
Die Trump Media‑Aktie steht in diesem Monat unter massivem Druck, da sie weiterhin hinter dem breiteren Markt zurückbleibt. DJT fiel auf $8, den niedrigsten Stand seit dem 8. Juli und 40 % unter dem Jahresbeginn. Dieser Ausverkauf könnte sie in den nächsten 12 Monaten zur Penny‑Aktie machen.
Trump Media schreibt Millionenverluste
Trump Media könnte zur Penny‑Aktie werden aufgrund seiner Umsätze und erheblichen Verluste. Ein aktueller Bericht zeigte, dass das Unternehmen im letzten Quartal nur $1.7 million erwirtschaftete, ein verschwindend geringer Betrag für ein vor fünf Jahren gegründetes Unternehmen. Gleichzeitig meldete es einen Quartalsverlust von über $238 million.
Schlimmer noch: Es gibt Anzeichen, dass dieses langsame Umsatzwachstum anhalten wird, da die Zahl der Truth‑Social‑Nutzer weiter schrumpft. Daten von SimilarWeb zeigen, dass der Traffic zur Website im Juli um 20 % auf nur noch 15 Millionen einbrach.
Diese Schwäche fällt mit dem anhaltenden Rückgang der Zustimmungswerte des US‑Präsidenten zusammen. Aktuelle Daten zeigen, dass seine Zustimmungswerte auf den niedrigsten Stand in der Messreihe gefallen sind, mit Unterstützungseinbußen in verschiedenen demografischen Gruppen. So zeigte eine Umfrage von Politico, dass er Unterstützung bei MAGA‑Wählern verliert.
Trump hat Teile der republikanischen Basis verloren. Neokonservative argumentieren, er habe Iran nicht ausreichend hart angegangen, während kriegsgegnerische Republikaner ihn dafür kritisieren, einen neuen Krieg begonnen zu haben. Zudem wird er wegen seiner Prestigeprojekte und der anhaltenden Inflationssorgen kritisiert.
Trump Media würde bei Wahlsieg der Demokraten untersucht
Ein weiteres wichtiges Risiko ist, dass Trump Media von den Demokraten untersucht wird, sollten diese entweder das Repräsentantenhaus oder den Senat gewinnen.
Ein zentraler Teil dieser Untersuchung wird die kürzlich gestartete Truth API sein, ein Dienst, der Abonnenten frühzeitigen Zugang zu den Beiträgen von Präsident Trump gewährt. Der Dienst wurde kürzlich eingeführt und kostet zwischen $60,000 und $100,000 pro Monat. In einer aktuellen Stellungnahme sagte das Unternehmen, es habe etwa 10 Kunden aus der Trading‑Branche gewonnen.
Die Demokraten werden prüfen, ob der Dienst gegen Gesetze verstoßen hat. Selbst wenn der Dienst erfolgreich ist, dürfte seine Lebensdauer begrenzt sein, da Trumps Präsidentschaft in den nächsten zwei Jahren endet.
Krypto‑Investitionen sind gescheitert
Außerdem ist der Krypto‑Pivot von Trump Media gescheitert. So scheiterten etwa Pläne, mehrere Krypto‑ETFs in Partnerschaft mit Crypto.com zu lancieren, an dem anhaltenden Krypto‑Winter.
Die Entscheidung des Unternehmens, in Bitcoin zu investieren, flopte ebenfalls: Der Coin ist von einem Rekordhoch von $126,300 auf aktuell $64,000 gefallen. Das bedeutet, dass der Wert seiner 12,062 Coins von über $1.5 billion auf aktuell $771 million gesunken ist.
Obwohl diese Krypto‑Bestände weiterhin einen Wert haben, werden sie durch die enormen operativen Verluste des Unternehmens aufgewogen. Daher besteht das Risiko, dass es Aktien verkaufen muss, um Kapital zu beschaffen.
DJT‑Kurs bildet ein steigendes Keilmuster

Chart der DJT‑Aktie | Quelle: TradingView
Technische Indikatoren deuten ebenfalls darauf hin, dass die DJT‑Aktie kurzfristig weiteres Abwärtspotenzial haben könnte. Sie hat ein steigendes Keilmuster (rising wedge) ausgebildet, das aus zwei ansteigenden und konvergierenden Trendlinien besteht. Dieses Muster führt gewöhnlich zu weiteren Kursverlusten.
Die Aktie ist zudem in den starken Pivot/Reverse‑Bereich der Murrey‑Math‑Linien vorgedrungen. Langfristig ist das wahrscheinlichste Szenario ein Rückgang auf die ultimative Unterstützung bei $6.25, gefolgt von einem extrem überverkauften Niveau bei $4.65.
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