vz tmus t why telecom stocks are crashing on comcast split

US-Telekomwerte Verizon (VZ), T-Mobile (TMUS) und AT&T (T) geben heute Morgen nach, nachdem Comcast (CMCSA) Pläne für eine Aufspaltung in zwei unabhängige, börsennotierte Unternehmen angekündigt hat.

Die Unternehmensumstrukturierung entkoppelt CMCSA’s Kern-Telekominfrastruktur von den umfangreichen Medien- und Entertainment-Segmenten durch eine steuerfreie Abspaltung für bestehende Aktionäre.

Darum ist Comcasts Ankündigung größtenteils negativ für Titel wie VZ, TMUS und T.

Zunehmender Wettbewerb trifft VZ-, TMUS- und T-Aktien

Durch die Abspaltung von NBCUniversal wird das „neue“ Comcast zu einem schlanken, hoch fokussierten, gut kapitalisierten reinen Breitband- und Mobilfunkanbieter.

Telekom-Analysten warnen, dass ein von der Belastung durch Altmedien befreites CMCSA in der Lage ist, sein Breitbandrevier aggressiv zu verteidigen und sein MVNO-Geschäft (virtueller Mobilfunknetzbetreiber, MVNO) auszubauen.

Das stellt eine direkte, verstärkte Bedrohung für die Kundenstämme von Verizon, AT&T und T-Mobile in einem bereits gesättigten, wachstumsschwachen Telekommarkt dar.

Mit Milliarden an Kapital, das nicht mehr in Streaming-Inhalte fließt, kann Comcast seine margenstarken Mobilfunkpakete aggressiv skalieren und die drei großen Mobilfunkanbieter in einen defensiven, margenverschlechternden Preiskampf zwingen, um ihre Postpaid-Kunden zu halten.

Warum der CMCSA-Split sonst noch negativ für VZ, TMUS und T ist

Da NBCUniversal in etwa einem Jahr als eigenständiges börsennotiertes Unternehmen an die Märkte kommt, stuften Analysten es sofort als mögliches endgültiges Konsolidierungsziel ein.

Wall-Street-Analysten spekulieren bereits über potenzielle Interessenten; nach dem jüngsten Aus bei den Warner-Bros.-Assets wird Netflix als Top-Kandidat gehandelt.

Wenn NBCUniversal seine riesige Content-Bibliothek und Freizeitpark-Sparte mit einer dominanten Technologie- oder Streaming-Plattform verbindet, verschiebt das die Medienvertriebslandschaft dramatisch und lässt die eigenen Legacy-Content-/Bundling-Strategien der traditionellen Telekom-Riesen deutlich weniger wettbewerbsfähig erscheinen.

Eine solche Konsolidierung würde die Carrier-Bundles abwerten, auf die AT&T und Verizon zur Kundenbindung setzen, und sie zwingen, höhere Lizenzgebühren für Premium-Inhalte zu zahlen oder zuzusehen, wie ihre Abonnenten zu mächtigeren, plattformexklusiven Technologie- und Medienallianzen abwandern.

Die Fußnote zur Frequenzauktion

Die negative Stimmung wird durch die jüngst veröffentlichten Ergebnisse der Auktion 113 der FCC noch verstärkt.

Und das wurde bekannt: Verizon gab massive $3.2B für 82 Frequenzlizenzen aus, um wettbewerbsfähig zu bleiben, während Neulinge wie SpaceX’ Starlink zurückhaltender agierten.

Das ist eine deutliche Erinnerung für Investoren an die enormen, laufenden Investitionsausgaben, die notwendig sind, um ein traditioneller Mobilfunkanbieter zu sein – ein starker Kontrast zur neuen asset‑light Unternehmensstruktur von Comcast.

Während die etablierten Anbieter Milliarden in Frequenzen investieren müssen, nur um Netzparität zu halten, kann Comcast auf seine bestehende, hochprofitable Glasfaser-/Koaxial-Infrastruktur zurückgreifen.

Diese Kapitalungleichheit ermöglicht es dem neu entbündelten Tech-Giganten, Geld an Aktionäre zurückzugeben oder aggressive Kundengewinnung zu finanzieren und setzt die großen US-Telekomwerte einem erheblichen strukturellen Nachteil aus.

Investoren sollten jedoch beachten, dass die Wall Street für die nächsten 12 Monate weiterhin Kaufempfehlungen für alle drei – Verizon, AT&T und T-Mobile US Inc. – aufrechterhält.

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