Die Erdgaspreise in den USA sind in der vergangenen Woche stark gesunken, die Futures fielen um mehr als 10 % auf unter 2,1 Dollar pro Million British Thermal Units (MMBtu).

Dieser dramatische Rückgang ist auf Störungen beim Export von Flüssigerdgas (LNG) und Prognosen milderen Wetters zurückzuführen.

Störungen beim LNG-Export

Ein wesentlicher Faktor für den Preisrückgang sind geringere Feedgasströme zu LNG-Exportanlagen.

Laut Trending Economics sind die Gasströme zu US-amerikanischen LNG-Exportanlagen im Juli auf 11,6 Milliarden Kubikfuß pro Tag (bcfd) gesunken, gegenüber 12,8 bcfd im Juni.

Die längere Unterbrechung des Freeport-LNG-Projekts war eine wesentliche Ursache dieses Rückgangs.

Nach der anfänglichen Störung durch den Hurrikan Beryl ist die LNG-Anlage in Freeport immer noch offline, wodurch es zu Verzögerungen bei schätzungsweise sieben bis zehn Lieferungen kommt.

Niedrigere Einspeisemengen

Zusätzlich zu den Problemen beim LNG-Export berichtete die Energy Information Administration (EIA), dass die US-amerikanischen Versorgungsunternehmen in der vergangenen Woche lediglich 10 Milliarden Kubikfuß (Bcf) Gas in die Speicher eingeleitet haben, was deutlich unter der erwarteten Steigerung von 28 Bcf liegt.

Dadurch sind die gesamten Erdgasvorräte auf 3.209 Bcf angestiegen, was einem Überschuss von 16,9 % gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt entspricht. Die Versorgungsunternehmen horten Gas angesichts der Marktvolatilität, was sich weiter auf die Preise auswirkt.

Wettervorhersagen beeinflussen die Marktdynamik

Auch Wettervorhersagen spielen in der aktuellen Marktlage eine entscheidende Rolle. Meteorologen prognostizieren für die 48 Festlandstaaten bis zum 24. Juli nahezu normale Wetterbedingungen, danach bis zum 1. August überdurchschnittlich heiße Temperaturen.

Diese veränderten Temperaturmuster dürften sich auf Angebot und Nachfrage bei Erdgas auswirken und möglicherweise die Volatilität des Marktes erhöhen.

Branchenausblick

Während der Erdgasmarkt diese Herausforderungen meistert, beobachten die Branchenteilnehmer Versorgungsunterbrechungen, Speicherstände und Wetterlagen aufmerksam, um zukünftige Preisbewegungen vorherzusehen.

Die Kombination aus reduzierten LNG-Exporten, geringerer Einspeisung in Speicher und veränderten Wettervorhersagen schafft ein komplexes Umfeld für die Erdgaspreise.

Der jüngste Einbruch der Erdgaspreise in den USA unterstreicht die Sensibilität des Marktes gegenüber Störungen beim LNG-Export und Wetterschwankungen.

Der Ausfall des Flüssigerdgases in Freeport, die geringer als erwartet ausgefallenen Speichereinspeisungen sowie schwankende Wetterlagen führen dazu, dass der Erdgasmarkt einer erheblichen Volatilität ausgesetzt ist.

Die Beteiligten müssen diese Faktoren aufmerksam im Auge behalten, um sich in dem unsicheren Terrain zurechtzufinden, das vor ihnen liegt.

The post US-Erdgas-Futures stürzen aufgrund von Störungen beim LNG-Export und milderem Wetter um über 10 % ab appeared first on Invezz