
Der USD/CAD schwebt nahe dem niedrigsten Stand seit September 2017, da sich die starke Rallye des Kanadischen Dollar beschleunigt. Der Kurs notiert bei 1,2060, was 17,7% unter dem Höchststand im Jahr 2020 liegt.
Kanadas BIP-Daten
Der Kanadische Dollar ist die Währung mit der besten Performance in den G7-Staaten, die um mehr als 5 % gestiegen ist. Knapp dahinter folgt das Britische Pfund, das um mehr als 4% zugelegt hat.
Es gibt mehrere Gründe, warum der USD/CAD weiter gefallen ist. Erstens wurde der Loonie von den Rohölpreisen unterstützt. Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) und Brent stieg auf den höchsten Stand seit Jahren, nachdem Saudi-Arabien und Russland vereinbart hatten, die Lieferungen im Juli langsamer als erwartet zu erhöhen.
Der Preis stieg auch nach den gestern veröffentlichten starken globalen EMI-Zahlen für das verarbeitende Gewerbe. Die Ölpreise sind für Kanada wichtig, da das Land der viertgrößte Ölproduzent der Welt ist.
Der USD/CAD ist auch aufgrund der Divergenz zwischen der US-Notenbank und der Bank of Canada (BOC) gefallen. Während die US-Notenbank darauf bestand, dass sie ihre Geldpolitik nicht bald straffen wird, hat die BOC bereits damit begonnen, ihre Asset-Käufe zu reduzieren. Dies wirkt sich positiv auf den Kanadischen Dollar aus.
In der Zwischenzeit ist der Loonie aufgrund der Konjunkturmaßnahmen, die die USA zur Bekämpfung der Pandemie ergriffen haben, gestiegen. Das Land hat in diesem Jahr ein milliardenschweres Konjunkturpaket aufgelegt. Dies ist für Kanada wichtig, da es einer der größten Handelspartner der USA ist.
Am wichtigsten ist, dass das Paar aufgrund des schwachen US-Dollars gefallen ist. Der Dollar ist gegenüber den meisten Währungen der Industrie- und Schwellenländer gefallen.
Am Montag reagierte der USD/CAD auf die neuesten kanadischen BIP-Zahlen. Die Daten zeigten, dass die Wirtschaft des Landes im 1. Quartal um 1,4% gewachsen ist, was einem Anstieg von 5,6% gegenüber dem Vorjahr entspricht.
USD/CAD technische Analyse
Das USD/CAD-Paar notiert bei 1,2060. Auf dem Tagesdiagramm liegt dieser Kurs leicht unter den 25- und 15-Tage-Exponential Moving Averages (EMA). Das Paar scheint auch ein fallendes Keilmuster zu bilden, was normalerweise ein bullishes Zeichen ist.
Es hat sich auch ein bullisches Divergenzmuster gebildet, wie der Relative Strength Index (RSI) zeigt. Daher könnte sich das Paar im Juni erholen, wenn mehr Käufer hinzukommen. Wenn dies geschieht, wird das Paar wahrscheinlich den nächsten wichtigen Widerstand bei 1,2200 testen.
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