Der USD/JPY‑Kurs zog leicht zurück und fiel vom Wochenhoch von 158,85 auf 157, während die geopolitischen Spannungen nachließen und Japan starke makroökonomische Daten veröffentlichte. Wie geht es nun weiter für das Währungspaar vor dem bevorstehenden US‑Inflationsbericht?

Japan veröffentlichte starke BIP‑Daten

Der USD/JPY‑Kurs zog zurück, da der US‑Dollar nachgab, nachdem Hinweise erschienen waren, dass Donald Trump sich in Bezug auf den Krieg gegen den Iran geschlagen gab.

In mehreren Äußerungen am Montag sagte Trump, dass sein Krieg schneller als geplant verlaufe und er erwäge, ihn bald zu beenden.

Dennoch würde ein jetztiges Ende dieses Krieges ein Zeichen dafür sein, dass die USA im Wesentlichen verloren haben, da das Regime in Teheran weiterhin besteht und keine bedingungslose Kapitulation stattgefunden hat.

Trumps Deeskalation erfolgte, nachdem die Rohölpreise am Montag stark gestiegen waren, wobei Brent und der West Texas Intermediate (WTI) auf über $115 stiegen. Zudem erlebte der US‑Aktienmarkt einen Einbruch, wobei der Dow Jones im Futures‑Markt um mehr als 1.100 Punkte fiel.

Der USD/JPY‑Kurs reagierte ebenfalls nur verhalten auf die jüngsten japanischen BIP‑Daten. Laut der Statistikbehörde wuchs die Wirtschaft im vierten Quartal um 1,3 %, nachdem sie im vorangegangenen Quartal um 2,6 % geschrumpft war.

Die Wirtschaft wuchs im Quartalsvergleich (QoQ) um 0,3 %, ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Rückgang von 0,7 % im dritten Quartal. Dieser Trend resultierte daraus, dass die Bruttoanlageinvestitionen um 1,3 % zunahmen, während der private Verbrauch um 0,3 % stieg. Die ausländische Nachfrage blieb unverändert.

Diese Zahlen deuten darauf hin, dass die Bank of Japan in diesem Jahr einen relativ restriktiven Ton beibehalten und möglicherweise um 0,25 Prozentpunkte anheben wird.

Der nächste wichtige Auslöser für das USD/JPY‑Paar wird der bevorstehende US‑Verbraucherpreisbericht am Mittwoch sein.

Von Reuters befragte Ökonomen erwarten, dass der bevorstehende Bericht zeigt, dass der Gesamt‑Consumer‑Price‑Index (CPI) im Februar um 2,5 % gestiegen ist, während die Kerninflation bei 2,5 % verharrte.

Das Risiko besteht jedoch darin, dass die Inflation in diesem Monat aufgrund des jüngsten Anstiegs der Rohöl‑ und Erdgaspreise wieder anziehen könnte.

Infolgedessen sind die Anleiherenditen weiter gestiegen. Daten zeigen, dass die US‑Zehnjahresrendite auf 4,12 % stieg, während die 30‑jährige auf 4,72 % zunahm.

USD/JPY – technische Analyse 

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USDJPY-Chart | Quelle: TradingView 

Das Tageschart zeigt, dass der USD/JPY‑Kurs sich in den vergangenen Wochen erholt hat und sich von einem Tief bei 152,22 im Februar auf ein Hoch bei 158 bewegte. Auf diesem Niveau bildete sich eine Doppelboden‑Formation mit einer Nackenlinie bei 157,57.

Das Paar notiert weiterhin über allen gleitenden Durchschnitten, ein Zeichen dafür, dass die Bullen vorerst das Sagen haben.

Allerdings hat sich eine Shooting‑Star‑Kerzenformation ausgebildet, die aus einem kleinen Körper und einem langen oberen Schatten besteht. Dieses Muster führt häufig zu einem Rückgang.

Daher dürfte das Paar kurzfristig wahrscheinlich weiter zurückgehen, möglicherweise bis zur wichtigen Unterstützung bei 156, und anschließend den Aufwärtstrend wegen der Doppelboden‑Formation wieder aufnehmen.

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