Bank of Japan

Der japanische Yen ist in den vergangenen Wochen stark gestiegen und notiert nun nahe seinem höchsten Stand seit Februar dieses Jahres. Das USD/JPY-Paar fiel auf 154.17, deutlich unter dem bisherigen Jahreshoch von 163.96. Der Fokus richtet sich nun auf einige wichtige makroökonomische Daten und die bevorstehenden geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve und der Bank of Japan (BoJ).

US-Verbraucher-Inflationsdaten und steigende Anleiherenditen

Das USD/JPY-Paar steht heute im Mittelpunkt, da Anleger auf mehrere wichtige Ereignisse reagieren. Eines davon ist die Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex für August (CPI), die Hinweise auf die weitere Entwicklung geben wird. 

Es gibt Anzeichen, dass das Bureau of Labor Statistics (BLS) einen starken Verbraucherinflationsbericht veröffentlichen wird. Ein Bericht vom Donnerstag zeigte, dass der headline Producer Price Index (PPI) von 0.1% im Juli auf 0.4% im August anstieg, während der Kern-PPI monatlich um 0.2% zulegte. Die Jahresraten lagen bei 5.4% bzw. 4.6%. Die jährlichen Werte liegen damit weiterhin über dem Ziel der Federal Reserve von 2.0%. 

Ökonomen erwarten, dass die bevorstehenden Zahlen zeigen, dass der headline-CPI im vergangenen Monat um 3.4% gestiegen ist, während der Kern-CPI auf 2.4% zurückgehen dürfte. Zudem deuten Anzeichen darauf hin, dass die Inflation weiter steigen könnte, da die Benzin- und Dieselpreise weiter angezogen haben. 

Der durchschnittliche Benzinpreis in den USA sprang auf $4.27, während Diesel die wichtige Marke von $6 überschritt. Bemerkenswert ist, dass diese Referenzwerte im Vorjahr bei $3.19 bzw. $3.7 gehandelt wurden. 

Die Ölpreise setzten diese Woche ihren Anstieg fort, da die Angriffe zwischen den USA und dem Iran andauerten. Schlimmer noch: Die Huthi haben bereits eine wichtige Hafenstadt eingenommen und rücken auf die Straße von Bab el-Mandeb vor. Außerdem sagte Trump, er erwarte, dass der Krieg nach der Wahl enden werde, und derzeit finden keine Gespräche zwischen den beiden Seiten statt. 

Diese Entwicklungen bedeuten, dass die Federal Reserve die Zinsen bereits nächste Woche anheben muss.

Zinserhöhung der Bank of Japan

Das USD/JPY-Paar ist ebenfalls eingebrochen, da Händler auf die Zinsentscheidung der Bank of Japan nächste Woche warten. Ökonomen sind sich einig, dass die Bank in diesem Treffen eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte beschließen wird. 

Eine Zinserhöhung der BoJ würde dazu beitragen, die Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan zu verringern, was theoretisch die Carry-Trade-Gelegenheit neutralisieren sollte. Diese Einschätzung greift jedoch nicht, wenn die USA ebenfalls die Zinsen anheben und die Spanne unverändert bleibt.

USD/JPY: Technische Analyse

USD/JPY

USDJPY-Chart | Quelle: TradingView

Das Tagesdiagramm zeigt, dass das USD/JPY-Paar in den vergangenen Monaten eingebrochen ist und sich vom Hoch von 163.97 auf aktuell 154.26 bewegt hat. Es liegt weiterhin unter der wichtigen Unterstützung bei 155.21, dem Tiefpunkt im Mai und August dieses Jahres.

Das Paar ist unter das 38.2%-Fibonacci-Retracement-Level gefallen. Zudem notiert es unter den 50-Tage- und 100-Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitten (EMA). Das Paar wird voraussichtlich weiter fallen, möglicherweise bis zum 50%-Fibonacci-Retracement bei 152.

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