
United Parcel Service Inc. (NYSE:UPS) hat heute seine Ergebnisse für das 2. Quartal bekannt gegeben. Die Aktie notiert nach Börseneröffnung 12 % niedriger, hauptsächlich aufgrund niedriger als erwarteter Umsätze im Inlandsgeschäft.
Positiv zu vermerken ist, dass die Umsätze in den USA zum ersten Mal seit neun Quartalen gestiegen sind. Das war den Anlegern allerdings nicht genug, die weiterhin Aktien verkaufen.
Hier sind die Highlights aus dem Ergebnisbericht:
- Der Umsatz betrug 21,82 Milliarden US-Dollar, 1,1 % unter den Schätzungen der Analysten.
- Gewinn pro Aktie (EPS) 1,79 USD gegenüber Analystenschätzungen von 1,99 USD.
- Der Nettogewinn betrug 1,41 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang gegenüber den 2,08 Milliarden US-Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Inlandsgeschäft leidet weiterhin
Der Umsatz im US-amerikanischen Paketgeschäft sank um 1,9 %, wobei der Umsatz pro Stück um 2,6 % sank. Obwohl die täglichen Volumina leicht anstiegen, wurden sie durch große Rückgänge sowohl bei den Luftfracht- als auch bei den aufgeschobenen Volumina ausgeglichen.
Schlechte Ergebnisse und ein schwieriges Geschäftsumfeld haben das Management gezwungen, die Prognose für den Rest des Jahres zu senken. Das Unternehmen erwartet nun für 2024 einen Umsatz von 93 Milliarden Dollar statt der zuvor erwarteten 93,25 Milliarden Dollar.
Das Unternehmen meldete zum ersten Mal seit neun Quartalen einen Volumenanstieg. Der CEO sprach von einem „bedeutenden Wendepunkt“.
Dieses Quartal stellte einen bedeutenden Wendepunkt für unser Unternehmen dar, da wir in den USA zum ersten Mal seit neun Quartalen wieder ein Volumenwachstum verzeichneten.
CEO Carol Tomé
Teamsters-Deal: Im Nachhinein ein Fehler
Etwa um diese Zeit im vergangenen Jahr schloss UPS einen Deal mit der International Brotherhood of Teamsters Union ab. Das Unternehmen konnte die Unruhestifter mit dem Deal zufriedenstellen, doch die Entscheidung, seinen Arbeitern lukrative Verträge zu geben, rächt sich nun für das Unternehmen.
Wenn es dem Unternehmen tatsächlich gelungen ist, die Umsätze zu steigern, dann deutet ein niedrigerer Gewinn darauf hin, dass es seine Arbeiter überbezahlt. Als der Deal mit den Teamsters ausgehandelt wurde, wusste das Unternehmen, dass diese lukrative Verträge anboten.
Sechs Monate nach diesem Deal entließ das Unternehmen 12.000 Mitarbeiter. Es war klar, dass sie es unmöglich überleben konnten, den Fahrern so viel zu zahlen. Es scheint, als hätte das Unternehmen gedacht, dass sie irgendwann die Mitarbeiterzahl reduzieren würden, um ihre Kosten zu senken.
Doch eine schwächere Frachtnachfrage hat ihre Probleme nun noch verschärft. Es herrscht eine globale Rezession im Frachtsektor, und die schwachen Preise im Schifffahrtssektor spiegeln eine schwache Nachfrage wider.
Diejenigen, die auf positive Ergebnisse gehofft hatten, um zu sehen, ob sich die Frachtnachfrage verbessert hatte, wurden geschockt. Und der Exodus dieser Investoren spiegelt sich heute deutlich im Aktienkurs wider.
Für diejenigen, die die Aktie noch behalten möchten, gibt es Hoffnung: Das Unternehmen hat kürzlich einen Vertrag mit dem United States Postal Service unterzeichnet.
Es gelang ihnen, dem Konkurrenten FedEx den Auftrag abzujagen, was die Hoffnung der Anleger auf eine bessere Zukunft weckte.
Mit dem gleichen Vertrag hatte FedEx im vergangenen Jahr 1,75 Milliarden Dollar verdient. Der Vertrag mit UPS wird nun seine Umsätze steigern und könnte sogar die Tür für weitere Verträge öffnen.
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