
Ein Delta-Flugzeugabsturz am Toronto Pearson International Airport hat eine dringende Untersuchung ausgelöst, nachdem ein Jet der Delta Air Lines bei einem Landeversuch auf dem Dach gelandet war.
Das Flugzeug Bombardier CRJ900, das als Delta-Flug 4819 von Minneapolis aus startete, stürzte am Montag gegen 14:15 Uhr Ortszeit ab.
Trotz der schweren Auswirkungen überlebten alle 80 Passagiere und Besatzungsmitglieder, 18 von ihnen wurden jedoch verletzt.
Der Flugzeugabsturz der Delta Airlines kommt inmitten einer verstärkten Überprüfung der Sicherheit des Flugverkehrs nach mehreren tödlichen Abstürzen in den letzten Monaten.
Um die Ursache des Flugzeugabsturzes der Delta Airlines zu ermitteln, laufen derzeit Ermittlungen, an denen sowohl kanadische als auch US-Behörden beteiligt sind.
Obwohl am Flughafen starke Winde und Schneeverwehungen gemessen wurden, gaben die Verantwortlichen an, dass die Start- und Landebahn trocken war und keine signifikanten Seitenwindbedingungen herrschten.
Zwei Start- und Landebahnen am Flughafen Pearson bleiben geschlossen, während Ermittler die Flugdaten und Trümmer durchkämmen, um die Abfolge der Ereignisse vor dem Absturz des Delta-Flugzeugs zu rekonstruieren.
Delta-Absturz: Was ist schief gelaufen?
Delta Flug 4819, durchgeführt von Endeavor Air, startete ohne gemeldete Probleme vom internationalen Flughafen Minneapolis/St. Paul.
Nach der Landung in Toronto kam es zu einem unerwarteten und heftigen Aufprall des Flugzeugs, wodurch es sich überschlug.
Passagiere beschrieben eine chaotische Szene im Inneren der Kabine, in der sich Menschen an ihren Sicherheitsgurten aufhielten, bevor sie sich befreien und evakuieren konnten.
Meteorologische Daten zum Zeitpunkt des Delta-Flugzeugabsturzes verzeichneten Windgeschwindigkeiten von 51 km/h (32 mph) mit Böen bis zu 64 km/h (40 mph).
Trotz dieser Bedingungen haben die Flughafenbehörden bestätigt, dass die Sichtweite fünf Meilen betrug und die Landebahn trocken war, was Fragen nach der genauen Ursache des Überschlagens des Flugzeugs bei der Landung aufwirft.
Die Kommunikation des Piloten mit der Flugsicherung war vor der Landung normal verlaufen, ohne unmittelbare Anzeichen von Not.
Audioaufnahmen aus dem Kontrollturm warnten die Piloten vor einer möglichen Störung des Luftstroms, aber eine direkte Ursache für den Absturz des Delta-Flugzeugs wurde noch nicht ermittelt.
Die kanadische Behörde für Transportsicherheit leitet die Ermittlungen und arbeitet dabei mit dem US-amerikanischen National Transportation Safety Board und der Federal Aviation Administration zusammen.
Passagierkonten zeigen Momente der Panik
Passagiere an Bord des Flugzeugs berichteten von den schrecklichen Momenten nach dem Absturz des Delta-Flugzeugs. Einige beschrieben, dass sie ein plötzliches Gefühl der Beschleunigung verspürt hätten, bevor das Flugzeug zur Seite kippte und umkippte.
Der Aufprall schleuderte Gepäck und persönliche Gegenstände durch die Kabine und hinterließ viele Passagiere desorientiert.
Trotz der Schwere des Flugzeugabsturzes der Delta Airlines konnten die Passagiere mit Hilfe der Ersthelfer, die innerhalb weniger Minuten eintrafen, durch die Notausgänge aus dem umgestürzten Flugzeug aussteigen.
Bilder vom Unfallort zeigten das Flugzeug auf dem Dach liegend, der Rumpf weitgehend intakt, aber Rettungskräfte besprühten Bereiche, die Feuer gefangen hatten.
Das Hospital for Sick Children in Toronto bestätigte, dass einer der verletzten Passagiere ein Kind war, das sich weiterhin in stabilem Zustand befindet.
Einige der 18 Verletzten konnten inzwischen aus medizinischen Einrichtungen entlassen werden, während andere weiterhin behandelt werden.
Vierter schwerer Luftfahrtunfall innerhalb von drei Wochen
Der Delta-Flugzeugabsturz ist Teil eines besorgniserregenden Musters von Flugunfällen in Nordamerika. Allein in den letzten drei Wochen ereigneten sich drei weitere tödliche Vorfälle:
- Am 29. Januar kollidierten in der Nähe des Reagan National Airport in Washington, D.C., ein Verkehrsflugzeug und ein Armeehubschrauber, wobei 67 Menschen ums Leben kamen.
- Am 31. Januar stürzte in Philadelphia ein medizinischer Transportflugzeug ab, wobei sieben Menschen ums Leben kamen.
- Bei einem Flugzeugabsturz in Alaska am 6. Februar kamen zehn Menschen ums Leben.
Diese Vorfälle haben die Bedenken hinsichtlich der Sicherheit des Flugverkehrs und der Notwendigkeit einer strengeren Aufsicht über Wartung, Pilotenausbildung und Flugzeugleistung bei extremen Wetterbedingungen wieder angefacht.
Nächste Schritte in der Untersuchung
Die Behörden haben die Absturzstelle für eine forensische Analyse abgesperrt. Die Ermittler konzentrieren sich auf Flugdatenschreiber, Cockpit-Kommunikationsaufzeichnungen und die physischen Schäden am Flugzeug.
Das Führungsteam von Endeavor Air ist nach Toronto gereist, um bei den Ermittlungen zu helfen, während Delta Air Lines seine volle Zusammenarbeit zugesagt hat.
US-Verkehrsminister Sean Duffy hat bestätigt, dass FAA-Ermittler auf dem Weg nach Toronto sind und er in direktem Kontakt mit kanadischen Beamten steht.
Die Fluggesellschaften warten auf die vorläufigen Ergebnisse, da diese nach dem Delta-Flugzeugabsturz weitreichendere Auswirkungen auf die Flugsicherheitsstandards haben könnten.
Der letzte größere Unfall am Flughafen Toronto Pearson ereignete sich 2005, als ein Airbus A340 der Air France bei stürmischem Wetter von der Landebahn rutschte und in Flammen aufging.
Während die Ermittlungen zur Ursache des Absturzes des Delta-Flugzeugs 4819 voranschreiten, fordern Branchenexperten eine erneute Konzentration auf Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere bei winterlichen Wetterbedingungen.
In der Zwischenzeit kommt es am internationalen Flughafen Pearson weiterhin zu Betriebsunterbrechungen, da zwei Start- und Landebahnen voraussichtlich mehrere Tage lang gesperrt bleiben werden.
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