Der USD/CAD-Wechselkurs stieg den zweiten Tag in Folge, da Händler über die starken US-EMI-Zahlen und die bevorstehende Entscheidung der Bank of Canada (BoC) nachdachten. Das Paar stieg auf ein Hoch von 1,3600 und lag damit einige Punkte über dem Tief dieser Woche von 1,3480.

US-EMIs und BoC-Entscheidung

Das USD/CAD-Währungspaar reagierte auf die positiven Daten zu den US-Dienstleistungs- und Gesamtmarktindizes. Laut ISM stieg der EMI für das nicht-verarbeitende Gewerbe von 51,8 im Oktober auf 52,7 im November und lag damit über der Medianschätzung von 52.

Der Preisindex für das nicht-verarbeitende Gewerbe stieg auf 58,3 und lag damit über der mittleren Schätzung von 58. Ein separater Bericht des Bureau of Labor Statistics zeigte, dass die Zahl der offenen Stellen von über 9,35 Millionen im September auf 8,7 Millionen im Oktober zurückging.

Diese Zahlen kamen einen Tag vor dem letzten ADP-Bericht über die Beschäftigtenzahlen im privaten Sektor für November. Und am Freitag wird das BLS die neuesten Zahlen zu den Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft veröffentlichen. Diese Zahlen sind wichtig, denn die Fed hat sich verpflichtet, bei ihrer nächsten Zinsentscheidung datenabhängig zu sein.

Starke Arbeitsmarktzahlen könnten die Fed dazu veranlassen, mindestens eine weitere Zinserhöhung in Betracht zu ziehen, bevor sie sie später im Jahr 2024 senkt.

Eine weitere wichtige Nachricht für USD/CAD wird die bevorstehende Entscheidung der Bank of Canada sein. Von Reuters befragte Ökonomen gehen davon aus, dass die BoC die Zinssätze unverändert bei 5 % belassen wird.

Die BoC steht unter starkem Druck, eine sanfte Landung für eine nicht gerade gut laufende Wirtschaft zu schaffen. Die jüngsten Daten zeigen, dass die Inflation in Kanada im Oktober auf 3,1 % gesunken ist, während die Kerninflation auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren gefallen ist. Dennoch liegen diese Zahlen weit über dem Ziel der BoC von 2 %.

USD/CAD-Prognose

USD/CAD

Ich habe den jüngsten Kurssturz von USD/CAD richtig vorhergesagt. Ich zitierte die Tatsache, dass es ein steigendes Keilmuster gebildet hatte, was normalerweise ein Abwärtssignal ist. Jetzt ist das Währungspaar gefallen und hat die wichtige Unterstützung bei 1,3667, seinem Höchststand vom 28. April, unterschritten.

Die 100- und 50-Tage gleitenden Durchschnitte haben ein rückläufiges Crossover-Muster gebildet, was ebenfalls eine rote Flagge darstellt. Positiv ist, dass er sich der Unterseite des Andrews Pitchfork-Tools genähert hat, was auf weitere Aufwärtsbewegungen hindeutet.

Sollte dies der Fall sein, wird der nächste wichtige Kurs bei 1,3667 liegen. Ein Rückgang unter den Tiefststand dieser Woche von 1,3480 würde diese optimistische Sichtweise zunichte machen.

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