
Das USD/ZAR‑Wechselkursverhältnis blieb diese Woche unter Druck, da Händler auf den bevorstehenden südafrikanischen Inflationsbericht warteten, der mehr Aufschluss darüber geben wird, was von der Zentralbank des Landes zu erwarten ist. Es notierte bei 16.3600, deutlich unter dem Jahreshoch von 17.2350.
Südafrikanischer Rand vor Inflationsbericht stabil
Das USD/ZAR‑Paar steht in den kommenden Tagen im Fokus, während Anleger auf den Verbraucherpreis‑Bericht reagieren, der mehr Informationen über die Auswirkungen des Iran‑Kriegs auf die Preise liefern wird.
Daten, die von TradingEconomists zusammengestellt wurden, erwarten, dass die Gesamtinflation (Headline) im März wegen gestiegener Energiepreise auf 4,1 % anstieg. Im Vormonat lag die Inflation bei 3 %.
Die Kerninflation, die volatile Lebensmittel‑ und Energiepreise ausschließt, dürfte von 3 % im Februar auf 3,6 % anziehen und damit den höchsten Stand seit Monaten erreichen.
Diese Zahlen sind bemerkenswert, da sie über dem Inflationsziel der südafrikanischen Zentralbank von 3 % liegen. Vor der Neufestlegung des Ziels strebte die Zentralbank eine Bandbreite von 3 % bis 6 % an.
Südafrika wird außerdem den aktuellen Bericht zum Einzelhandelsumsatz veröffentlichen, der weitere Hinweise auf den Zustand der Wirtschaft liefert. Ökonomen erwarten, dass der headline‑Einzelhandelsumsatz im Februar auf 2,7 % abgeschwächt ist, nach zuvor 4,2 %.
Analysten gehen davon aus, dass diese Zahlen die Zentralbank des Landes in der Mai‑Sitzung zum Festhalten am Status quo bewegen werden. In den letzten beiden Sitzungen hat sie den Leitzins bei 6.75 % unverändert gelassen.
Der südafrikanische Rand wird zudem vom steigenden Goldpreis gestützt, der sich von einem Tief von $4,099 am 23. März auf $4,810 heute verbessert hat. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, dürfte Gold voraussichtlich weiter steigen, möglicherweise bis zum Allzeithoch von $5,600, wovon Südafrika als einer der wichtigsten Exporteure profitieren würde.
Außerdem gibt es Anzeichen dafür, dass ausländische Investoren beginnen, südafrikanische Aktien zu kaufen, nachdem diese im März stark eingebrochen waren. In einer Erklärung am Montag führte Ninety One Plc aus, dass südafrikanische Aktien dank ihrer günstigen Bewertungen wieder Aufwärtspotenzial aufweisen.
Kevin Warsh‑Anhörung und Fortschritt des Iran‑Kriegs
Der nächste wichtige Katalysator für das USD/ZAR‑Paar sind die anstehenden Kevin Warsh‑Anhörungen im Senat. Warsh dürfte Fragen zum Zustand der US‑Wirtschaft und dazu erhalten, ob er Zinssenkungen unterstützt, wie sie Präsident Donald Trump gefordert hat.
Warsh wird wahrscheinlich nicht direkt sagen, ob er für Zinssenkungen offen wäre. Seine Stellungnahme könnte jedoch weitere Hinweise darauf liefern, was zu erwarten ist.
Das USD/ZAR‑Paar wird außerdem auf die anstehenden US‑Daten zu den Einzelhandelsumsätzen und den ausstehenden Hausverkäufen reagieren, die am Dienstag veröffentlicht werden. Diese Zahlen liefern zusätzliche Informationen zu den Auswirkungen des Kriegs auf das Konsumverhalten.
USD/ZAR technische Analyse

USDZAR‑Chart | Quelle: TradingView
Der Tageschart zeigt, dass das USD/ZAR‑Paar in den letzten Wochen unter Druck geraten ist und sich von einem Hoch von 17.2350 im März auf aktuell 16.7 bewegt hat.
Der Rückgang erfolgte, nachdem das Paar ein aufsteigendes Keilmuster ausgebildet hatte, das aus zwei aufsteigenden und konvergierenden Trendlinien besteht.
Es ist unter den 50‑Tage‑Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (50‑Tage‑EMA) gefallen. Zudem ist der Relative Strength Index (RSI) unter das neutrale Niveau gefallen.
Daher dürfte das Paar voraussichtlich weiter fallen, da Verkäufer die nächste wichtige Unterstützungsmarke bei 16.0 anvisieren. Diese Sicht wird nach einem Unterschreiten der Schlüsselunterstützung bei 16.1815 bestätigt.
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