
Der FTSE 100-Index zog diese Woche nach, da der US‑Iran‑Konflikt andauerte und das Vereinigte Königreich einen starken Verbraucher‑Inflationsbericht veröffentlichte. Er fiel von diesem Monats‑Hoch von £10,687 auf £10,365.
Der Index steht in der kommenden Woche im Fokus, wenn die Bank of England ihre Zinsentscheidung verkündet, die einen Hinweis darauf geben wird, was später in diesem Jahr zu erwarten ist.
Diese Entscheidung folgt einen Tag nach der Veröffentlichung des starken Verbraucher‑Inflationsberichts des Vereinigten Königreichs, der zeigte, dass die Inflation in Großbritannien im März auf 3,3% gestiegen ist.
FTSE‑100‑Banken im Fokus
Die US‑Bankensaison war stark, wobei die meisten führenden Institute an der Wall Street gute Zahlen vorgelegt haben.
Unterstützt wurden sie durch die relativ hohen Zinsen und Handelsumsätze, die als Folge der verstärkten Marktvolatilität sprunghaft anstiegen.
Der Fokus richtet sich nun auf die anstehende britische Berichtssaison der Banken in der nächsten Woche. Barclays wird als erstes Institut seine Ergebnisse veröffentlichen.
Es wird erwartet, dass das Unternehmen starke Zahlen meldet, getragen von zunehmendem Deal‑Flow und Handelsgeschäft. Barclays ist wegen seiner Investmentbanking‑Division häufig mit großen US‑Peers vergleichbar.
Lloyds Bank veröffentlicht ihre Zahlen am Mittwoch, während Standard Chartered bzw. NatWest am Donnerstag bzw. Freitag berichten. HSBC, die größte europäische Bank nach Bilanzsumme, legt ihre Zahlen am Montag, 5. Mai, vor.
BP dürfte robuste Prognose geben, da Rohölpreise anziehen
Eine weitere FTSE‑100‑Aktie, die zu beobachten ist, ist BP, die zweitgrößte Energiegruppe des Landes.
Die BP‑Aktie hat sich in den vergangenen Monaten gut entwickelt und notiert nun in der Nähe ihres Allzeithochs. Sie profitiert von dem anhaltenden Anstieg der Rohölpreise, der für dieses Jahr Umsatzsteigerungen erwarten lässt.
Die anstehenden Ergebnisse sind auch wegen des Managementwechsels wichtig. Meg O’Neill, die ehemalige CEO von Woodside, ist kürzlich als CEO zu BP gewechselt. Ihre Aufgabe ist es, das Unternehmen zu restrukturieren und die Bewertung an die US‑Peers anzugleichen.
Daher wird sie in den Ergebnissen ihre Strategie zur Steigerung von Umsatz und Profitabilität darlegen. Die Zahlen kommen zudem, nachdem sie keine Zustimmung der Aktionäre für zwei vom Vorstand vorgeschlagene Resolutionen erhalten hatte.
AstraZeneca, GlaxoSmithKline, Haleon – Ergebnisse
Weitere FTSE‑100‑Titel, die zu beobachten sind, sind bekannte Marken wie AstraZeneca, GlaxoSmithKline und Haleon.
Der Aktienkurs von AstraZeneca ist in den letzten Wochen zurückgekommen, von einem Hoch von 207p am 10. April auf aktuell 192p. Es hat sich ein Doppeltop ausgebildet, was auf einen möglichen Rückgang nach der Veröffentlichung der Zahlen am Mittwoch hindeutet.
Ähnlich hat GlaxoSmithKline (GSK) eine doppeltopähnliche Formation gebildet, was auf einen potenziellen Rückgang signalisiert. Analysten erwarten gemischte Ergebnisse: Die Umsätze sollten moderat steigen, während die Kosten weiter zulegen könnten.
Weitere FTSE‑100‑Aktien im Blick
In der nächsten Woche stehen weitere FTSE‑100‑Werte im Rampenlicht. Reise‑bezogene Unternehmen wie IAG, Rolls‑Royce und EasyJet werden beobachtet, da Investoren die Auswirkungen des Kriegs auf Kerosinpreise bewerten. Anzeichen einer Eskalation des Konflikts würden zu weiteren Rückgängen führen.
Zu den weiteren großen Unternehmen, die ihre Zahlen veröffentlichen, gehören Beazley, Unilever und JD Weatherspoon.
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