Das USD/ZAR legte diese Woche zu und erreichte den höchsten Stand seit Dezember des Vorjahres, da der südafrikanische Rand vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges im Iran zurückfiel. Am Freitag notierte er bei 16,60, ein Anstieg um 6,45 % gegenüber dem Jahrestief.

Südafrikanischer Rand stürzt wegen Kriegsrisiken ab

Der südafrikanische Rand und andere Währungen der Schwellenländer fielen diese Woche, da Anleger wieder in die Sicherheit des US-Dollars flüchteten.

Daten zeigen, dass der MSCI-EM-Währungsindex diese Woche um 1,4 % gefallen ist, während derselbe Index für Aktien um mehr als 6 % eingebrochen ist. Der US-Dollar-Index (DXY) hingegen schnellte nach oben und näherte sich diese Woche der wichtigen Widerstandsmarke bei $100.

Der anhaltende Absturz des südafrikanischen Rand ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Anleger eine Risk-off-Stimmung eingenommen haben, da die Hoffnungen auf einen Waffenstillstand im Nahen Osten schwinden. Die USA, Iran und Israel haben weiterhin Raketen abgefeuert, ein Trend, der sich in absehbarer Zeit fortsetzen könnte.

Südafrika ist stark exponiert gegenüber dem Krieg, da es auf Öl und Erdölprodukte aus dem Nahen Osten angewiesen ist. Schiffsverkehrsdaten zeigen, dass Schiffe die Straße von Hormus nicht mehr passieren, was den Ölpreis auf über $80 pro Barrel treibt.

Positiv ist, dass der anhaltende Krieg möglicherweise nicht monatelang andauern wird, da Trump in den Vereinigten Staaten unter Druck steht. 

Einige Analysten glauben, dass er sich dafür entscheiden könnte, die Erfolge einzufahren, also etwa Ayatollah Ali Khamenei zu eliminieren und wichtige militärische Stützpunkte zu zerstören. Ein solcher Schritt würde zu niedrigeren Ölpreisen und einer Rotation zurück in Anlagen in Schwellenländern führen. In einer Stellungnahme sagte ein Citi-Analyst:

„Wir haben in den letzten Tagen einen Großteil des Risikos reduziert, werden aber bei Anzeichen einer Stabilisierung wieder Long‑Positionen in Schwellenmärkten aufbauen wollen.“

US-Arbeits- und Inflationsdaten stehen an 

Der nächste wichtige Katalysator für den USD/ZAR-Wechselkurs sind die kommenden US-Nonfarm-Payrolls (NFP), die am Freitag veröffentlicht werden.

Ökonomen erwarten, dass der kommende Bericht zeigt, dass die US-Wirtschaft im Februar 59.000 Stellen hinzugewann, deutlich weniger als die 110.000 im Januar. Die Arbeitslosenquote dürfte unverändert bei 4,3 % geblieben sein.

Die USA werden am Freitag die Einzelhandelsumsätze veröffentlichen. Ökonomen gehen davon aus, dass die Umsätze im Januar um 0,3 % rückgängig waren.

Die USA veröffentlichen am Mittwoch den jüngsten Verbraucherpreisbericht. Ökonomen erwarten, dass der Headline-Verbraucherpreisindex (CPI) unverändert bei 2,4 % blieb.

USD/ZAR – Technische Analyse 

usd/zar
USD‑zu‑ZAR‑Chart | Quelle: TradingView 

Der Tageschart zeigt, dass das USD/ZAR‑Paar nach einem Tief bei 15,63 im Februar auf ein Hoch bei 16,75 zurücklief. Es bildete bei 15,82 einen Doppelboden mit einer Nackenlinie bei 16,4. Ein Doppelboden ist eines der am häufigsten auftretenden bullishes Umkehrsignale in der technischen Analyse.

Das Paar liegt über dem 50‑Tage‑Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (50‑Tage‑EMA). Es durchbrach zudem die wichtige Unterstützungsmarke bei 16,4, während der Percentage Price Oscillator (PPO) über die Nulllinie stieg.

Daher ist der wahrscheinlichste Ausblick für USD/ZAR bullisch, mit dem nächsten wichtigen Ziel bei 17. Anschließend dürfte der Kurs in den kommenden Wochen fallen, sobald sich Anzeichen für ein Kriegsende abzeichnen.

The post USD/ZAR-Prognose: Südafrikanischer Rand erleidet starken Rückschlag appeared first on Invezz