die dem „Orakel von Omaha“ folgen wollen, bedeutet die Strategie hohe Überzeugung, aber extreme Preissensitivität.
Buffett lobt weiterhin CEO Tim Cook – er ist der Ansicht, Cook habe die ihm von Steve Jobs überlassene Position besser gemanagt, als Jobs es selbst vielleicht getan hätte.
Das bestätigt, dass seine langfristige These über Apples Ökosystem und Management nach wie vor standfest ist.
Buffetts Weigerung, heute zu kaufen, ist jedoch eine Warnung – verwechseln Sie eine „Korrektur“ nicht mit einem „Schnäppchen“.
Die Empfehlung an Anleger lautet, bestehende Positionen in qualitativ hochwertigen Tech-Werten zu halten, aber liquide Mittel für einen möglichen tieferen Rückgang in den kommenden Monaten bereitzuhalten.
Wall-Street-Analysten sind hingegen optimistischer gegenüber der AAPL-Aktie, mit einem mittleren Kursziel von fast $296, was ein Potenzial von etwa 20 % von hier aus anzeigt.
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