
Die Aktien von Walt Disney stiegen im vorbörslichen Handel um mehr als 5 %, nachdem der Unterhaltungskonzern besser als erwartete Quartalsergebnisse vorgelegt hatte, gestützt durch Wachstum im Streaming-Geschäft und in den Themenparks.
Für das Januar–März-Quartal meldete Disney einen bereinigten Gewinn je Aktie von $1.57 bei einem Umsatz von $25.2 billion.
Analysten hatten laut LSEG-Daten einen Gewinn von $1.49 je Aktie und einen Umsatz von $24.78 billion erwartet.
Die positiven Ergebnisse kommen zu einem entscheidenden Zeitpunkt für das Unternehmen, da der neu ernannte Chief Executive Josh D’Amaro die Führung nach dem Ausscheiden von Bob Iger Mitte März übernimmt.
Neue Führung stellt Wachstumsstrategie vor
In seiner ersten größeren Kommunikation an die Aktionäre schlug D’Amaro einen optimistischen Ton an und sagte ein anhaltendes Gewinnwachstum trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheiten voraus.
In einem Schreiben an Investoren erklärte er, Disney erwarte ein bereinigtes Ergebnis je Aktie, das im Fiskaljahr 2026 um etwa 12 % zulegen werde, und bekräftigte damit eine frühere Prognose für zweistelliges Wachstum.
Das Unternehmen bekräftigte außerdem die Erwartung eines zweistelligen EPS-Wachstums im Fiskaljahr 2027.
„Wir sehen eine bedeutende Chance, unsere Fans sowohl im digitalen als auch im physischen Bereich noch intensiver zu binden und zu unterhalten“, sagte D’Amaro und skizzierte Pläne, sowohl in Inhalte als auch in Themenparkerlebnisse zu investieren und Technologie zu nutzen, um Storytelling und Monetarisierung zu verbessern.
Er räumte makroökonomische Belastungen ein, darunter steigende Kraftstoffkosten und Konsumentenunsicherheit, sagte jedoch, die Nachfrage in Disneys US-Themenparks bleibe „gesund“.
Parks und Erlebnisse sorgen für konstante Zuwächse
Disneys Experiences-Sparte, zu der Themenparks, Kreuzfahrten und Konsumgüter gehören, verzeichnete im Quartal einen Anstieg des operativen Gewinns um 5 %.
Das Wachstum wurde durch höhere Ausgaben der Gäste in den US-Parks in Florida und Kalifornien sowie durch gesteigerte Kreuzfahrtpassagierzahlen im Vergleich zum Vorjahr getragen.
Das Segment ist zu einer zunehmend wichtigen Säule von Disneys Geschäft geworden und bietet stabilere Umsatzströme angesichts anhaltender Störungen im traditionellen Mediengeschäft.
Streaming und Entertainment stützen das Ergebnis
Im Entertainment-Bereich stieg der operative Gewinn um 6 % auf $1.34 billion, gestützt durch Zuwächse bei Streaming-Abonnements und Werbeerlösen auf Plattformen wie Disney+.
Die Sparte profitierte außerdem vom anhaltenden Kinoerfolg von Filmen wie „Zootopia 2“ und „Avatar: Fire and Ash“, die zu den Ergebnissen im Quartal beitrugen.
Disney hat kürzlich den Detaillierungsgrad seiner Angaben zur Entertainment-Sparte reduziert und berichtet unter anderem nicht mehr vierteljährlich über Streaming-Abonnentenzahlen oder detaillierte Aufschlüsselungen für seine linearen Fernsehsender.
Die Verschiebung erfolgt, während das Unternehmen weiterhin sinkende traditionelle TV-Zuschauerzahlen navigiert, ein Trend, der Medienunternehmen in der gesamten Branche belastet.
Sportsparte zeigt gemischte Trends
Disneys Sportgeschäft unter der Marke ESPN meldete einen Umsatzanstieg von 2 % auf $4.61 billion.
Das Wachstum wurde durch höhere Abo- und Affiliates-Gebühren sowie durch Beiträge aus großen Sportrechtevereinbarungen, darunter die NFL, getragen.
Steigende Kosten bleiben jedoch eine Herausforderung, da höhere Vertragsraten und Ausgaben im Zusammenhang mit neuen Sportrechtevereinbarungen die Profitabilität belasten.
Ein wesentlicher Lichtblick war die direkt an den Verbraucher gerichtete Streaming-App von ESPN, die im August gestartet wurde und genügend digitale Erlöse generierte, um Rückgänge im traditionellen Fernsehumfeld auszugleichen.
Balance zwischen Transformation und Unsicherheit
Die jüngsten Ergebnisse von Disney unterstreichen den laufenden Übergang des Unternehmens zu einem stärker diversifizierten Modell, bei dem Streaming und Erlebnisse strukturelle Rückgänge im traditionellen Fernsehen ausgleichen.
Mit D’Amaro an der Spitze steht das Unternehmen vor einem komplexen Umfeld, das von sich wandelnden Verbraucherpräferenzen, technologischen Umbrüchen und allgemeinen wirtschaftlichen Belastungen geprägt ist.
Vorläufig scheinen Anleger von frühen Anzeichen für Stabilität und Wachstum ermutigt zu sein, auch wenn Disney weiterhin eine der bedeutendsten Transformationen seiner Geschichte durchläuft.
Die Disney-Aktien steigen nach besser als erwarteten Ergebnissen, da Streaming und Themenparks unter dem neuen CEO Josh D’Amaro Wachstum vorantreiben.
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