Der FTSE 100 Index blieb diese Woche in einer engen Spanne, da Händler die Entwicklungen im Nahen Osten beobachteten, wo die Wahrscheinlichkeit eines Abkommens zwischen den USA und Iran gestiegen ist. Er schwankte außerdem aufgrund der schwachen HSBC-Ergebnisse. 

Dieser Artikel beleuchtet einige der wichtigsten FTSE-100- und FTSE-250-Aktien, auf die man nächste Woche achten sollte, darunter bekannte Namen wie Burberry, Vodafone, BT Group und ITV.

Vodafone und BT Group veröffentlichen ihre Zahlen 

Telekommunikationsunternehmen bewegten sich in den vergangenen Wochen in einer engen Spanne, da sie weniger vom anhaltenden US‑Iran‑Konflikt betroffen sind. Die Vodafone Group-Aktie notierte am Freitag bei 116p, leicht unter dem Jahreshoch von 120p. Sie liegt damit deutlich über dem Tief 2024 von 55,25p.

Die BT Group hat sich dagegen ebenfalls gut entwickelt und ist auf dem höchsten Stand seit Jahren. Sie liegt über 140 % über ihrem pandemischen Tief.

Wie wir Anfang der Woche schrieben, halten Analysten das Wachstum der BT Group auch in den kommenden Jahren für unter Druck, da der Breitbandbereich weiterhin Kunden verliert. Das Unternehmen erwartet, im letzten Geschäftsjahr über 800k Kunden zu verlieren, weniger als die vorherige Schätzung von über 1 Million.

BT hat den anhaltenden Umsatzrückgang durch Kostensenkungen und den Ausstieg aus den meisten internationalen Geschäften aufgefangen. Zudem geht das Unternehmen das Geschäftssegment an, das über Jahre hinweg ein großer Rückläufer war.

Vodafone hingegen befindet sich in den vergangenen Jahren in einem Turnaround‑Prozess. Dieser umfasste den Rückzug aus einigen großen Märkten und die Ausweitung der Präsenz in anderen, beispielsweise in Kenia. Händler werden dem deutschen Servicegeschäft mehr Gewicht beimessen.

Burberry‑Ergebnisse werden sich auf das China‑Geschäft konzentrieren 

Die Burberry Group wird das wichtigste FTSE‑100-Unternehmen sein, das es nächste Woche zu beobachten gilt, wenn sie ihre Finanzzahlen veröffentlicht. Die Aktie notierte bei 1,200, nach 553p im Vorjahrstief.

Das Unternehmen hat dank der laufenden Turnaround‑Bemühungen gute Ergebnisse erzielt, die sich auf stärker britisch geprägte Designs und den Ausbau der China‑Verkäufe konzentriert haben. 

Die größte Herausforderung ist, dass das China‑Geschäft weiterhin unter Druck steht, da das Wachstum für Luxusmarken im Land nachlässt. Zudem hat es Schwierigkeiten aufgrund des anhaltenden US‑Iran‑Konflikts gegeben, der das Geschäft im Nahen Osten belastet, weil das Touristenwachstum zurückgeht.

National Grid veröffentlicht Ergebnisse, nachdem JP Morgan Ziel gesenkt hat 

Die National Grid‑Aktie steht im Fokus, wenn das Unternehmen nächste Woche seine Finanzzahlen veröffentlicht. Die Zahlen erscheinen wenige Tage, nachdem Analysten bei JPMorgan das Kursziel von zuvor 1,450p auf 1,400p gesenkt hatten. Morningstar-Analysten sehen ein Ziel von 1,440p.

National Grid hat bereits gewarnt, dass das EPS um 1 % sinken wird, während die Investitionsausgaben deutlich ansteigen, da das Unternehmen seine Netzpräsenz in wichtigen Märkten ausbaut. Es rechnet damit, bis FY31 £70 Milliarden auszugeben.

ITV veröffentlicht seine Finanzzahlen 

ITV, ein ehemaliges FTSE‑100-Unternehmen und jetzt im FTSE‑250-Index, steht nächste Woche im Fokus, wenn es seine Zahlen veröffentlicht.

Der ITV‑Aktienkurs notierte bei 82p und damit deutlich über dem Jahrestief von 71,15p. Er stieg nach Berichten, dass Sky den Kauf seiner Sender für £1,6 Milliarden erwog. Ein solcher Deal würde einen der drei größten britischen Streaming‑Anbieter schaffen, der mit Unternehmen wie Netflix und YouTube konkurrieren könnte.

Die neuesten Zahlen zeigten, dass zwei Drittel der Erlöse inzwischen von ITV Studios und M&E digital stammen. Die Studios‑Erlöse stiegen um 5 % auf £2,13 Milliarden, während die Werbeerlöse im Zuge des Streaming‑Wandels um 5 % zulegten.

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