Die südkoreanische Polizei hat neue Details im Mordfall eines mutmaßlichen Händlers mit rezeptfreien Kryptowährungen in Jeju-Stadt aufgedeckt, die darauf hindeuten, dass das Verbrechen akribisch geplant war.

Die Behörden haben drei chinesische Staatsbürger in ihren Dreißigern wegen Mordes und Raubes angeklagt, nachdem am 24. Februar ein Mann, der als „A“ identifiziert wurde, in einem Luxushotel erstochen aufgefunden worden war.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Angriff verübt wurde, um 85 Millionen Won (58.811 US-Dollar) zu stehlen, und dass eine der Verdächtigen, eine Frau, die als „B“ bezeichnet wird, eine führende Rolle bei der Planung des Verbrechens spielte.

Die Polizei vermutet außerdem, dass vor und nach dem Angriff mehrere Finanztransaktionen getätigt wurden, was den Verdacht auf eine vorsätzliche Tat erhärtet.

Finanztransaktionen deuten auf Planung hin.

Beamte der Polizeistation Jeju West gaben an, dass Transaktionsdaten auf eine geplante Tat hindeuten.

Die Ermittler behaupten, dass B zusammen mit ihren beiden Komplizen „C“ und „D“ den Angriff koordiniert und Geld zwischen sich über chinesische mobile Zahlungsdienste und andere Plattformen transferiert hat.

Laut Polizei traf das Opfer am 24. Februar gegen 14 bis 15 Uhr im Hotel ein, um Kryptowährung zu tauschen. Kurz darauf wurde B mit einer mit Bargeld gefüllten Papiertüte aus dem Hotelzimmer kommen gesehen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass sie das Geld an C und D weitergab, die sich daraufhin an einen chinesischen Mann in den Sechzigern, der als „E“ bezeichnet wird und in einem anderen Zimmer des Hotels wohnte, wandten.

Die Verdächtigen sollen E gebeten haben, das gestohlene koreanische Won in chinesische Yuan umzutauschen.

Die Polizei verhaftete E zunächst am Tag des Mordes, ließ ihn aber später gegen Kaution frei, da die Möglichkeit bestand, dass er nichts von dem Verbrechen wusste.

Die Ermittler gehen jedoch davon aus, dass seine Beteiligung an den Finanztransaktionen ein entscheidender Teil des Falles ist.

Der Verdächtige trug eine Waffe.

Die Behörden behaupten, B habe ein Messer ins Hotel gebracht, was die Theorie eines geplanten Angriffs stützt. Anfangs soll B den Ermittlern gegenüber angegeben haben, das Messer sei vom Hotel gestellt worden.

Später änderte sie ihre Aussage und behauptete, sie habe das Messer zum Schälen von Obst bei sich getragen. Diese widersprüchlichen Aussagen haben weitere Verdachtsmomente hinsichtlich ihrer Rolle bei dem Verbrechen aufgeworfen.

Die Beamten gehen davon aus, dass A innerhalb weniger Minuten nach Betreten des Hotelzimmers angegriffen wurde. Seine Leiche wurde am Abend des 24. Februar mit mehreren Stichwunden aufgefunden.

Die Verdächtigen behaupten, sein Tod sei ein Unfall gewesen, doch die Polizei argumentiert, dass die koordinierten Finanztransaktionen und das Vorhandensein einer Tatwaffe diesen Behauptungen widersprechen.

Kryptokriminalität auf Jeju

Der jüngste Fall ist kein Einzelfall.

Anfang des Jahres wurde auf Jeju eine separate Gruppe von sechs chinesischen Staatsangehörigen wegen angeblicher Planung eines ähnlichen OTC-Kryptodiebstahls verhaftet.

Berichten zufolge hatten sie mehrere Krypto-gegen-Bargeld-Transaktionen durchgeführt, bevor sie versuchten, einen Händler um 690.000 Dollar zu betrügen. Die Polizei geht davon aus, dass die Gruppe am 16. Januar einen gefälschten OTC-Handel arrangierte, bevor sie von der Insel floh.

Diese Fälle verdeutlichen einen wachsenden Trend von Krypto-bezogenen Straftaten auf Jeju, einem beliebten Touristenziel, das für sein subtropisches Klima und seine Anziehungskraft auf chinesische Besucher bekannt ist.

Die Behörden verstärken nun ihre Bemühungen, gegen Krypto-Betrug vorzugehen und strengere Vorschriften für OTC-Transaktionen zu gewährleisten.

Die drei Hauptverdächtigen im Mordfall A befinden sich weiterhin in Haft, wobei die südkoreanischen Staatsanwälte voraussichtlich schwere Anklagen erheben werden.

Der Fall wird genau beobachtet, da die Behörden die umfassenderen Risiken im Zusammenhang mit unregulierten Kryptowährungstransaktionen untersuchen.

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