Das explosive Wachstum der künstlichen Intelligenz (KI) löst einen massiven Investitionszyklus für Rechenzentren aus und gestaltet die Infrastrukturplanung grundlegend neu.

Nvidia (NVDA) steht im Zentrum dieser Verschiebung und beschleunigt den Übergang zu Next‑Gen‑800‑Volt‑Gleichstrom‑(VDC)-Rechenzentren, deren kommerzieller Einsatz für 2027 geplant ist.

Dieses Redesign unterstützt ultra-dichte 576‑GPU‑Architekturen – ein Quantensprung gegenüber dem heutigen 72‑GPU‑Standard – indem die Leistungsumwandlung aus den Racks in eigenständige Energiezentren verlagert wird.

Der Barclays‑Analyst Julian Mitchell hebt diesen strukturellen Wandel als starken Katalysator für Infrastrukturanbieter hervor – und Experten sehen insbesondere die folgenden drei Namen als gut positioniert, um davon zu profitieren.

Vertiv Holdings (VRT)

Vertivs spezialisierte Strommanagementsysteme sichern dem Unternehmen die Rolle als führender architektonischer Partner von Nvidia für den 800‑V‑DC‑Übergang.

Das Unternehmen entwickelt die entscheidende Hardware, die Wechselstrom aus dem Netz in 800‑V‑Gleichstrom umwandelt, sowie die DC‑zu‑DC‑Power‑Shelves, die hochverdichtete Racks benötigen.

Die finanzielle Dynamik beschleunigt bereits: Die Umsätze im ersten Quartal stiegen im Jahresvergleich um 30 % auf $2.65 billion, während die bereinigten Betriebsmargen um 430 Basispunkte auf 20.8 % zunahmen.

Getrieben von einem Auftragsrückstand von etwa $13 billion hob das Management die Jahresprognose an und erwartet rund 51 % Ergebniswachstum.

Während Chief Product Officer Scott Armul einen „stetigen“ kommerziellen Hochlauf bis 2027 erwartet, bietet die VRT‑Aktie eine hochverhebelte Beteiligung an den Kapazitäts‑ und Dichteengpässen, die durch die anstehende Architekturänderung adressiert werden sollen.

GE Vernova (GEV)

Während die interne Rack‑Hardware skaliert, liefert GE Vernova die schwere elektrische Infrastruktur, die Netze direkt mit Rechenzentrums‑Standorten verbindet.

Als führender Spezialist für Energieequipment überbrückt das Unternehmen die wachsende Lücke zwischen der Stromerzeugung der Versorger und dem Verbrauch auf KI‑Campusflächen.

Die jüngsten Kennzahlen zeigen eine massive Beschleunigung des Auftragsbestands; die Umsätze im ersten Quartal stiegen um 16 % auf $9.3 billion, während die organischen Bestellungen um 71 % auf $18.3 billion zulegten und der Gesamtauftragsbestand auf $163 billion anschwoll.

Mit Bestellungen, die doppelt so schnell eingehen wie die Auslieferungen, hat das Management das $200‑billion‑Auftragsziel auf 2027 vorgezogen.

Diese beispiellose Nachfrage auf Makro‑Ebene stellt sicher, dass die GEV‑Aktie die vorgelagerten Energieinvestitionen abbildet, die erforderlich sind, um dichte 576‑GPU‑Facility‑Konfigurationen zu versorgen.

nVent Electric (NVT)

Durch disziplinierte Zukäufe und Veräußerungen hat sich nVent Electric zu einem reinen Anbieter von elektrischem Schutz und fortgeschrittener Thermikverwaltung gewandelt.

Next‑Gen‑800‑V‑DC‑Architekturen erzeugen extreme Wärmeprofile, die traditionelle Luftkühlung obsolet machen – Hyperscaler müssen daher auf Flüssigkeitskühlung und in‑Rack‑Leistungsverteilsysteme umstellen.

Die operative Umsetzung unterstreicht diesen Wandel: Der Umsatz im ersten Quartal sprang um 42 % auf $1.24 billion, angetrieben von einem 76%igen Zuwachs im Systems‑Protection‑Segment, das eng mit Rechenzentren verknüpft ist.

Der Auftragsbestand verdreifachte sich im Fiskalquartal 1 auf einen Rekordwert von $2.6 billion, woraufhin das Management die Prognose für das Jahreswachstum des Umsatzes auf 26 %–28 % anhob.

Diese schnelle Skalierung, gestützt durch eine 40%ige Erhöhung der Investitionsausgaben zur Kapazitätserweiterung, festigt eine überzeugende langfristige Investment‑These für den Upgrade‑Zyklus 2028.

Wall Street stuft NVT‑Aktien derzeit als „Starke Kaufempfehlung“ ein; das mittlere Kursziel von etwa $193 signalisiert von hier aus erhebliches weiteres Aufwärtspotenzial.

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