
Der Wechselkurs USD/MXN stieg diese Woche, nachdem Donald Trump seine Rhetorik im Handelskrieg verschärft hatte und die Banxico zum zweiten Mal in Folge die Zinssätze senkte. Er erreichte ein Hoch von 20,30, gegenüber dem Tiefststand dieses Monats von 19,85.
Handelskrieg zwischen den USA und Mexiko
Der Wechselkurs USD/MXN stieg leicht an, nachdem Trump seinen Handelskrieg gegen Mexiko und andere Handelspartner verschärft hatte.
Trump wird einen 25-prozentigen Zoll auf in Mexiko hergestellte Automobile erheben, ein Schritt, der das Land in eine Rezession stürzen könnte. Das liegt daran, dass ein 25-prozentiger Zoll auf Fahrzeuge enorm ist, was bedeutet, dass ein Auto, das heute 100.000 Dollar kostet, dann 125.000 Dollar kosten wird.
Das bedeutet, dass die Ausgaben für Automobile in den USA in den kommenden Monaten zurückgehen werden. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, dass einige Automobilhersteller ihre amerikanischen Aktivitäten ausbauen werden, wenn diese Zölle bestehen bleiben.
Die Krise in Mexiko wird sich wahrscheinlich nächste Woche verschärfen, wenn Donald Trump seine „Befreiungstag“-Zölle auf Waren aus anderen Ländern einführt. Mexiko wird aufgrund seines großen Handelsdefizits mit den Vereinigten Staaten eines der betroffenen Länder sein. Nach Trumps Ansicht ist ein Land mit einem großen Überschuss gegenüber den USA ein Zeichen dafür, dass es die USA ausbeutet.
Daher ist es wahrscheinlich, dass die mexikanische Zentralbank in den kommenden Monaten einen eher lockeren Kurs beibehalten wird. Am Donnerstag beschloss die Bank von Mexiko, die Zinssätze um satte 50 Basispunkte auf 9 % zu senken. Die Zinssätze sind damit auf den niedrigsten Stand seit 2022 gefallen und ein Zeichen dafür, dass die Bank die Wirtschaft unterstützen will.
Niedrige Zinssätze stützen die Wirtschaft, indem sie die Kreditkosten senken und den Anreiz für Unternehmen und Verbraucher verringern, ihr Geld auf der Bank und in festverzinslichen Wertpapieren anzulegen.
Die mexikanische Zentralbank Banxico hofft, die Zinssätze in diesem Jahr weiter senken zu können, da sie mit einer Fortsetzung des Disinflationstrends rechnet. Gleichzeitig warnen Analysten davor, dass das Land eine Rezession nicht vermeiden wird, nachdem ein Bericht gezeigt hat, dass die Wirtschaft im vierten Quartal um 0,20 % eingebrochen ist.
US-PCE-Daten stehen an.
Der nächste wichtige Katalysator für das USD/MXN-Paar wird am Freitag veröffentlicht, wenn die USA die neuesten Daten zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE) bekannt geben. Der PCE ist eine wichtige Kennzahl, die die Inflationsrate in ländlichen und städtischen Gebieten betrachtet.
Ökonomen erwarten, dass die Daten zeigen werden, dass die Kerninflation des PCE im Februar unverändert bei 2,5 % lag und auf Jahres- und Monatsbasis jeweils 0,3 % betrug.
Es wird erwartet, dass die genau beobachteten Kern-PCE-Daten von 2,6 % auf 2,7 % steigen werden.
Diese Zahlen sind so wichtig, weil sie der bevorzugte Inflationsindikator der Federal Reserve sind, da sie die Preise in ländlichen und städtischen Gebieten berücksichtigen.
Ihre Auswirkungen auf die nächste Entscheidung der Fed werden jedoch begrenzt sein, da sie die Auswirkungen von Zöllen nicht berücksichtigen. Auch diese Zahlen werden die Sicht der Federal Reserve auf die Zinssätze in den USA wahrscheinlich nicht verändern.
Fed-Beamte haben angedeutet, dass sie ihre hohen Zinssätze aufgrund der Auswirkungen von Zöllen auf die Inflation kurzfristig beibehalten werden.
USD/MXN technische Analyse

Der Wechselkurs USD/MXN erreichte im Februar einen Höchststand von 21,28 und ist nun auf 20,27 gefallen. Er konsolidiert sich an den gleitenden Durchschnitten der letzten 50 und 25 Tage.
Am wichtigsten ist, dass das Paar ein abgerundetes Top-Muster gebildet hat, ein bärisches Fortsetzungssignal. Daher wird das Paar wahrscheinlich weiter fallen, da die Verkäufer das nächste wichtige Unterstützungsniveau bei 19,84 anvisieren, seinem niedrigsten Punkt in diesem Monat. Ein Rückgang unter dieses Niveau würde auf weitere Abverkäufe hindeuten.
Der mexikanische Peso könnte im Falle eines ausgewachsenen Handelskrieges mit den Vereinigten Staaten das Gegenteil von dem tun, was Analysten erwarten.
Mehr dazu: USD/MXN-Prognose: Mexikanischer Peso könnte trotz Zöllen wieder ansteigen
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